Der Ehrenpräsident des evangelikalen Micha-Netzwerks, René Padilla (Buenos Aires/Argentinien), bezeichnete auf dem derzeit in Schwäbisch Gmünd stattfindenden Armutskongress, “Teilen ist Leben“, die schlichte Predigt von der Liebe Gottes, ohne diese praktisch zu zeigen als “Irrlehre“.
Veranstalter der vom 3. bis 5. September dauernden Tagung sind das dortige Christliche Gästezentrum „Schönblick“, das Kinderhilfswerk Compassion (Marburg), die Micha-Initiative der Deutschen Evangelischen Allianz (Bad Blankenburg/Thüringen), die Gemeindebewegung Willow Creek (Gießen) sowie rund 30 weitere Kooperationspartner. Mehr…
„Zeugnis geben“, so wird – überwiegend von evangelikalen und diesen nahestehenden christlichen Richtungen – oft der Bericht über eine persönliche Gotteserfahrung oder über eine erlebte radikale Lebensveränderung, die zur Bekehrung führte, bezeichnet.
Nicht “Zeugnis geben” oder “Zeugnis ablegen”, sondern “Zeugnis sein”! Ein anderer evangelikal-pietistischer Aspekt betont vorrangig nicht das “Zeugnis” im Sinne einer konkreten inhaltlichen Äußerung, sondern die gesamte Lebensäußerung eines Christen. D.h. wie sich Christsein im Alltag auswirkt, praktisch wird.
Ist es das, was die Bibel bzw. Christus darunter versteht, wenn er den Jüngern verheißt, daß diese Zeugen sein werden? Mehr…
Gelesen auf: nimm und lies – tolle lege
“Mich begeistern vor allem alte Bücher. Vor wenigen Wochen wurde so ein altes Buch von 1888 neu aufgelegt. Es betrifft mich zwar (noch) nicht direkt. Doch kann man sich nicht früh genug darauf vorbereiten und prägen lassen
.”
Thema und Inhalt
Was kann man von einem Buch über Kindererziehung aus dem 18. Jahrhundert erwarten? Ich war gespannt, und begann ziemlich spät nachts, so kurz nach 1 Uhr, mit der Lektüre. weiterlesen auf: nimm und lies – tolle lege – Die Pflichten der Eltern
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Pubertät – eine biologisch-psychisch feststehende Größe – mit dieser „Erkenntnis“ wird man nicht nur in der Erziehung selbst, sondern auch in der Soziologie, Psychologie etc. konfrontiert. Mit dem Bewußtsein, eine Zeit der Verwirrung, Frustration und Rebellion zu durchleben, wächst man als „Teenager“ seit ca. 100 Jahren auf…
Fakt ist, daß “Pubertät” bzw. “Adoleszenz”, die sogenannte Teenagerzeit als eigenständige Phase zwischen Kindheit und Erwachsensein, erst ab dem Jahr 1904 erstmalig als These vorgestellt wurde, demzufolge ein Phänomen der westlichen Kultur bzw. des 20.Jahrhunderts darstellt. In dem Buch von Dr. G. Stanley Hall wurde dieses erstmals beschrieben. Mehr…
Vorehelicher Geschlechtsverkehr, aus biblisch-christlicher Sicht für Christen erlaubt, oder nicht? Eine Diskussion über diese Frage, wäre vor wenigen Jahrzehnten weder aufgekommen noch denkbar gewesen… unter Christen schon dreimal nicht. Aber die gesellschaftlichen Veränderungen (“sexuelle Befreiuung” etc.) – ich nenne es Verfall – machen auch vor den Kirchen und Christen keinen Halt. Bis 1969 galt vorehelicher Geschlechtsverkehr (neben homosexuellen Handlungen etc.) als Unzucht und war strafbar. Mehr…
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Bereits die Bezeichnung “christliche Familie” besitzt Irritationspotential. Aufgrund des ausgeprägten Individualismus bzw. Pluralismus unserer Zeit und Kultur, wird Glaube als Privatsache des Einzelnen verstanden. Vielfach wird daher schon die Tendenz zu einer religiös orientierten Lebensgemeinschaft kritisch als vereinnahmend oder gar intolerant hinterfragt. Die freie Entfaltung einer jeden Persönlichkeit, Selbstbestimmtheit etc. wird angemahnt, angestrebt und eingefordert. Mehr…
Peter Schmiedeke, Angehöriger einer – 1976 noch sehr kleinen – evangelikalen Gemeinde ist nach über dreißig Jahren aus dem Koma erwacht. Nach einer Zeit der Rehabilitation und Gewöhnung an die veränderte Alltagswelt, besucht er heute wieder wie früher den Gottesdienst und andere Veranstaltungen seiner damaligen Gemeinde. Diese ist inzwischen stark gewachsen und in ein neu gebautes Zentrum mit einer großen Bühne und viel Technik umgezogen ist. Er kennt nur noch einige wenige der alten Mitglieder. Mehr…
Erziehungsbücher und Ratgeber sind keine Mangelware. Auch aus biblischer Perspektive gibt es heute empfehlenswerte Literatur, auf welche ich auch schon gelegentlich hingewiesen habe. Dieses Buch möchte ich jedoch besonders empfehlen. Nicht nur weil ich das Autorenehepaar – Jürgen und Bärbel Fischer – persönlich kenne und schätze, sondern insbesondere wegen der Praxisnähe und Alltagstauglichkeit des Buches. Auch schwierige und problematische Themenbereiche werden nicht ausgespart, sondern von der Schrift her beleuchtet. Die absolute Autorität der Schrift – auch und gerade in der Erziehung – wird betont und nicht zuletzt herausgestellt, daß durch schriftgemäße Erziehung der eigenen Kinder auch Eltern eine gottgewolle Veränderung im eigenen Leben zu erwarten haben. Zitat von der Webside des Autors: Mehr…
Öffentliche Kritik, an öffentlichen Äußerungen allgemein, insbesondere aber an Predigten oder sonstigen geistlichen Veröffentlichungen wird selten goutiert, schnell als “richten” gebrandmarkt. Belesene Geschwister verweisen auf Mt7 und warnen davor zu richten, oder auf Mt18 und fordern eine nichtöffentliche Aussprache. Im Extremfall wird sogar Ps105,15 zitiert: »Tastet meine Gesalbten nicht an, und tut meinen Propheten kein Leid!«. Ist es im engeren Rahmen z.B. der eigenen Gemeinde durchaus möglich und angebracht seine Kritik persönlich vorzubringen, wird dies schwierig bis praktisch unmöglich, wenn es sich um Personen handelt, zu denen man keinen unmittelbaren Zugang besitzt bspw. Personen des öffentlichen Lebens. Stellt öffentliche Kritik in Wort oder Schrift tatsächlich ein schriftwidriges Vorgehen dar?
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Nicht selten ist zu hören, der Gott des Alten Testaments sei ein unbarmherziger, ja ein grausamer Gott. Der Gott des Neuen Testaments dagegen ein Gott der Liebe, sogar der Feindesliebe. Dieser Vorwurf kommt nicht nur von ausgesprochenen Atheisten oder erklärten Gegnern des Christentums, nein, auch unter Christen ist diese Meinung zuweilen unterschwellig vorhanden. Man zitiert die Bergpredigt und meint dort zu lesen, daß das Alte Testament durchaus Hass auf Feinde toleriere. Kann das wirklich sein? Mehr…
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Einer der bekanntesten und einflussreichsten evangelikalen Prediger Londons, Martyn Lloyd-Jones beteiligte sich nicht an der Großevangelisation, welche Billy Graham 1954 in dieser Metropole durchführte. Später, 1966, kam es zu einem Gespräch zwischen beiden, bei welchem Graham Lloyd-Jones den Vorsitz eines evangelistischen Kongresses antrug. Lloyd-Jones schlug Graham einen “Handel” vor. Wenn Graham erstens auf die Unterstützung und das Sponsoring liberaler und katholischer Theologen und zweitens auf das “Invitation-System”, den “Altarruf” verzichten würde, wäre er dazu bereit. Es waren inhaltliche, geistliche Gründe die Lloyd-Jones davon Abstand nehmen ließen die Methoden Graham’s zu übernehmen. Dr. Wolfgang Nestvogel führt in zwei praktischen Vorträgen nicht nur die Gründe aus die dagegen sprechen, sondern versteht es auch hervorragend an dem historischen Beispiel Lloyd-Jones einerseits und dem Zeugnis der Schrift andererseits zu erläutern, was die Bibel unter biblischer Evangelisation versteht. Mehr…
Unter allen Katechismen der Reformationsepochen ist vielleicht keiner so vielgeliebt wie der Heidelberger Katechismus. In der Eingangsfrage und –antwort wird der persönliche und markante Ton des Katechismus deutlich: „Was ist Ihr einziger Trost im Leben und im Tod?“. Dies ist nicht eine theoretische Frage: „Was wäre nötig, wenn Gott Sünder tröstete?“. Es ist vielmehr eine sehr praktische Frage: „Wie finde ich Trost, so lange wie ich lebe und dann, wenn ich sterbe?“. Kim Riddlebarger
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Welche Berufung hat die Kirche Christi? Geht es darum, sich für eine gerechtere Welt, eine christliche Ethik einzusetzen? Oder darum einer verlorenenen und gottesfeindlichen, unter dem Gericht Gottes stehenden Welt zuzurufen: Laßt euch versöhnen mit Gott! Die Manhattan-Erklärung stellt das aktuellste Beispiel einer Positionierung dar. Ohne Zweifel, der gesellschaftspolitische Schutz menschlichen Lebens, der Institution Ehe oder der Freiheit der Meinung und Religion, sind wichtig und nicht zuletzt Ausdruck einer vormals christlich geprägten Kultur. In der schweizer Weltwoche heißt es: Mehr…
Wie erziehe ich meine Kinder im Sinne Gottes? Vor dieser Frage stehen alle gläubigen Eltern. Es gibt diverse christliche Literatur. Gute wie Schlechte. Der hier vorgestellte Kinderkatechismus ist eine kindgerechte Kurzfassung des Kleinen Westminster Katechismus (Baptistenversion). Aus dem Katechismus:
“Die vorliegende Glaubenslehre ist für drei- bis zehn-jährige Kinder gedacht. Im Alter zwischen 3 und 6 kann man einen ersten Durchgang durchführen. Das Kind lernt die Fragen und die Antworten. Dazu ist notwendig, dass sich der Vater täglich Zeit nimmt, um das Kind zu schulen. Jede Woche sollte eine Frage und Antwort gelernt werden. Im Alter von sechs bis zehn Jahren kann man die Glaubenslehre ein zweites Mal durcharbeiten. Nun lernt das Kind Fragen, Antworten und den Schriftbeweis, um die Antwort zu belegen. Hierbei soll durch ausführliche Erläuterungen Verständnis für die biblischen Aussagen vermittelt werden.” Mehr…
Pastor W. Nestvogel, Rektor der Akademie für Reformatorische Theologie, schrieb 1999 in einem Aufsatz, “Die doppelte Aktualität der “Berliner Erklärung” im Jahr 1999″ daß die „Kasseler Erklärung“ (KE) von 1996 zwischen der Deutschen Evangelischen Allianz und dem Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden nicht weniger als einem Dammbruch gleichkomme. Die weitere Entwicklung bis heute, scheint seine Prognose zu bestätigen. In einer Idea-Meldung vom 06. Dezember 2009 wird eine weltweite und auch in Deutschland zu beobachtende Annährung zwischen der pfingstlich-charismatischen und evangelikalen Bewegung durch den Vorsitzenden des Arbeitskreises für evangelikale Theologie und Leiter der Forschungsgemeinschaft des Albrecht-Bengel-Hauses, Pfarrer Rolf Hille (Tübingen) konstatiert.
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Der Betreiber des Distomos.Blogspot übersetzt und veröffentlicht nach und nach alle 13 Kapitel des Buches New Neutralism II. Er schreibt:
Das Buch vermittelt einen Einblick in die Anfänge und Entwicklung des Neoevangelikalismus und ist ein aufschlussreiches Dokument evangelikaler Zeitgeschichte, das zum Nachsinnen und Durchdenken evangelikaler Positionen anregen soll.
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Worum geht es Christus, wenn Er in Matth7,1 sagt, das der nicht “richten” (krinō) soll, der nicht gerichtet werden will? Nicht selten wird diese Bibelstelle herangezogen, wenn konkrete Handlungen im Privatleben beurteilt werden. Schnell bringt es den Vorwurf der Diskriminierung (discriminare) oder Verurteilung ein. Mehr…