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		<title>Das Lied der Lieder</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 09:03:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Hohelied. Oft allegorisch auf Gott und Israel bzw. Christus und die Gemeinde hin ausgelegt. In einer wirklich empfehlenswerten Predigtserie in welcher das Hohelied &#8211; eigentlich das &#8220;Lied der Lieder&#8221; &#8211; Vers für Vers ausgelegt wird, dreht sich alles um Salomo und Sulamith. Was dabei heraus kommt, ist &#8211; ohne vorgreifen zu wollen &#8211; ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.apologet.de/wp-content/uploads/2010/08/wahre_liebe1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3043" title="wahre_liebe1" src="http://www.apologet.de/wp-content/plugins/image-shadow/cache/4ee210297df88fdc9f411d92f1e34c3f.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Hohelied. Oft allegorisch auf <em>Gott und Israel</em> bzw. <em>Christus und die Gemeinde</em> hin ausgelegt. In einer wirklich empfehlenswerten Predigtserie in welcher das Hohelied &#8211; eigentlich das &#8220;Lied der Lieder&#8221; &#8211; Vers für Vers ausgelegt wird, dreht sich alles um <em>Salomo und Sulamith</em>. Was dabei heraus kommt, ist &#8211; ohne vorgreifen zu wollen &#8211; ein Plädoyer für die Liebe zwischen Mann und Frau nach Gottes Vorstellung&#8230;</p>
<p><span id="more-2997"></span></p>
<p>Fortsetzung der Predigtserie hier: <em><a href="http://frogwords.de/hohelied" target="_blank">Frogwords.de</a></em></p>
<p><em><a href="http://frogwords.de//" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-3047" title="wahre_liebe2" src="http://www.apologet.de/wp-content/plugins/image-shadow/cache/3c15d728df70c410abbf3893ac79314f.jpg" alt="" width="636" height="640" /></a><br />
</em></p>
<p><strong>ähnliche Artikel</strong><br />
<a href="http://www.apologet.de/?p=3015"><em>KredoKonferenz 2010</em></a></p>
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	<itunes:summary>Das Hohelied. Oft allegorisch auf Gott und Israel bzw. Christus und die Gemeinde hin ausgelegt. In einer wirklich empfehlenswerten Predigtserie in welcher das Hohelied – eigentlich das “Lied der Lieder” – Vers für Vers ausgelegt wird, dreht sich alles um Salomo und Sulamith. Was dabei heraus kommt, ist – ohne vorgreifen zu wollen – ein Plädoyer für die Liebe zwischen Mann und Frau nach Gottes Vorstellung…

Fortsetzung der Predigtserie hier: Frogwords.de


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<itunes:subtitle>Das Hohelied. Oft allegorisch auf Gott und Israel bzw. Christus und die Gemeinde hin ausgelegt. In einer wirklich empfehlenswerten Predigtserie in welcher das Hohelied – eigentlich das “Lied der Lieder” – Vers für Vers ausgelegt wird, [...]</itunes:subtitle>
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		<title>Bill Hybels &#8211; …Für mich ist das immer noch eins der größten Rätsel</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 08:18:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>apologet</dc:creator>
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		<description><![CDATA[CrossChannel.de sprach für den Willow YouthPod mit Pastor Bill Hybels am Willow Creek Leitungskongress Karlsruhe (28.-30. Januar 2010) über das Thema Jugendarbeit und Mentoring. William Hybels, Gründer und leitender Pastor der Willow Creek Gemeinde in South Barrington, einem Vorort von Chicago und Hauptvertreter einer besucher- und bedürfnissorientierten Evangeliumsvermittlung. Das kann einen verrückt machen, nicht? Manche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://www.apologet.de/wp-content/plugins/image-shadow/cache/5991d6158fb44e640c29d8f779e88bd0.jpg" alt="" width="150" height="100" />CrossChannel.de sprach für den Willow YouthPod mit Pastor Bill Hybels am  Willow Creek Leitungskongress Karlsruhe (28.-30. Januar 2010) über das  Thema Jugendarbeit und Mentoring. William Hybels, Gründer und leitender Pastor der Willow Creek Gemeinde in South Barrington, einem Vorort von Chicago und Hauptvertreter einer besucher- und <em><a href="http://www.apologet.de/?p=2482" target="_blank">bedürfnissorientierten Evangeliumsvermittlung</a></em>.<span id="more-2807"></span></p>
<blockquote><p><em>Das kann einen verrückt machen, nicht? Manche Jugendliche sind  aus irgendeinem Grund wie auf Knopfdruck Feuer und Flamme für Gott. Und  direkt daneben sitzt jemand, und bei dem macht es einfach nicht „Klick“.  Vielleicht betest du gleich viel für beide und widmest ihnen gleich  viel Zeit …Für mich ist das immer noch eins der größten Rätsel – nicht  nur in der Jugend-, sondern auch in der Erwachsenenarbeit! Warum klappt  es bei manchen und bei anderen nicht?</em> <strong>Hybels</strong></p></blockquote>
<p><br />
Quelle: <a href="http://www.crosschannel.de/christliche-themen/willow-youthpod/8515-es-geht-ums-herz.htm" target="_blank"><em>Willow Youth Pod</em></a></p>
<p>Das Gleichnis des Sämann&#8217;s  aus Matthäus 13 (s.a. Mk4; Lk8) löst das Rätsel Hybels. Dort  ist die Rede von verschiedenen Böden.</p>
<p><strong>Der Same</strong> als das Wort vom Reich (V19, vgl. auch Lk8:11).  Christus greift damit u.a. ein Bild aus dem AT auf:</p>
<blockquote><p><em>Denn wie der Regen fällt und vom Himmel der Schnee und nicht dahin  zurückkehrt, sondern die Erde tränkt, sie befruchtet und sie sprießen  lässt, dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot dem Essenden, so wird  mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu  mir zurückkehren, sondern es wird bewirken, was mir gefällt, und  ausführen, wozu ich es gesandt habe.</em> <strong>Jesaja 55:10ff</strong></p></blockquote>
<p>Dieser Same besitzt die gesamte Dynamik (vgl. auch <a href="http://www.bibel-online.net/buch/59.jakobus/1.html#1,18" target="_blank"><em>Jak1:18</em></a>), eben wie bei dem  biologischen Prozeß, welchen Christus hier als Anschauungsbespiel benutzt.</p>
<p>Desweiteren beschreibt der Herr verschiedene Böden, auf welche der  Samen fällt:</p>
<ul>
<li><strong>felsiger Boden</strong> (V20) ist menschlich-emotionaler bzw.  religiöser Scheinglaube welcher nicht echt ist. Man kann diesen daran  erkennen, das solche Menschen solange &#8220;dabei&#8221; sind, solange kein  Problem, Schwierigkeit oder Leid auftaucht</li>
<li><strong>unter Dornen</strong> (V22) oberflächliche Scheinglaube ohne echte  Umkehr. Man kann diesen daran erkennen, das er nicht mit der Welt  brichet.</li>
<li><strong>gutes Erdreich</strong> (V23) ist der echte Glaube. Nicht alle  Gläubigen sind gleich fruchtbar, aber alle sind fruchtbar.</li>
</ul>
<p>Deutlich wird, das sich dieses Gleichnis unzweideutig an dem normalen  biologischen Vorgang orientiert. Die Art des Bodens entscheidet  darüber, ob der Same überhaupt austreibt bzw. wieviel Frucht er bringt.</p>
<p>Nicht der Boden entscheidet über seine Natur als felsiger, dorniger  oder guter Boden, sondern Gott selbst erwählt &#8211; in einer grundsätzlich gefallenen Schöpfung &#8211; bestimmte Böden, die Er wieder fruchtbar macht.</p>
<p>Man könnte auch das Gleichnis des guten Hirten aus Johannes 10 anführen.</p>
<blockquote><p><em>Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen  kennen mich, 15 wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. <strong>Und  ich lasse mein Leben für die Schafe.  [...] 26 Aber ihr glaubt nicht,  denn ihr seid nicht von meinen Schafen.</strong> 27 Meine Schafe hören meine  Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir;</em> <strong>Joh10:14</strong></p></blockquote>
<p>Wer nicht zu den Schafen gehört, hört weder die Stimme Jesu, noch ist  Er für diese Menschen gestorben. Deutlicher geht es kaum. Jesus ist für  die Erwählten Gottes in der gesamten menschlichen Geschichte gestorben &#8211;  nicht für alle Menschen. Die Lehraussage der begrenzten Versöhnung   (siehe <a href="http://www.apologet.de/?page_id=408" target="_blank"><em>hier</em></a>) fasst diese und diverse andere Aussagen der Schrift in einem prägnanten  Satz zusammen.</p>
<p>Oder wir schauen uns Johannes 17 an.</p>
<blockquote><p><em>Ich habe deinen Namen <strong>den Menschen offenbart, die du mir  gegeben hast.</strong> Sie waren dein und du hast sie mir gegeben, und sie  haben dein Wort bewahrt. &#8230;9 <strong>Ich bitte für sie und bitte nicht für  die Welt,</strong> sondern für die, die du mir gegeben hast; denn sie sind  dein.</em> <strong>Joh17:6</strong></p></blockquote>
<p>Der natürliche Mensch ist tot in seinen Sünden (<a href="http://www.bibel-online.net/buch/49.epheser/2.html#2,1" target="_blank"><em>Eph2:1ff</em></a>; <a href="http://www.bibel-online.net/buch/51.kolosser/2.html#2,13" target="_blank"><em>Kol2:13</em></a>)  bzw. kann als ein natürlicher Mensch ohne Christi Sinn nichts von  Gott vernehmen (<a href="http://www.bibel-online.net/buch/46.1-korinther/2.html#2,14" target="_blank"><em>1Kor2:14</em></a>).</p>
<p>sdg<br />
apologet</p>
<p><strong>ähnliche Artikel</strong><br />
calvinianum.de: <a href="http://www.calvinianum.de/Artikel/5_Punkte/3_Versoehnung.html" target="_blank"><em>Begrenzte Versöhnung</em></a></p>
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	<itunes:summary>CrossChannel.de sprach für den Willow YouthPod mit Pastor Bill Hybels am  Willow Creek Leitungskongress Karlsruhe (28.-30. Januar 2010) über das  Thema Jugendarbeit und Mentoring. William Hybels, Gründer und leitender Pastor der Willow Creek Gemeinde in South Barrington, einem Vorort von Chicago und Hauptvertreter einer besucher- und bedürfnissorientierten Evangeliumsvermittlung.
Das kann einen verrückt machen, nicht? Manche Jugendliche sind  aus irgendeinem Grund wie auf Knopfdruck Feuer und Flamme für Gott. Und  direkt daneben sitzt jemand, und bei dem macht es einfach nicht „Klick“.  Vielleicht betest du gleich viel für beide und widmest ihnen gleich  viel Zeit …Für mich ist das immer noch eins der größten Rätsel – nicht  nur in der Jugend-, sondern auch in der Erwachsenenarbeit! Warum klappt  es bei manchen und bei anderen nicht? Hybels

Quelle: Willow Youth Pod
Das Gleichnis des Sämann’s  aus Matthäus 13 (s.a. Mk4; Lk8) löst das Rätsel Hybels. Dort  ist die Rede von verschiedenen Böden.
Der Same als das Wort vom Reich (V19, vgl. auch Lk8:11).  Christus greift damit u.a. ein Bild aus dem AT auf:
Denn wie der Regen fällt und vom Himmel der Schnee und nicht dahin  zurückkehrt, sondern die Erde tränkt, sie befruchtet und sie sprießen  lässt, dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot dem Essenden, so wird  mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu  mir zurückkehren, sondern es wird bewirken, was mir gefällt, und  ausführen, wozu ich es gesandt habe. Jesaja 55:10ff
Dieser Same besitzt die gesamte Dynamik (vgl. auch Jak1:18), eben wie bei dem  biologischen Prozeß, welchen Christus hier als Anschauungsbespiel benutzt.
Desweiteren beschreibt der Herr verschiedene Böden, auf welche der  Samen fällt:

felsiger Boden (V20) ist menschlich-emotionaler bzw.  religiöser Scheinglaube welcher nicht echt ist. Man kann diesen daran  erkennen, das solche Menschen solange “dabei” sind, solange kein  Problem, Schwierigkeit oder Leid auftaucht
unter Dornen (V22) oberflächliche Scheinglaube ohne echte  Umkehr. Man kann diesen daran erkennen, das er nicht mit der Welt  brichet.
gutes Erdreich (V23) ist der echte Glaube. Nicht alle  Gläubigen sind gleich fruchtbar, aber alle sind fruchtbar.

Deutlich wird, das sich dieses Gleichnis unzweideutig an dem normalen  biologischen Vorgang orientiert. Die Art des Bodens entscheidet  darüber, ob der Same überhaupt austreibt bzw. wieviel Frucht er bringt.
Nicht der Boden entscheidet über seine Natur als felsiger, dorniger  oder guter Boden, sondern Gott selbst erwählt – in einer grundsätzlich gefallenen Schöpfung – bestimmte Böden, die Er wieder fruchtbar macht.
Man könnte auch das Gleichnis des guten Hirten aus Johannes 10 anführen.
Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen  kennen mich, 15 wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und  ich lasse mein Leben für die Schafe.  [...] 26 Aber ihr glaubt nicht,  denn ihr seid nicht von meinen Schafen. 27 Meine Schafe hören meine  Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; Joh10:14
Wer nicht zu den Schafen gehört, hört weder die Stimme Jesu, noch ist  Er für diese Menschen gestorben. Deutlicher geht es kaum. Jesus ist für  die Erwählten Gottes in der gesamten menschlichen Geschichte gestorben –  nicht für alle Menschen. Die Lehraussage der begrenzten Versöhnung   (siehe hier) fasst diese und diverse andere Aussagen der Schrift in einem prägnanten  Satz zusammen.
Oder wir schauen uns Johannes 17 an.
Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir  gegeben hast. Sie waren dein und du hast sie mir gegeben, und sie  haben dein Wort bewahrt. …9 Ich bitte für sie und bitte nicht für  die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast; denn sie sind  dein. Joh17:6
Der natürliche Mensch ist tot in seinen Sünden (Eph2:1ff; Kol2:13)  bzw. kann als ein natürlicher Mensch ohne Christi Sinn nichts von  Gott vernehmen [...]</itunes:summary>
<itunes:subtitle>CrossChannel.de sprach für den Willow YouthPod mit Pastor Bill Hybels am Willow Creek Leitungskongress Karlsruhe (28.-30. Januar 2010) über das Thema Jugendarbeit und Mentoring. William Hybels, Gründer und leitender Pastor der Willow Creek [...]</itunes:subtitle>
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		<title>Komapatient: Evangelikaler erwacht nach über dreißig Jahren&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 16:52:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>apologet</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Peter Schmiedeke, Angehöriger einer &#8211; 1976 noch sehr kleinen &#8211; evangelikalen Gemeinde ist nach über dreißig Jahren aus dem Koma erwacht. Nach einer Zeit der Rehabilitation und Gewöhnung an die veränderte Alltagswelt, besucht er heute wieder wie früher den Gottesdienst und andere Veranstaltungen seiner damaligen Gemeinde. Diese ist inzwischen stark gewachsen und in ein neu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://www.apologet.de/wp-content/plugins/image-shadow/cache/7dc1dda00ce46aea5baec7a9620f48eb.jpg" alt="" width="150" height="100" />Peter Schmiedeke, Angehöriger einer &#8211; 1976 noch sehr kleinen &#8211; evangelikalen Gemeinde ist nach über dreißig Jahren aus dem Koma erwacht. Nach einer Zeit der Rehabilitation und Gewöhnung an die veränderte Alltagswelt, besucht er heute wieder wie früher den Gottesdienst und andere Veranstaltungen seiner damaligen Gemeinde. Diese ist inzwischen stark gewachsen und in ein neu gebautes Zentrum mit einer großen Bühne und viel Technik umgezogen ist. Er kennt nur noch einige wenige der alten Mitglieder.<span id="more-2773"></span></p>
<p>Letzten Sonntag berichteten einige Mitarbeiter begeistert von dem <em>„Willow-Creek Leitungskongress“</em> 2010 in Karsruhe und bei den weiteren Bekanntmachungen macht der Moderator auf das <em>„Jahr der Stille“</em> und den laufenden <em>„Alpha-Kurs“</em> aufmerksam. Bei dem beim letzten Treffen habe sich eine Teilnehmerin für <em>„Jesus entschieden und sei wiedergeboren“</em>, zwei weitere Teilnehmer haben die <em>„Geistestaufe“</em> erlebt. Wer Interesse an einer Mitarbeit habe, solle sich bei ihm melden, es würden noch Küchemitarbeiter gesucht.</p>
<p>ln der Gebetszeit spielt die <em>„Lobpreisband“</em> einige rockige <em>„Worship-Lieder“</em>, lediglich zum Abschluss spricht der Leiter ein kurzes Gebet. Als Einleitung für die etwa 20 Minuten dauernde Predigt führt die Jugend ein <em>„Phanomime-Stück“</em> &#8211; bereichert durch einige <em>„Tanzelemente“</em> und <em>„Videoclips“</em> &#8211; auf.</p>
<p>Die Predigt selbst behandelt das Thema „Mission“ unter einem ganzheitlichen Gesichtspunkt, und die <em>„Pastorin“</em> ruft die Gemeinde ganz im Sinne der <em>„Emerging Church“</em> auf, nicht mehr „missionarisch“ oder „evangelistisch“ tätig, sondern <em>„missional</em>“ zu sein. Als Abkündigung informiert sie darüber, das zu Ostern keine Predigt stattfindet, sondern eine professionelle Theatergruppe<em><em> </em> </em>das <em>„Theaterstück“</em>: Plan C &#8211; Die letzten Tage Christi aufführen, also das Thema darstellerisch umsetzen werde. Dies sei eine hervorragende Gelegenheit Freunde und Bekannte einzuladen, da die Hemmschwelle wesentlich niedriger sei.</p>
<p>Nach dem Gottesdienst schaut er am Büchertisch vorbei und entdeckt in der Auslage das Buch <em>„die Hütte“</em>, das ihm empfohlen wird um das Wesen Gottes ganz neu zu entdecken. Als geistliche Lebenshilfe, um sich auf Gott spirituell und meditativ einzulassen, werden die Ratgeber des katholischen Priesters und Mystikers <em>„Anselm Grün“</em>, durch die Werbung evangelikaler Verlage angepriesen.</p>
<p>Dem ehemaligen Komapatienten wird schwindelig und er beginnt sich zu fragen, ob er an den Spätfolgen des Komas leidet&#8230; oder ob er sich in einer vollkommen anderen geistlichen Realität befindet&#8230; genau jene Inhalte &#8211; bspw. Gefahren des „New Age“ &#8211; vor denen er selbst damals in Jugendstunden gewarnt hat, werden heute von den führenden Leitern der evangelikalen Bewegung vertreten und propagiert&#8230;</p>
<p><strong>Stell&#8217; Dir vor:</strong> Du wärst z.B. im Jahr 1976 ins Koma gefallen und im Jahr 2010, nach über dreißig Jahren aus diesem erwacht&#8230;</p>
<p>(<em>Name und Handlung frei erfunden, inspiriert durch eine Predigteinleitung von Dr. W. Nestvogel</em>)</p>
<p>Dr. Wolfgang Nestvogel &#8211; &#8220;Unwiderstehlich&#8221; &#8211; Hoffnung zieht Kreise &#8230; (Bibeltage 2010 &#8211; Die Botschaft des 1. Petrusbriefes)<br />
</p>
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Bibelbund: <a href="http://www.bibelbund.de/htm/2000-4-284.htm" target="_blank"><em>Konzeption   und Trends in der Gemeindewachstumsbewegung</em></a><br />
Bible-only.org: <a href="http://www.bible-only.org/german/Gemeindewachstumsbewegung.pdf" target="_blank"><em>Die Gemeindewachstumsbewegung &#8211; Versuch einer   Analyse</em></a><br />
KfG: <a href="http://www.kfg.org/download/artikel/Johnson_Emerging_Church.pdf" target="_blank"><em>Die postmodernen Irrtümer der „Emerging Church“ (ungekürzter Artikel)</em></a><br />
KfG: <a href="http://www.kfg.org/download/artikel/plock-saddleback.pdf"><em>KIRCHE   MIT VISION &#8211; Gemeinde, die den Auftrag Gottes lebt – ODER: Hat Rick   Warren wirklich den „Intel-Chip“ gefunden?</em></a><br />
LebensQuellen: <a href="http://www.lebensquellen.de/?p=89" target="_blank"><em>Die   “Emerging Chu</em><em>rch” und ihre falschen Alternativen</em></a><br />
<a href="../?p=2282" target="_blank"><em>Martyn   Lloyd-Jones – biblische Evangelisation</em></a><br />
<a href="../?p=428" target="_blank"><em>Verlustanzeige:   Das verkündigte Wort</em></a><br />
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	<itunes:summary>Peter Schmiedeke, Angehöriger einer – 1976 noch sehr kleinen – evangelikalen Gemeinde ist nach über dreißig Jahren aus dem Koma erwacht. Nach einer Zeit der Rehabilitation und Gewöhnung an die veränderte Alltagswelt, besucht er heute wieder wie früher den Gottesdienst und andere Veranstaltungen seiner damaligen Gemeinde. Diese ist inzwischen stark gewachsen und in ein neu gebautes Zentrum mit einer großen Bühne und viel Technik umgezogen ist. Er kennt nur noch einige wenige der alten Mitglieder.
Letzten Sonntag berichteten einige Mitarbeiter begeistert von dem „Willow-Creek Leitungskongress“ 2010 in Karsruhe und bei den weiteren Bekanntmachungen macht der Moderator auf das „Jahr der Stille“ und den laufenden „Alpha-Kurs“ aufmerksam. Bei dem beim letzten Treffen habe sich eine Teilnehmerin für „Jesus entschieden und sei wiedergeboren“, zwei weitere Teilnehmer haben die „Geistestaufe“ erlebt. Wer Interesse an einer Mitarbeit habe, solle sich bei ihm melden, es würden noch Küchemitarbeiter gesucht.
ln der Gebetszeit spielt die „Lobpreisband“ einige rockige „Worship-Lieder“, lediglich zum Abschluss spricht der Leiter ein kurzes Gebet. Als Einleitung für die etwa 20 Minuten dauernde Predigt führt die Jugend ein „Phanomime-Stück“ – bereichert durch einige „Tanzelemente“ und „Videoclips“ – auf.
Die Predigt selbst behandelt das Thema „Mission“ unter einem ganzheitlichen Gesichtspunkt, und die „Pastorin“ ruft die Gemeinde ganz im Sinne der „Emerging Church“ auf, nicht mehr „missionarisch“ oder „evangelistisch“ tätig, sondern „missional“ zu sein. Als Abkündigung informiert sie darüber, das zu Ostern keine Predigt stattfindet, sondern eine professionelle Theatergruppe  das „Theaterstück“: Plan C – Die letzten Tage Christi aufführen, also das Thema darstellerisch umsetzen werde. Dies sei eine hervorragende Gelegenheit Freunde und Bekannte einzuladen, da die Hemmschwelle wesentlich niedriger sei.
Nach dem Gottesdienst schaut er am Büchertisch vorbei und entdeckt in der Auslage das Buch „die Hütte“, das ihm empfohlen wird um das Wesen Gottes ganz neu zu entdecken. Als geistliche Lebenshilfe, um sich auf Gott spirituell und meditativ einzulassen, werden die Ratgeber des katholischen Priesters und Mystikers „Anselm Grün“, durch die Werbung evangelikaler Verlage angepriesen.
Dem ehemaligen Komapatienten wird schwindelig und er beginnt sich zu fragen, ob er an den Spätfolgen des Komas leidet… oder ob er sich in einer vollkommen anderen geistlichen Realität befindet… genau jene Inhalte – bspw. Gefahren des „New Age“ – vor denen er selbst damals in Jugendstunden gewarnt hat, werden heute von den führenden Leitern der evangelikalen Bewegung vertreten und propagiert…
Stell’ Dir vor: Du wärst z.B. im Jahr 1976 ins Koma gefallen und im Jahr 2010, nach über dreißig Jahren aus diesem erwacht…
(Name und Handlung frei erfunden, inspiriert durch eine Predigteinleitung von Dr. W. Nestvogel)
Dr. Wolfgang Nestvogel – “Unwiderstehlich” – Hoffnung zieht Kreise … (Bibeltage 2010 – Die Botschaft des 1. Petrusbriefes)

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<itunes:subtitle>Peter Schmiedeke, Angehöriger einer – 1976 noch sehr kleinen – evangelikalen Gemeinde ist nach über dreißig Jahren aus dem Koma erwacht. Nach einer Zeit der Rehabilitation und Gewöhnung an die veränderte Alltagswelt, besucht er heute [...]</itunes:subtitle>
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		<title>Brian D. McLaren &#8211; Alles muss sich verändern</title>
		<link>http://www.apologet.de/?p=2539</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 22:37:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>apologet</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Buchrezension Dr. Martin Erdmann über Brian McLarens &#8220;Alles muss sich verändern&#8221;: hier L&#8217;Abri &#8211; Rüdiger Sumann – Emerging Church (2007) ähnliche Artikel Dr. W. Nestvogel: Evangelisation in der Postmoderne &#8211; Wie Wahrheit den Pluralismus angreift… Phil Johnson: Die postmodernen Irrtümer der „Emerging Church“ Distomos.Blogspot: Postmoderne Christen unterwegs: Auf schmalem Pfad oder auf breiten Irrwegen? TheoBlog: [...]]]></description>
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<p><strong>Buchrezension</strong><br />
Dr. Martin Erdmann über Brian McLarens &#8220;Alles muss sich verändern&#8221;: <a href="http://nuntia.de/pdf/Emergent_Church/20100109.pdf" target="_blank"><em>hier</em></a></p>
<p><strong>L&#8217;Abri &#8211; Rüdiger Sumann</strong> – Emerging Church (2007)<br />

<p><strong>ä</strong><strong>hnliche Artikel</strong><br />
Dr. W. Nestvogel: <a href="http://www.clv-server.de/pdf/255968.pdf" target="_blank"><em>Evangelisation in der Postmoderne &#8211; Wie Wahrheit den Pluralismus angreift…</em></a><br />
Phil Johnson: <a href="http://www.kfg.org/download/artikel/Johnson_Emerging_Church.pdf" target="_blank"><em>Die postmodernen Irrtümer der „Emerging Church“</em></a><br />
Distomos.Blogspot: <a href="http://distomos.blogspot.com/search?q=brian+mclaren" target="_blank"><em>Postmoderne Christen unterwegs: Auf  schmalem Pfad oder auf breiten Irrwegen? </em></a><br />
TheoBlog: <a href="http://www.theoblog.de/brian-mclaren-eine-neue-form-des-christentums/7326/" target="_blank"><em>Brian McLaren: Eine neue Form des Christentums</em></a><br />
<a href="http://www.apologet.de/?p=310" target="_blank"><em>Alphakurs – eine missionarische Chance?</em></a></p>
<p><a href="http://www.cbuch.de/product_info.php/info/p2530_Ebertsh-user--Emerging-Church---Aufbruch----.html" target="_blank"><img class="alignnone" src="http://www.apologet.de/wp-content/plugins/image-shadow/cache/c2fa430fb2482c648bf607b1fbf5c01a.jpg" alt="" width="100" height="150" /></a> <a href="http://www.cbuch.de/product_info.php/info/p2426_Carson--Die-Emerging-Church.html" target="_blank"><img class="alignnone" src="http://www.apologet.de/wp-content/plugins/image-shadow/cache/f32c5c8064f8cf53e3545a7abc706bb6.jpg" alt="" width="100" height="150" /></a></p>
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Buchrezension
Dr. Martin Erdmann über Brian McLarens “Alles muss sich verändern”: hier
L’Abri – Rüdiger Sumann – Emerging Church (2007)

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<itunes:subtitle>Buchrezension Dr. Martin Erdmann über Brian McLarens “Alles muss sich verändern”: hier L’Abri – Rüdiger Sumann – Emerging Church (2007) ähnliche Artikel Dr. W. Nestvogel: Evangelisation in der Postmoderne – Wie Wahrheit den [...]</itunes:subtitle>
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		<title>Sprachenrede &#8211; einfache Fremdsprachen oder ekstatisches Reden</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 21:25:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>apologet</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Neuen Testament wird einige, wenige Male ein Phänomen thematisiert, welches für sich genommen, als nicht besonders spektakulär zu bezeichnen ist: Das Reden in Fremdsprachen. In der pfingst-/charismatischen Bewegung wird eine gewisse (religions- und kultübergreifende) Praktik, die sogenannte Zungenrede bzw. Sprachenrede, auch Glossolalie (von altgr. γλῶσσα (glôssa), „Zunge, Sprache“ und λαλέω (laleô), „sprechen, reden“) damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://www.americanethnography.com/img/russell-lee/16-2907a.gif" alt="" width="150" height="115" />Im Neuen Testament wird einige, wenige Male ein Phänomen thematisiert, welches für sich genommen, als nicht besonders spektakulär zu bezeichnen ist: <em>Das Reden in Fremdsprachen</em>. In der pfingst-/charismatischen Bewegung wird eine gewisse (religions- und kultübergreifende) Praktik, die sogenannte Zungenrede bzw. Sprachenrede, auch Glossolalie (von altgr. γλῶσσα  (glôssa), „Zunge, Sprache“ und λαλέω  (laleô), „sprechen, reden“) damit identifiziert. Außerhalb dieser Bewegung steht man dieser Meinung äußerst kritisch gegenüber und verbindet mit dem Reden in fremden Sprachen in erster Hinsicht die verschiedenen Zeichen aus Mk16,17.<span id="more-2412"></span></p>
<p><strong>Kernsätze pfingstlich/charismatischer Lehre</strong></p>
<ul>
<li>Erweis der sogenannten Geistestaufe</li>
<li>persönliche Gebetssprache</li>
<li>der Verstand ist ausgeschaltet</li>
<li>unbekannte Sprache</li>
<li>geistliche Kriegsführung</li>
<li>Fürbitte</li>
<li>wenn die Worte fehlen/Geheimnise</li>
<li>mit Auslegung auch Botschaften</li>
</ul>
<p>Was man zunächst feststellt, wenn man sich diesem Thema nähert ist, das im Wesentlichen sechs Bibelstellen, und ein ganzes Kapitel zu diesem Thema existieren. Das ist nicht wirklich viel. Zudem das Kapitel 14 des 1Korintherbriefes eine Kritik am Umgang mit dieser Thematik darstellt. Die erste Bibelstelle zu diesem Thema findet sich darüber hinaus im AT. Wenn man die Bibelstellen betrachtet, stellt sich die Frage, woher die pfingstlich/charismatischen Lehren stammen.</p>
<ul>
<li><strong>Jesaja 28,11 (s.a. 5Mo28,49; Jeremia 5,15)</strong></li>
<li><strong>Markus 16,15ff</strong></li>
<li><strong>Apostelgeschichte 2,1-21</strong></li>
<li><strong>Apostelgeschichte 10,44-48</strong></li>
<li><strong>Apostelgeschichte 19,1-7</strong></li>
<li><strong>1Korinther 12-14</strong></li>
</ul>
<p><strong>Textbetrachtung Jesaja 28,11</strong></p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;">10 <em>Erwarte Drangsal auf Drangsal, Hoffnung auf Hoffnung, noch ein bisschen, noch ein bisschen (Zeit) 11 wegen der Verachtung(, die) von den Lippen (floss) in einer anderen Sprache, denn sie werden zu diesem Volk sprechen 12 und ihm sagen: Dies ist die Erholung für den, der Hunger hat, und dies ist die Zerschmetterung, und sie wollten nicht hören.</em></span> <strong>Septuaginta Deutsch</strong></p></blockquote>
<p><em>Situation:</em> Im Zusammenhang dieser Textstelle wird dem Leser mitgeteilt, daß Israel das Reden Gottes – offensichtlich das der Propheten – als “<em>kindlich</em>” abgelehnt und sich von Gott abgewandt hat. Jesaja, ein Prophet, warnte vor der Eroberung und Zerstreuung Israels. Die Assyrirer eroberten Israel und die Israeliten hörten diese unter sich reden [SPRACHE, BOTSCHAFT und ZEICHEN], dies war die Bestätigung des angekündigten Gerichtes durch Jesaja, weil Israel Gottes Wort abgelehnt hatte. Das alles spielte sich ca. 700 Jahre v. Chr. ab. Alttestamentliche Begebenheiten werden im Hebräerbrief als Schatten auf  die neutestamentliche Erfüllung beschrieben.</p>
<p><em>Drei grundlegende &amp; wiederkehrende Merkmale</em>:</p>
<ul>
<li><strong>BOTSCHAFT </strong>konkrete, faßbare Information (hier: Umkehr zu Gott oder Gericht -&gt; Christus V16), Verkündigung, Predigt, Lob Gottes</li>
<li><strong>ZEICHEN </strong>Bestätigung, Legitimation  (hier: Gerichtsandrohung)</li>
<li><strong>SPRACHE </strong>verständlich, irdisch (hier: Assyrisch)</li>
</ul>
<p>Wir machen jetzt einen Sprung von  – wie gesagt – ca. 700 Jahren in die Zukunft, direkt zu den letzten Augenblicken vor der Himmelfahrt:</p>
<p><strong>Textbetrachtung </strong><strong>Markus 16,15ff</strong></p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;"><em>15 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. 16 Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. 17 Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden, 18 Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird&#8217;s ihnen nicht schaden; auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird&#8217;s besser mit ihnen werden.</em></span> <strong>LUT</strong></p></blockquote>
<p>Immer davon ausgehend, das man bei der Auslegung biblischer Texte mit verschiedenen, vernünftigen Fragestellungen herangehen sollte (zu wem sagt wer, was, wann in welchem Zusammenhang etc.), läßt sich – nach meinem Verständnis – in dieser Bibelstelle mindestens ein grundlegender <strong>ZWECK </strong>der neutestamentlichen GABE des Redens in anderen (FREMD-)SPRACHEN  erkennen.</p>
<p><em>Situation:</em> Christus spricht hier zu den elf Jüngern/Aposteln (Juden! 1Kor1,21ff) am Ende der gemeinsamen dreijährigen Reise und fährt gleich zum Himmel auf. Er spricht nicht zu den 70 Jüngern, erst recht nicht zu all denen die ihm im Verlauf der letzten Jahre gefolgt sind. Dies ist eine Prophetie für die Apostel. Von der Erfüllung dieser Prophetie lesen wir bereits in Vers 20 (bereits Vergangenheit, s. a. Heb2,4)! Auch die Parallelstelle in Lukas 24,48 zeigt, daß hier explizit die Apostel gemeint sind.</p>
<p>Er sendet an dieser Stelle konkret die anwesendes Apostel mit einem Missionsauftrag aus, um erstens das Evangelium der gesamten Schöpfung zu verkündigen [<em>BOTSCHAFT</em>] und verbindet dies zweitens mit einer Prophetie über begleitende <em>ZEICHEN</em>, zu welchen neben dem Austreiben von Dämonen (Apg16,18), Schlangen aufheben (Apg28,5), Schwachen die Hände aufzulegen (Apg9,12) eben auch drittens das Reden in <em>FREMDSPRACHEN </em>(Apg2,4) gehörte.</p>
<p><em>Merkmale</em>:</p>
<ul>
<li><em>BOTSCHAFT </em>vom Reich Gottes, die gute Nachricht, Christus ist das Wesentliche in diesem Text, auch hier: Umkehr oder Gericht</li>
<li><em>ZEICHEN </em>zur Bestätigung und Legitimation von neuen Botschaften und den Übermittlern, hier dem Evangelium und den Aposteln. Paulus weist in 2Kor12,12 konkret auf den Zweck von Zeichen hin!</li>
<li><em>SPRACHE </em>nicht mehr nur Hebräisch wie bisher, sondern der ganzen Schöpfung in vielen neuen Sprachen</li>
</ul>
<p>In der Apostelgeschichte 1,8 führt Lukas den Auftrag der Mission noch ein wenig detaillierter aus. In diesem kurzen Textabschnitt finden wir weitere interessante Aspekte. Wenn wir in Jesaja28,11 die Verheißung im AT finden, knüpft Christus in Markus16,15 und Apg1,8  daran an bzw. erneuert diese, lesen wir in Apg2, Apg8, 14, Apg10,44 und Apg19 von der Erfüllung. In der weiteren Stelle in 1Kor12-14 korrigiert Paulus die Handhabung.</p>
<p><strong>Textbetrachtung </strong><strong>Apostelgeschichte 2,1ff</strong></p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;"><em>1 Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an &#8220;einem&#8221; Ort beieinander. 2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen. 5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. 6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. 7 Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa? 8 Wie hören wir denn jeder seine eigene Muttersprache? 9 Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien und Judäa, Kappadozien, Pontus und der Provinz Asien, 10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Einwanderer aus Rom, 11 Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie in unsern Sprachen von den großen Taten Gottes reden. 12 Sie entsetzten sich aber alle und wurden ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? 13 Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll von süßem Wein. </em><strong><span style="color: #000000;">LUT</span></strong><em><br />
</em></span></p></blockquote>
<p><em>Situation</em>: Wie Jesus es ihnen vor seiner Himmelfahrt befohlen hatte, blieben die Jünger/Apostel in Jerusalem und waren am jüdischen Pfingstfest alle zusammen als sich die Verheißungen sowohl des Propheten Joel, wie auch Jesaja erfüllten.</p>
<p><em>Merkmale</em>:</p>
<ul>
<li><em>BOTSCHAFT </em>verkündigt wurden die großen Taten Gottes, bzw. Christus denn Juden und explizit auch den Proselyten/Konvertiten in Jerusalem, wieder: Umkehr oder Gericht</li>
<li><em>ZEICHEN </em>um die Erfüllung der Verheißung des Herrn an die Apostel (Markus 16), und den Juden die es verstanden an Israel (Jesaja28) zu bestätigen, wurde als Zeichen des Gerichts (Ablehnung von Christus) offensichtlich erkannt, da es sie entsetzte, Gottes Wort in anderen Sprachen als Hebräisch zu hören. Wenige Jahre später (66-70n.Chr) wurde Jerusalem zerstört und die Juden zerstreut.</li>
<li><em>SPRACHE </em>es waren alles bekannte menschliche Sprachen und eine bewußte Verkündigung derjenigen, die in den für sie fremden und nicht erlernten Sprachen redeten bzw. predigten.</li>
</ul>
<p><strong>Textbetrachtung </strong><strong>Apostelgeschichte 10,44</strong>ff</p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;"><em>44 Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige  Geist auf alle, die das Wort hörten. 45 Und alle Gläubigen aus der  Beschneidung, die mit Petrus gekommen waren, gerieten außer sich vor  Staunen, daß die Gabe des Heiligen Geistes auch über die Heiden  ausgegossen wurde. 46 Denn sie hörten sie in Sprachen reden und Gott  hoch preisen. Da ergriff Petrus das Wort: 47 Kann auch jemand diesen das  Wasser verwehren, daß sie nicht getauft werden sollten, die den  Heiligen Geist empfangen haben gleichwie wir? 48 Und er befahl, daß sie  getauft würden im Namen des Herrn. Da baten sie ihn, etliche Tage zu  bleiben. </em><span style="color: #000000;"><strong>LUT</strong></span><br />
</span></p></blockquote>
<p><em>Situation</em>: Petrus verkündigt das Evangelium in Judäa nachdem er von Gott auf eindrückliche Weise überzeugt worden ist (Situation Mischlinge/Samariter-Heiden). Die ersten Heiden werden zur Gemeinde hinzugefügt (in den Leib hinein getauft, 1Kor12,13) und das ohne vorherige Konvertierung zum Judentum (Beschneidung=Zeichen). Ein wenig später findet aus diesem Grund sogar ein Konzil in Jerusalem statt (Apg15).</p>
<p><em>Merkmale</em>:</p>
<ul>
<li><em>BOTSCHAFT </em>Das Evangelium gilt im vollen Umfang auch den Heiden, was jedoch erst nach massiver Überzeugungsarbeit Gottes “akzeptiert” wird</li>
<li><em>ZEICHEN </em>um Gottes Hinwendung  zu den Völkern zu bestätigen: die Gläubigen aus den Juden mußten anerkennen, das Gott keinen Unterschied mehr zwischen Juden und Heiden machte, denn sie hörten sie in anderen Sprachen reden, es war offensichtlich das sie wiedergeboren waren, da sie sichtbar den Heiligen Geist empfangen hatten.</li>
<li><em>SPRACHE </em>wieder offensichtlich menschliche Sprachen, welche die Redenden zwar nicht kannten und gelernt hatten, aber den Juden bekannt waren (nicht unwahrscheinlich Hebräisch oder/und Aramäisch, ansonsten sprachen die Heiden Koine), da sie die Heiden Gott “hoch preisen” hörten.</li>
</ul>
<p><strong>Textbetrachtung </strong><strong>Apostelgeschichte 19,1ff</strong></p>
<blockquote><p><em><span style="color: #3366ff;">1 Es geschah aber, während Apollos in Korinth war, daß  Paulus, nachdem er die höhergelegenen Gebiete durchzogen hatte, nach  Ephesus kam. Und als er einige Jünger fand, 2 sprach er zu ihnen: Habt  ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie aber  antworteten ihm: Wir haben nicht einmal gehört, daß der Heilige Geist da  ist! 3 Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie  aber erwiderten: Auf die Taufe des Johannes. 4 Da sprach Paulus:  Johannes hat mit einer Taufe der Buße getauft und dem Volk gesagt, daß  sie an den glauben sollten, der nach ihm kommt, das heißt an den  Christus Jesus. 5 Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den  Namen des Herrn Jesus. 6 Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam  der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten. 7  Es waren aber im ganzen etwa zwölf Männer.</span></em> <strong>LUT</strong></p></blockquote>
<p><em>Situation</em>: Paulus begegnete auf seiner Missionsreise in Ephesus einer Gruppe von Männern die sich als “Jünger” betrachteten, aber als er sie fragte, ob sie bereits mit dem Heiligen Geist getauft wären, war ihnen unbekannt, das die Ausgießung bereits geschehen ist.</p>
<p><em>Merkmale</em>:</p>
<ul>
<li><em>BOTSCHAFT </em>nicht mehr die Bußtaufe des Johannes welche ein äußeres Zeichen der Identifikation mit dem gottesfürchtigen Israel war, sondern die Geistestaufe des Herrn welche zur Gemeinde hinzutat</li>
<li><em>ZEICHEN </em>um den neuen Zeitabschnitt zu bestätigen: Der alte Bund ist durch den neuen Bund ersetzt, das Reden in anderen Sprachen bezeugte die verheißene Taufe des Herrn bzw. die Wiedergeburt.</li>
<li><em>SPRACHE </em>wieder ist nichts anderes erkennbar, als daß es sich wohl um menschliche Sprachen und kein ekstatisches Lallen handelte, die die Redenden nicht kannten.</li>
</ul>
<p>Predigt von Dr. W. Nestvogel über Apg19,1-7<br />
</p>
<p>Es existieren nun diese drei Fälle in der Apostelgeschichte in denen Menschen in anderen Sprachen (keine unbekannten Sprachen!) redeten und Gott verkündigten, jedesmal als Zeichen für die Juden, da der Glaube der Juden von Forderungen nach Zeichen gekennzeichnet war (Lk16,19-31; Joh12,37 Apg2,1-11, 10,44-46; 19,6-8, 1Kor1:22, 1Kor14:22). Und zwar einerseits als ein Gerichtszeichen für Israel (Jes28,11).  Israel hat seinen Messias abgelehnt und andererseits als Zeichen der  Hinwendung Gottes zu den Heiden. Die Reaktion eines Teils der Juden zu  Pfingsten war dann ja auch Entsetzen (Apg2,12, Apg22,21-22). Darunter ist meines Erachtens das Sprachenreden der Heiden  einzuordnen (Apg10,44-48), da es den Juden weiterhin zeigte, daß Gott  auch diesen den Heiligen Geist gab bzw. diese wiedergeboren und errettet  wurden.</p>
<p>In zweiter Hinsicht hat Gott die Sprachenrede nach  Apg2,4 benutzt, um Christus zu verkündigen, zu predigen. Bei den  Korinthern bemängelt Paulus später das Durcheinander der Sprachenrede und das  es keiner verstand, womit dieser Zweck nicht erfüllt werden konnte. Daher kann das Reden in fremden Sprachenrede, nach meinem Verständnis, offensichtlich auch als  Offenbarungsgabe, neben der Prophetie und der Erkenntnisrede  eingeordnet werden. Das Neue Testament lag in den Gemeinden noch nicht vor und  diese waren auf direktes Reden Gottes angewiesen.</p>
<p>Im 1Korintherbrief finden wir – unter dem Gesichtspunkt der Kritik an den Korinthern, sowohl bei der Anwendung wie auch der grundsätzlichen Haltung zu den Dienstgaben – eine Liste von geistlichen (Wunder/Zeichen-) Gaben, welche von den anderen Aufzählungen eklatant abweicht. Interessant und auffällig ist, daß ausschließlich  die (fleischlichen) Korinther Korrektur beim Umgang mit diesen Gaben brauchten. Entweder gab es diese Gaben in den anderen Gemeinden nicht, oder es Bestand dort diesbezüglich weder Lehr- noch Korrekturbedarf.</p>
<p><strong>Textbetrachtung </strong><strong>1Korinther 12,27</strong>[80]</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #3366ff;">27 Ihr aber seid [der] Leib des Christus, und jeder ist ein  Glied [daran] nach seinem Teil. 28 Und Gott hat in der Gemeinde etliche  eingesetzt, erstens als Apostel, zweitens als Propheten, drittens als  Lehrer; sodann Wunderkräfte, dann Gnadengaben der Heilungen, der  Hilfeleistung, der Leitung, verschiedene Sprachen. 29 Sind etwa alle  Apostel? Sind etwa alle Propheten? Sind etwa alle Lehrer? Haben etwa  alle Wunderkräfte? 30 Haben alle Gnadengaben der Heilungen? Reden alle  in Sprachen? Können alle auslegen? 31 Strebt aber eifrig nach den  vorzüglicheren Gnadengaben, und ich will euch einen noch weit  vortrefflicheren Weg zeigen: <strong>13</strong>,1 Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete,  aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende  Schelle. „…“ 13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;  die größte aber von diesen ist die Liebe.</span></em> <strong>LUT</strong></p></blockquote>
<p><em>Situation</em>: Die Gemeinde in Korinth wurde vom Apostel Paulus auf seiner zweiten Missionsreise (Apg 18) gegründet. Nachdem die dortigen Juden das Evangelium mehrheitlich ablehnten, wandte er sich den Heiden zu und blieb ca. 1 ½ Jahre. Korinth war zur damaligen Zeit ein richtiges „Sündenbabel“. Der erste Korintherbrief ist eine Antwort auf einen Brief der Korinther, in welchem diese von vielen Problemen berichteten und Lehrfragen gestellt haben.</p>
<p>Wenn man sich an den Anfang des Korintherbriefes erinnert, war es insbesondere für „Juden“[Matth12,39] kennzeichnend, Zeichen zu „fordern“ und nicht auf das Wort der Propheten, den Tanach, die Bibel zu vertrauen. Ihre Haltung war es, das sie erst dann glauben wollten, wenn sie Zeichen sähen. Nun wurden auch von den Korinthern, Paulus nennt sie „fleischlich“ und „Kinder im Glauben“ (1Kor3,1ff), Zeichen zu einer Hauptsache erhoben. Der 1Korintherbrief ist also in erster Linie ein Brief der Zurechtweisung und Korrektur einer konkreten historischen – und hier von Bedeutung – heidenchristlichen Gemeinde.</p>
<p>Die Korinther – ehemalige Götzendiener – haben das Entscheidende und Ewige mit dem Sekundären und Zeitweiligen vertauscht. Nicht die Vielfalt, sondern das Außergewöhnliche: “Zeichen”, “Wunder”, “Gaben” bzw. “Ämtern”, nicht aber die Liebe zu anderen war ihnen wichtig. Einzelne taten sich hervor und definierten sich z.B. über Ämter oder Gaben, soweit, daß es zu Spaltungen kam.</p>
<p>Genau dies kritisiert Paulus in 1Kor12,27ff. Nicht Gaben an sich, oder dem Wunsch Gaben zu haben wird hier kritisiert, sondern die falsche Prioritätensetzung und Intention.</p>
<ul>
<li><em>BOTSCHAFT </em>der Heilige Geist offenbart sich immer zum Nutzen aller, nicht jeder hat dieselbe Gabe</li>
<li><em>SPRACHE </em>verschiedene Sprachen, kein Wort davon das keine menschliche Sprachen waren, welche die Redenden nicht kannten</li>
<li><em>ZEICHEN </em>Es ist absolut auffällig, das in den anderen Gabenlisten (Eph4,8-12; Röm12,6-8; 1Petr4,10) die Zeichengaben und Wunderkräfte fehlen! Paulus baut hier erkennbar eine Argumentation auf, in welcher er die Prioritätensetzung der Korinther hinsichtlich der Zeichengaben – beispielhaft am Vergleich der Prophetie mit dem Reden in Fremdsprachen &#8211;  und  den Aposteln, dem Wort und der Liebe hinterfragt.</li>
</ul>
<p>Ebenso wird beispielsweise bei der Erfüllung mit dem Heiligen Geist in Apg4,31; 9,17 und in Eph5,18-20 das Reden in anderen Sprachen nicht erwähnt. Nun kommen wir zu dem Kapitel in dem Paulus ausführlich seine Kritik am Beispiel der Gegenüberstellung des Redens in Fremdsprachen und der Weissagung/Prophetie festmacht.</p>
<p>Die einzelnen Verse des folgenden Kapitels eignen sich hervorragend dazu, diese je nach dem für oder gegen das moderne Zungenreden zu verwenden. Meiner Überzeugung kann man jedoch dieses Kapitel nicht ohne Berücksichtigung der herausgearbeiteten Merkmale aus den anderen Bibeltexten: Das daß Reden in Sprachen in allen anderen Bibelstellen eine menschliche, verständliche Sprache, mit konkreten Informationen und einem zeichenhaften Charakter ist, lesen!</p>
<p>Im Kapitel 13, dem schönsten Kapitel des Briefes endet Paulus mit den Worten: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.“ und leitet damit über zu den Ausführungen über das Reden in Sprachen.</p>
<p><strong>Textbetrachtung 1Korinther 14</strong></p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;"><em>1 Strebt nach der Liebe! Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber um die Gabe der prophetischen Rede!<br />
2 Denn wer in Zungen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht ihn, vielmehr redet er im Geist von Geheimnissen.</em></span></p></blockquote>
<p>1Kor14,2 ist,  wie der gesamte Korintherbrief als Ermahnung zu  verstehen. Wenn jemand  in Sprachen redet und dies nicht ausgelegt wird,  redet er zu Gott und  niemand versteht ihn, er „erbaut“ sich nur  selbst. Daher kann man nicht  von zwei verschiedenen Arten des  Sprachenredens, einmal als „private  Auferbauung“ und das andere Mal als  „Zeichen“ für die Menschen.  sprechen. Nein, es ist grundsätzlich zur  Auferbauung anderer Menschen  gedacht, wie alle Gaben immer Dienstgaben  sind (1Petr4,10). In Korinth waren nicht, wie zu Pfingsten in Jerusalem, viele Personen aus dem Ausland anwesend, man sprach grundsätzlich eine gemeinsame Sprache (Griechisch/Koine). Wenn man in der Korinther Gemeinde beispielsweise einen der in Apg2 angesprochenen Sprachen oder Dialekte gesprochen hätte, wäre dies für die Anwesenden in der Regel unverständlich, ein „Geheimnis“ geblieben. Nur Gott (und der Redende) verstanden das Gesagte.</p>
<p>Eine andere ebenso mögliche Bedeutung des Wortes „Geheimnis“ bezieht sich auf den Inhalt. Wir finden diverse, vorher unbekannte Wahrheiten – „Geheimnisse“ – im NT, welche durch den Heilige Geist (Joh16,13) offenbart wurden:</p>
<ul>
<li>Israel und die Heidenchristen Röm11,25-32 und Eph3,1ff.</li>
<li>Entrückung 1Kor15,51-55 und 1Thess4,10-17</li>
<li>Zusammenfassung aller Dinge unter einem Haupt Christus etc.(Eph1,9 -14.)</li>
<li>Erbteil und Erben Gottes und Miterben Christi (Röm8,17),</li>
<li>Christus in uns (Kol1,25-29)</li>
<li>Christus, in dem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen liegen (Kol2, 1-3)</li>
<li>Das Geheimnis Christi (Kol4,3-4)</li>
<li>Bosheit, (Thess2,7)</li>
</ul>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;"><em>3 Wer aber prophetisch redet, der redet den Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung.</em></span></p></blockquote>
<p>Paulus betont hier den besonderen Nutzen der Weissagung/prophetischen Rede, da diese im Gegensatz zur nicht übersetzten Sprachenrede alle erbaut! Das Wesen der Erbauung ist offenkundig informativer Natur, dahingestellt, ob es Ermahnung, Ermunterung, Offenbarung, Vorhersage oder Ähnliches darstellt.</p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;"><em>4 Wer in Zungen redet, der erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde.</em></span></p></blockquote>
<p>Wer in einer Fremdsprache redet, wird nicht verstanden und hat nur selber etwas davon. So wie ich diese Gabe verstehe, bekam der Redner von Gott die Fähigkeit, sich in einer nicht erlernten Sprache zu artikulieren und wurde demzufolge durch die geistliche Aussage selbst erbaut. Es soll aber prinzipiell darum gehen, daß man anderen zum Nutzen sein soll, nicht nur sich selbst. Das Reden in anderen Sprachen ist demnach keine mystische oder ekstatische Erfahrung, sondern eine <em>sinnhafte </em>Fähigkeit. Gott ist ein Gott der Ordnung, sein Geist hilft uns zur Selbstkontrolle/Zucht/Nüchternheit.</p>
<p>Roger Liebi und auch Heinz-Georg Wedel, sehen hier eine Verbindung zu einem anderen sehr bekannten Sprachwunder der Bibel: dem Turmbau zu Babel. Auch hier haben Menschen, die vorher allesamt nur eine Sprache sprechen konnten, von Gott in einem Augenblick neue, für sie fremde Sprachen erhalten in denen sie sich vollständig artikulieren konnten ohne diese Sprachen vorher erlernt zu haben.</p>
<p>Mit dem Gericht der Sprachverwirrung endete Gottes Wirken mit der Völkerwelt. Ein Kapitel später beginnt Gott in Abram, sein Volk, die Hebräer, Israel entstehen zu lassen und wendet sich durch die Propheten grundsätzlich an Israel und durch eine Sprache (Hebräisch). Erst zu Pfingsten zeigt Gott durch das Reden in fremden Sprachen (das Gegenteil der Sprachverwirrung), welches zeichenhaft die Sprachverwirrung aufhebt, daß er sich mit seinem Heilswirken den Nationen wieder zuwendet.</p>
<p>Das Reden in „neuen Zungen“ bzw. „Sprachen“ bezeugte folglich, daß Gottes Heilsbotschaft nun über den hebräisch-aramäischen Sprachraum hinausging. Kein anderes Zeichen konnte dafür geeigneter sein!</p>
<p>Es veranschaulichte den heilsgeschichtlichen Übergang des Heilsangebots: Beginnend bei den Juden in Apg2, ging es dann über die Samariter (Mischvolk) in Apg8 bis hin zu den Heiden (Nationen) in Apg10 – genau entsprechend der in Apg1,8 angezeigten Reihenfolge. In den Evangelien ist noch die strikte Trennung Israel&#8217;s von den Heiden erkennbar, in der Apostelgeschichte wird die Hinwendung und Öffnung zu den Nationen bzw. Heiden deutlich.</p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;"><em>5 Ich wollte, dass ihr alle in Zungen reden könntet; aber noch viel mehr, dass ihr prophetisch reden könntet. Denn wer prophetisch redet, ist größer als der, der in Zungen redet; es sei denn, er legt es auch aus, damit die Gemeinde dadurch erbaut werde.</em></span></p></blockquote>
<p>Man kann hier sowohl mit „auslegen“, wie „übersetzen“ übersetzen. Das Reden in Sprachen ist eine Gabe Gottes und hatte ihren Platz. Der Vergleich mit der Weissagung/Prophetie deutet darauf hin, daß hier ein ähnlicher Vorgang vonstatten ging, wie z.B. bei der Inspiration der Autoren der prophetischen Bücher der Bibel, die jeweils ihre eigene Persönlichkeit und eigenen Verstand nicht verloren. Das passierte sicherlich auch nicht bei den Personen die in anderen Sprachen redeten. Ein übernatürliches, mystisches Phänomen an sich (z.B. ekstatisches Reden) erbaut nicht, sondern der Inhalt des Gesprochenen, eben entweder übersetzt, oder gleich als Weissagung, bringt geistliches Wachstum, „erbaut“. Der Apostel Paulus hebt erneut deutlich hervor, das die inhaltlich für alle verständliche Weitergabe prophetischen Redens, nicht übersetzter Rede in fremden Sprachen vorzuziehen ist.</p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;"><em>6 Nun aber, liebe Brüder, wenn ich zu euch käme und redete in Zungen, was würde ich euch nützen, wenn ich nicht mit euch redete in Worten der Offenbarung oder der Erkenntnis oder der Prophetie oder der Lehre?</em></span></p></blockquote>
<p>Paulus stellt hier das Reden in Sprachen in eine Reihenfolge mit verschiedenen anderen Offenbarungsgaben und macht klar, daß es um den lehrreichen Nutzen bzw. Gewinn verständlicher Information für die Gemeinde an sich gehen soll. In den folgenden Beispielen/Analogien zeigt er deutlich auf, daß Laute oder Töne an sich nutzlos sind, es nicht um seelisch-mystische Erfahrung gehen kann.</p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;"><em>7 Verhält sich’s doch auch so mit leblosen Dingen, die Töne hervorbringen, es sei eine Flöte oder eine Harfe: wenn sie nicht unterschiedliche Töne von sich geben, wie kann man erkennen, was auf der Flöte oder auf der Harfe gespielt wird?</em><em>8 Und wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zum Kampf rüsten?<br />
9 So auch ihr: wenn ihr in Zungen redet und nicht mit deutlichen Worten, wie kann man wissen, was gemeint ist? Ihr werdet in den Wind reden.</em></span></p></blockquote>
<p>Egal ob Weissagung oder Reden in Sprachen, es ist nur dann brauchbar, wenn man weiß was gesprochen wird, wenn es verständlich ist, oder verständlich gemacht und eine geistliche Information vermittelt wird. Laute die man nicht versteht sind wertlos, egal ob für den Redenden, oder den Zuhörer.</p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;"><em>10 Es gibt so viele Arten von Sprache in der Welt und nichts ist ohne Sprache.<br />
11 Wenn ich nun die Bedeutung der Sprache nicht kenne, werde ich den nicht verstehen, der redet, und der redet, wird mich nicht verstehen.</em></span></p></blockquote>
<p>In anderen Übersetzungen wird hier der Begriff „Barbar“ benutzt. Dieser kommt aus dem Griechischen: <em>bárbaros</em>, und war die Bezeichnung im antiken Griechenland für alle, die nicht (oder schlecht) griechisch sprachen (wortwörtlich: „<em>Stammler</em>“). Hier fällt die Ähnlichkeit zu den „stammelnden Lippen“ auf. Die Inder verwenden das Sanskrit-Wort barbarāh (Plur.) ‚Stammler, Laller‘ zur Bezeichnung fremdartiger Völker. (deutsche Redensart: „Rhabarber Rhabarber“). Paulus variiert immer wieder ein und dasselbe Argument: Auf den Inhalt und die Verständlichkeit zum Nutzen aller kommt es an!</p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;"><em>12 So auch ihr: da ihr euch bemüht um die Gaben des Geistes, so trachtet danach, dass ihr die Gemeinde erbaut und alles reichlich habt.</em></span></p></blockquote>
<p>Wiederum: Wenn wir geistliche Gaben anstreben und anwenden, dann grundsätzlich dafür der Gemeinde, den Geschwistern zu dienen!</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #3366ff;">13 Wer also in Zungen redet, der bete, dass er’s auch auslegen könne.</span></em></p></blockquote>
<p>Nach meinem Verständnis ist dieser Vers sehr einfach zu verstehen und besagt, das der, welcher in einer Fremdsprache spricht, betet, singt, dies auch übersetzen soll.</p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;"><em>14 Denn wenn ich in Zungen bete, so betet mein Geist; aber was ich im Sinn habe, bleibt ohne Frucht.</em></span></p></blockquote>
<p>Keinesfalls eine einfach zu verstehende Aussage, und wenn wir schon die verschiedensten, voneinander abweichenden Bibelübersetzungen wahrnehmen müssen, gibt es darüber hinaus völlig konträre Auslegungen. Hier ist grundlegend jedoch zum einen die Rede vom dem menschlichen Geist „<em>pneuma</em>“ (1Thess5,23; Ps77,7; Röm8,16). Und wenn vom Sinn „<em>nous mou</em>“ (Sinn, Bedeutung, Aussage, Aussagekraft) die Rede ist, geht es um den Verstand, das Denken und Verstehen. Der Heilige Geist inspiriert den Geist des Menschen mit bisher unbekanntem Wissen. Paulus sagt hier also, daß der Geist eines Menschen beim Reden in anderen Sprachen inspiriert betet, der Sinn, die Aussage jedoch anderen – so wie es eigentlich sein sollte – keinen Nutzen, keine Frucht bringt weil sie die Sprache nicht verstehen. Lediglich der Redner selbst wird, wie Vers 4 sagt, selbst erbaut durch das was er sagt.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #3366ff;">15 Wie soll es denn nun sein? Ich will beten mit dem Geist und will auch beten mit dem Verstand; ich will Psalmen singen mit dem Geist und will auch Psalmen singen mit dem Verstand.<br />
16 Wenn du Gott lobst im Geist, wie soll der, der als Unkundiger dabeisteht, das Amen sagen auf dein Dankgebet, da er doch nicht weiß, was du sagst?</span></em></p></blockquote>
<p>Der Redner weiß, was er sagt, der Sprachunkundige hingegen nicht. Der Redner kann „<em>Amen</em>“ sagen, wird erbaut, der sprachunkundige Hörer nicht. Dies ergibt Sinn, weil Paulus ja im gesamten Kapitel 14 den Vorzug der Prophetie gegenüber dem Reden in Fremdsprachen mit dem Argument herausstellt, das diese alle erbaut, Reden in Fremdsprachen jedoch nur den Redner selbst. Womit? Durch den Inhalt dessen was er redet.</p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;"><em>17 Dein Dankgebet mag schön sein; aber der andere wird dadurch nicht erbaut.</em></span></p></blockquote>
<p>Noch einmal: Wenn wir geistliche Gaben anstreben und anwenden, dann grundsätzlich dafür der Gemeinde, den Geschwistern zu dienen!</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #3366ff;">18 Ich danke Gott, dass ich mehr in Zungen rede als ihr alle.</span></em></p></blockquote>
<p>Paulus hätte es gut gebrauchen können, da er auf seinen vielen Missionsreisen mit allen möglichen Fremdsprachen zu tun hatte (vgl. die Barbaren auf Malta [Apg 28,1], die Lykaonisch sprechenden Heiden in Lystra [Apg 14,11] etc.). Wobei hier auch an die natürlich Fremdsprachigkeit gedacht werden muß.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #3366ff;">19 Aber ich will in der Gemeinde lieber fünf Worte reden mit meinem Verstand, damit ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in Zungen.</span></em></p></blockquote>
<p>In Vers 6 hat Paulus deutlich gemacht was er hier meint, Worte mit dem Verstand, verständliche Worte, sind Worte der Offenbarung oder der Erkenntnis oder der Prophetie oder der Lehre. All das ist dem nicht übersetzten Reden in anderen Sprachen vorzuziehen.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #3366ff;">20 Liebe Brüder, seid nicht Kinder, wenn es ums Verstehen geht; sondern seid Kinder, wenn es um Böses geht; im Verstehen aber seid vollkommen.<br />
21 Im Gesetz steht geschrieben (Jesaja 28,11-12): »Ich will in andern Zungen und mit andern Lippen reden zu diesem Volk, und sie werden mich auch so nicht hören, spricht der Herr.«</span></em></p></blockquote>
<p>Wenn Juden vom „Gesetz“ bzw. von den „Weisungen“ sprachen, wurde damit der gesamte Tanach, das  AT gemeint. Hier wird die Stelle, die wir als erstens angesehen haben zitiert: Jes28,11-12. Die Prophezeiung hat sich einmal vor 700 Jahren erfüllt (Naherfüllung) und zu Pfingsten in Jerusalem (Fernerfüllung). Ich sehe hier die wichtigere Bedeutung, da Gott schon damals wußte, daß Israel Christus den Eckstein (Jesaja 28,16) ablehnen würde. Es ist also ein Zeichen des Gerichts (Israel lehnte den Messias ab und nur ein Überrest von 3000 Menschen bekehrte sich zu Pfingsten) gewesen, aber darüber hinaus auch ein Zeichen der Hinwendung zur gesamten Schöpfung (Mk16,15ff): Gott sprach zu den Juden in Jerusalem in vielen fremden Sprachen und Dialekten.</p>
<p>Die Juden konnten das Sprachwunder biblisch einordnen, die Heidenchristen und ehemaligen Götzendiener in Korinth jedoch nicht, daher der konkrete Hinweis von Paulus auf Jesaja28,11. Er erklärt den Korinthern hier den Zweck dieser Gabe:</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #3366ff;">22 Darum ist die Zungenrede ein Zeichen nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen; die prophetische Rede aber ein Zeichen nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen.</span></em></p></blockquote>
<p>So wie bereits die Jesajastelle angedeutet hat und in Markus 16 zu lesen war, stellt Paulus hier auch noch mal fest, das diese Gabe zu den <em><strong>Zeichen </strong></em>zu zählen ist und eben keine private Gebetssprache der Gläubigen war, sondern von Gott ausdrücklich für Ungläubige bestimmt war, für die Ungläubigen aus Israel.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #3366ff;">23 Wenn nun die ganze Gemeinde an einem Ort zusammenkäme und alle redeten in Zungen, es kämen aber Unkundige oder Ungläubige hinein, würden sie nicht sagen, ihr seid von Sinnen?</span></em></p></blockquote>
<p>Der Zusammenhang zu dem Ereignis in Jerusalem bzw. der Jesajaprophetie wird hier ganz offenkundig. Die Juden welche die Sprachen nicht verstanden haben, werden die so Redenden für betrunken, also von Sinnen halten.</p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;"><em>24 Wenn sie aber alle prophetisch redeten und es käme ein Ungläubiger oder Unkundiger hinein, der würde von allen geprüft und von allen überführt;<br />
25 was in seinem Herzen verborgen ist, würde offenbar, und so würde er niederfallen auf sein Angesicht, Gott anbeten und bekennen, dass Gott wahrhaftig unter euch ist.</em></span></p></blockquote>
<p>Prophetie/Weissagen kommt von „<em>propheteuo</em>“; und bedeutet etwas gerade “<em>herauszusprechen</em>”. Prophetie ist jedoch keinesfalls mit “<em>Offenbarung</em>” gleichzusetzen, sondern ist das  Reden von bzw. für Gott. Wenn aus der Heiligen Schrift vorgelesen oder  zitiert wird, ist das nichts anderes als prophetische Rede, jedoch keine  aktuelle , oder neue Offenbarung. Offenbarung vollzieht sich in einem  geistgewirkten (<em>theopneustos</em>) Vorgang, bei dem der jeweilige  Prophet oder Apostel das Geheimnis (was Christus betrifft) von Gott  enthüllt bekam. Prophetie ist dann “lediglich” der darauf folgende,  äussere Vorgang, die Rede, das niedergeschriebene Dokument die  prophetische Schrift. etwas das bis dahin nicht bekannt, verborgen war und durch den Propheten ans Licht gebracht wird.</p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;"><em>26 Wie ist es denn nun, liebe Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung!</em><em>27 Wenn jemand in Zungen redet, so seien es zwei oder höchstens drei und einer nach dem andern; und einer lege es aus.<br />
28 Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Gemeinde und rede für sich selber und für Gott.<br />
29 Auch von den Propheten lasst zwei oder drei reden, und die andern lasst darüber urteilen.<br />
30 Wenn aber einem andern, der dabeisitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so schweige der Erste.<br />
31 Ihr könnt alle prophetisch reden, doch einer nach dem andern, damit alle lernen und alle ermahnt werden.<br />
32 Die Geister der Propheten sind den Propheten untertan.<br />
33 Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. Wie in allen Gemeinden der Heiligen</em></span></p></blockquote>
<p>Hier spricht Paulus konkret in die Situation der historischen Korinther Gemeinde hinein. Der Ablauf der Versammlungen war offensichtlich von Unordnung und – wie wir zu Beginn des Briefes lesen – von Streit geprägt. Egal ob Prophetie oder Botschaften in Sprachen, beides sollte erstens nicht durcheinander, nicht in zu großer Menge weitergegeben werden. Die prophetischen Botschaften bedurften der Korrektur,  die in fremden Sprachen der Übersetzung,  zudem ist man hinsichtlich der Menge des Gesagten nur bedingt aufnahmefähig. Etwas ist dann „untertan“ wenn man es kontrollieren kann, weiß was man sagt und tut. Wir sollen uns beherrschen, haben einen Geist der Selbstbeherrschung und Zucht bekommen und sollen nüchtern sein. Daher konnte man sich auf keinen Fall darauf berufen, der Geist hätte einen dazu gedrängt Dinge überhaupt zu sagen bzw. man habe nicht schweigen können.</p>
<blockquote><p><span style="color: #3366ff;"><em>34 sollen die Frauen schweigen in der Gemeindeversammlung; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt.<br />
35 Wollen sie aber etwas lernen, so sollen sie daheim ihre Männer fragen. Es steht der Frau schlecht an, in der Gemeinde zu reden.<br />
36 Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? Oder ist’s allein zu euch gekommen?<br />
37 Wenn einer meint, er sei ein Prophet oder vom Geist erfüllt, der erkenne, dass es des Herrn Gebot ist, was ich euch schreibe.<br />
38 Wer aber das nicht anerkennt, der wird auch nicht anerkannt.<br />
39 Darum, liebe Brüder, bemüht euch um die prophetische Rede und wehrt nicht der Zungenrede.<br />
40 Lasst aber alles ehrbar und ordentlich zugehen.</em></span></p></blockquote>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Das Reden in fremden Sprachen war die Befähigung eines Menschen durch Gott, in einer, oder mehreren nicht erlernten Fremdsprachen zu sprechen.</p>
<p>Als <em><strong>Zeichen </strong></em>hatte es zwei Funktionen. Zum einen als Gerichtszeichen für den ungläubigen Teil Israels, zum andern als Gnadenzeichen für die Nationen. Hier geschah eine zeichenhafte Umkehrung des ersten biblischen Sprachwunders in der Bibel, der Sprachverwirrung beim Turmbau zu Babel.</p>
<p>Eine weitere <em><strong>Funktion </strong></em>war offensichtlich, zur Auferbauung der Gemeinde zu dienen, mußte daher zwingend übersetzt werden. Entweder durch die Person selbst, der ja verstand was er sagte, oder eine andere, welche von Gott dazu befähigt wurde. In diesem Fall hatte diese Gabe dieselbe Qualität wie die Weissagung/Prophetie.</p>
<p>Diese Zeichen- und Offenbarungsgabe existiert meiner Meinung nach heute grundsätzlich nicht mehr, da kein Erfordernis mehr dafür existiert. Die heilsgeschichtliche Situation in der damals entstehenden Urgemeinde war eine völlig andere als heute, eine Zeit des Umbruchs. Letztlich bleibt Gott der Souverän und der Geist teilt aus wie er will, aber weder die Zeichenfunktion wird heute gebraucht, noch als Offenbarungsgabe besteht eine Notwendigkeit, da wir die vollständige Offenbarung dessen, was Gott uns hier und heute offenbaren wollte, vorliegen haben in dem vollständigen Wort Gottes. Das was in den Pfingstgemeinden und der charismatischen Bewegung als “<em>Sprachenrede</em>” praktiziert wird, ist nach meinem Verständnis zu fast 100% eine “<em>Spontansprache</em>” (ich dachte selber über zwanzig Jahre in anderen Sprachen zu reden…).<!--more--></p>
<p><strong>Persönliches Nachwort</strong></p>
<p>Man mag nun fragen, wie ich zu dieser neuen Sichtweise gekommen bin, da doch eine ganze Biographie in Frage gestellt ist. Nach meinem Verständnis existiert ausschließlich eine verbindliche Norm (norma normans) an der sich alles zu orientieren hat – unabhängig von dem was Menschen denken, der eigenen Glaubwürdigkeit  und all dem was ich bisher für Richtig hielt – Gottes Wort!</p>
<p>Die Veränderung meiner Position vollzog sich letztlich in einem Prozeß, der über mehrere Jahre andauerte. Anfangs eher schleichende, mit der Zeit immer stärker aufkommende Zweifel an bisher unkritisch übernommenen Glaubenssätzen. Begonnen hat alles mit der Erkenntnis über die eklatante Diskrepanz zwischen dem Anspruch und der Realität innerhalb der pfingstlichen und charismatischen Bewegung. Heilungsversprechen, Prophetien die sich nicht erfüllten, nichtbiblische Praktiken und Lehren.</p>
<p>Dazu kamen viele Gespräche mit Geschwistern deren Position ich anfänglich keineswegs teilte, denen ich widersprach, deren Argumentation mich aber immer tiefer in die Beschäftigung mit dem Wort Gottes zu diesem Thema führte.</p>
<p>Die wesentlichen Grundzüge des hier vorliegenden Ausarbeitung geht vor allem auf das intensive Studium der Schrift zurück, viele Anregungen, hilfreiche Argumente und weiterführende Gedankengänge, bis hin zu völlig neuen Sichtweisen habe ich jedoch diversen hilfreichen Büchern, Aufsätzen und Arbeiten[1] der unterschiedlichsten Standpunkte entnommen, auf die ich im Einzelnen nicht weiter hingewiesen habe, die ich aber nicht unerwähnt lassen möchte.</p>
<p>Wichtig bei alledem ist und bleibt, daß ich mich weiterhin mit meinen Geschwistern besonders in der Pfingstbewegung verbunden weiß, auch wenn unterschiedliche Positionen vorhanden sind. Wichtig ist mir weiterhin, daß ich Rechenschaft[1Petr3,15] ablege über das, was ich erkannt habe.</p>
<p>sdg<br />
apologet</p>
<p><strong>ähnliche Artikel</strong></p>
<p>DistomosBlog: <a href="http://distomos.blogspot.com/2010/08/glossolalie.html" target="_blank"><em></em></a><em><a href="http://distomos.blogspot.com/2010/08/glossolalie.html" target="_blank">Zungenreden: Eine persönliche Gebetssprache?</a></em><br />
C h r i s t o z e n t r i s c h: <em><a href="http://christozentrisch.wordpress.com/2010/03/01/offenbarungsgaben/#more-982">Offenbarungsgaben<br />
</a></em>apologet: <a href="http://www.apologet.de/?p=2271"><em>Wesen und Inhalt biblischer Prophetie</em></a></p>
<p>[1] Larry Christenson, „Segen und Sinn des Zungenredens“<br />
Rudolf Ebertshäuser, „Die Charismatische Bewegung im Licht der Bibel“<br />
Max Huyssen, „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen als ihr gläubig wurdet?“<br />
E. Glenn Hinson, Frank Stagg, „2000 Jahre Zungenreden, Glossolalie in biblische, historischer und psychologischer Sicht“<br />
Alexander Seibel, „Die sanfte Verführung“<br />
Wolfgang Bühne, „Dritte Welle … gesunder Aufbruch?“<br />
Wolfgang Margies, „Geistestaufe“<br />
Jakob Zopfi, „…auf alles Fleisch“<br />
Wolfgang Bühne, „Die Propheten kommen“<br />
Dave Hunt, „Die okkulte Invasion“<br />
Werner Bartl, „Hinter den Kulissen – Toronto – Segen oder Fluch ?“<br />
Roger Liebi, „Sprachenreden oder Zungenreden?“<br />
Fritz Wolf, „Warum ich kein Charismatiker mehr bin“</p>
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	<itunes:summary>Im Neuen Testament wird einige, wenige Male ein Phänomen thematisiert, welches für sich genommen, als nicht besonders spektakulär zu bezeichnen ist: Das Reden in Fremdsprachen. In der pfingst-/charismatischen Bewegung wird eine gewisse (religions- und kultübergreifende) Praktik, die sogenannte Zungenrede bzw. Sprachenrede, auch Glossolalie (von altgr. γλῶσσα  (glôssa), „Zunge, Sprache“ und λαλέω  (laleô), „sprechen, reden“) damit identifiziert. Außerhalb dieser Bewegung steht man dieser Meinung äußerst kritisch gegenüber und verbindet mit dem Reden in fremden Sprachen in erster Hinsicht die verschiedenen Zeichen aus Mk16,17.
Kernsätze pfingstlich/charismatischer Lehre

Erweis der sogenannten Geistestaufe
persönliche Gebetssprache
der Verstand ist ausgeschaltet
unbekannte Sprache
geistliche Kriegsführung
Fürbitte
wenn die Worte fehlen/Geheimnise
mit Auslegung auch Botschaften

Was man zunächst feststellt, wenn man sich diesem Thema nähert ist, das im Wesentlichen sechs Bibelstellen, und ein ganzes Kapitel zu diesem Thema existieren. Das ist nicht wirklich viel. Zudem das Kapitel 14 des 1Korintherbriefes eine Kritik am Umgang mit dieser Thematik darstellt. Die erste Bibelstelle zu diesem Thema findet sich darüber hinaus im AT. Wenn man die Bibelstellen betrachtet, stellt sich die Frage, woher die pfingstlich/charismatischen Lehren stammen.

Jesaja 28,11 (s.a. 5Mo28,49; Jeremia 5,15)
Markus 16,15ff
Apostelgeschichte 2,1-21
Apostelgeschichte 10,44-48
Apostelgeschichte 19,1-7
1Korinther 12-14

Textbetrachtung Jesaja 28,11
10 Erwarte Drangsal auf Drangsal, Hoffnung auf Hoffnung, noch ein bisschen, noch ein bisschen (Zeit) 11 wegen der Verachtung(, die) von den Lippen (floss) in einer anderen Sprache, denn sie werden zu diesem Volk sprechen 12 und ihm sagen: Dies ist die Erholung für den, der Hunger hat, und dies ist die Zerschmetterung, und sie wollten nicht hören. Septuaginta Deutsch
Situation: Im Zusammenhang dieser Textstelle wird dem Leser mitgeteilt, daß Israel das Reden Gottes – offensichtlich das der Propheten – als “kindlich” abgelehnt und sich von Gott abgewandt hat. Jesaja, ein Prophet, warnte vor der Eroberung und Zerstreuung Israels. Die Assyrirer eroberten Israel und die Israeliten hörten diese unter sich reden [SPRACHE, BOTSCHAFT und ZEICHEN], dies war die Bestätigung des angekündigten Gerichtes durch Jesaja, weil Israel Gottes Wort abgelehnt hatte. Das alles spielte sich ca. 700 Jahre v. Chr. ab. Alttestamentliche Begebenheiten werden im Hebräerbrief als Schatten auf  die neutestamentliche Erfüllung beschrieben.
Drei grundlegende &amp; wiederkehrende Merkmale:

BOTSCHAFT konkrete, faßbare Information (hier: Umkehr zu Gott oder Gericht -&gt; Christus V16), Verkündigung, Predigt, Lob Gottes
ZEICHEN Bestätigung, Legitimation  (hier: Gerichtsandrohung)
SPRACHE verständlich, irdisch (hier: Assyrisch)

Wir machen jetzt einen Sprung von  – wie gesagt – ca. 700 Jahren in die Zukunft, direkt zu den letzten Augenblicken vor der Himmelfahrt:
Textbetrachtung Markus 16,15ff
15 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. 16 Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. 17 Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden, 18 Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird’s ihnen nicht schaden; auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird’s besser mit ihnen werden. LUT
Immer davon ausgehend, das man bei der Auslegung biblischer Texte mit verschiedenen, vernünftigen Fragestellungen herangehen sollte (zu wem sagt wer, was, wann in welchem Zusammenhang etc.), läßt sich – nach meinem Verständnis – in dieser Bibelstelle mindestens ein grundlegender ZWECK der neutestamentlichen GABE des Redens in anderen (FREMD-)SPRACHEN  [...]</itunes:summary>
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		<title>Mit Werten erziehen und prägen</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 14:58:38 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://frogwords.de/_media/buchvorderseite.jpg?w=200" alt="" width="100" height="150" />Erziehungsbücher und Ratgeber sind keine Mangelware. Auch aus biblischer Perspektive gibt es heute empfehlenswerte Literatur, auf welche ich auch schon gelegentlich hingewiesen habe.  Dieses Buch möchte ich jedoch besonders empfehlen. Nicht nur weil ich das Autorenehepaar &#8211; Jürgen und Bärbel Fischer &#8211; persönlich kenne und schätze, sondern insbesondere wegen der Praxisnähe und Alltagstauglichkeit des Buches. Auch schwierige und problematische Themenbereiche werden nicht ausgespart, sondern von der Schrift her beleuchtet. Die absolute Autorität der Schrift &#8211; auch und gerade in der Erziehung &#8211; wird betont und nicht zuletzt herausgestellt, daß durch schriftgemäße Erziehung der eigenen Kinder auch Eltern eine gottgewolle Veränderung im eigenen Leben zu erwarten haben. Zitat von der <a href="http://frogwords.de" target="_blank"><em>Webside </em></a>des Autors:  <span id="more-2381"></span></p>
<blockquote><p><em>Das Praxishandbuch ist als Hilfestellung für christliche Eltern gedacht,  die vor der Frage stehen, wie sie ihrem Kind ethische Themen im Alter  von sechs Jahren bis zur Pubertät beibringen können. Es ist das Buch,  das wir uns als Ehepaar vor 13 Jahren gewünscht hätten, als das Thema  Werteerziehung für uns brandaktuell wurde.<br />
Insgesamt wurden fast 90 Themen nach <strong>Biblische Kernaussagen zum  Thema sowie Tipps für die Vermittlung und Erziehung und Fragen  zur Selbstreflexion</strong> aufgearbeitet. Das Spektrum reicht von Themen  für kleine Kinder (z.B. Dickköpfigkeit, Undank, Faulheit) bis zu  typischen Teenagerthemen wie Starkult, sündige Gedanken und Freundschaft  mit dem anderen Geschlecht.</em> [...]<strong><br />
</strong></p>
<p><em>Dieses Praxishandbuch richtet sich an christliche Eltern und  Erziehende, die Gottes Wort ernst nehmen und ihre Kinder in der Weisheit  der Bibel unterweisen wollen.<br />
Im Zentrum der christlichen  Erziehung stehen zwei Dinge: Die <strong>Belehrung </strong>durch die Eltern und das <strong> Vorbild </strong>der Eltern. Wenn die Bibel von „Belehrung“ spricht, dann stehen  wir Eltern in der Gefahr, den Begriff falsch zu füllen: Belehrung ist  mehr als Wissensvermittlung. Biblische Belehrung ist erst dann  erfolgreich, wenn die Kinder fähig sind, das Gelernte anzuwenden und an  andere weiter zu geben (vgl. Spr 22,17-211). Belehrung findet permanent  statt. Sie ist nicht auf bestimmte Zeiten (Andacht,  Gute-Nacht-Geschichte u. ä.) beschränkt. Es ist für christliche Eltern  eine der großen Herausforderungen unserer Zeit, die Gelegenheiten, die  sich im Alltag ergeben, um über Gottes Wort zu reden, auch zu nutzen.  Gerade christliche Familien werden von „Zeitdieben“ heimgesucht, die  versuchen, die Belehrung der Kinder zu verhindern. Hier ist es wichtig,  eine Kultur des Redens und insbesondere des Redens über Gottes Wort in  der Familie zu entwickeln. Belehrung ist nicht die Aufgabe der  Kinderstunde oder des Kindergottesdienstes, sondern die Aufgabe  der Eltern! Gemeindliche Angebote sind Zusatzangebote – mehr nicht!  Nicht der Gemeinde, sondern den Eltern hat Gott den Erziehungsauftrag  übertragen.</em><strong> Jürgen Fischer</strong></p></blockquote>
<p>Eine PDF-Version des Buches kann <a href="http://frogwords.de/texte/praxishandbuch" target="_blank"><em>hier </em></a>kostenlos von der Webside <em><a href="http://frogwords.de/" target="_blank">Frogwords </a></em>heruntergeladen werden. Als einzige &#8220;Bedingung&#8221; bei tatsächlicher Nutzung bzw. Verwendung des Buches gibt der Autor nachstehendes an:</p>
<blockquote><p><em>Wir geben dieses Praxishandbuch in der digitalen Fassung kostenlos ab, weil wir glauben, dass wir kein Recht auf seinen Inhalt haben. Wir sind selbst von Gott durch die Bibel beschenkt worden und freuen uns jeden Tag neu an dem, was Gott uns persönlich durch sein Wort zu sagen hat. ABER &#8211; EINE BITTE: Wer sich das Praxishandbuch als pdf-Dokument nicht nur herunterlädt, um es kurz anzuschauen, sondern um davon zu profitieren, der verpflichtet sich dazu, es für JEDEN DOWNLOAD an DREI (als Zahl: 3) befreundete Christen weiterzuleiten. Das Verbreiten ist der Preis fürs Runterladen.</em></p></blockquote>
<p>Eine faire Praxis. Als Appetitmacher kann man sich hier einen Vortrag des Autors zum Thema Erziehung anhören:</p>
<p><strong>Jürgen Fischer</strong>: Ziele der Kindererziehung<br />
<br />
<a href="http://frogwords.de/" target="_blank"><em>Frogwords.de</em></a></p>
<p><strong>ähnliche Artikel</strong><br />
<a href="http://www.apologet.de/?p=1892" target="_blank"><em>Kinderkatechismus – Biblische Glaubenslehre für Kinder</em></a><br />
<a href="http://www.apologet.de/?p=111" target="_blank"><em>Coole Sprüche&#8230;</em></a><br />
<a href="http://www.apologet.de/?p=50" target="_blank"><em>Tot oder lebendig&#8230;</em></a></p>
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	<itunes:summary>Erziehungsbücher und Ratgeber sind keine Mangelware. Auch aus biblischer Perspektive gibt es heute empfehlenswerte Literatur, auf welche ich auch schon gelegentlich hingewiesen habe.  Dieses Buch möchte ich jedoch besonders empfehlen. Nicht nur weil ich das Autorenehepaar – Jürgen und Bärbel Fischer – persönlich kenne und schätze, sondern insbesondere wegen der Praxisnähe und Alltagstauglichkeit des Buches. Auch schwierige und problematische Themenbereiche werden nicht ausgespart, sondern von der Schrift her beleuchtet. Die absolute Autorität der Schrift – auch und gerade in der Erziehung – wird betont und nicht zuletzt herausgestellt, daß durch schriftgemäße Erziehung der eigenen Kinder auch Eltern eine gottgewolle Veränderung im eigenen Leben zu erwarten haben. Zitat von der Webside des Autors:  
Das Praxishandbuch ist als Hilfestellung für christliche Eltern gedacht,  die vor der Frage stehen, wie sie ihrem Kind ethische Themen im Alter  von sechs Jahren bis zur Pubertät beibringen können. Es ist das Buch,  das wir uns als Ehepaar vor 13 Jahren gewünscht hätten, als das Thema  Werteerziehung für uns brandaktuell wurde.
Insgesamt wurden fast 90 Themen nach Biblische Kernaussagen zum  Thema sowie Tipps für die Vermittlung und Erziehung und Fragen  zur Selbstreflexion aufgearbeitet. Das Spektrum reicht von Themen  für kleine Kinder (z.B. Dickköpfigkeit, Undank, Faulheit) bis zu  typischen Teenagerthemen wie Starkult, sündige Gedanken und Freundschaft  mit dem anderen Geschlecht. [...]

Dieses Praxishandbuch richtet sich an christliche Eltern und  Erziehende, die Gottes Wort ernst nehmen und ihre Kinder in der Weisheit  der Bibel unterweisen wollen.
Im Zentrum der christlichen  Erziehung stehen zwei Dinge: Die Belehrung durch die Eltern und das  Vorbild der Eltern. Wenn die Bibel von „Belehrung“ spricht, dann stehen  wir Eltern in der Gefahr, den Begriff falsch zu füllen: Belehrung ist  mehr als Wissensvermittlung. Biblische Belehrung ist erst dann  erfolgreich, wenn die Kinder fähig sind, das Gelernte anzuwenden und an  andere weiter zu geben (vgl. Spr 22,17-211). Belehrung findet permanent  statt. Sie ist nicht auf bestimmte Zeiten (Andacht,  Gute-Nacht-Geschichte u. ä.) beschränkt. Es ist für christliche Eltern  eine der großen Herausforderungen unserer Zeit, die Gelegenheiten, die  sich im Alltag ergeben, um über Gottes Wort zu reden, auch zu nutzen.  Gerade christliche Familien werden von „Zeitdieben“ heimgesucht, die  versuchen, die Belehrung der Kinder zu verhindern. Hier ist es wichtig,  eine Kultur des Redens und insbesondere des Redens über Gottes Wort in  der Familie zu entwickeln. Belehrung ist nicht die Aufgabe der  Kinderstunde oder des Kindergottesdienstes, sondern die Aufgabe  der Eltern! Gemeindliche Angebote sind Zusatzangebote – mehr nicht!  Nicht der Gemeinde, sondern den Eltern hat Gott den Erziehungsauftrag  übertragen. Jürgen Fischer
Eine PDF-Version des Buches kann hier kostenlos von der Webside Frogwords heruntergeladen werden. Als einzige “Bedingung” bei tatsächlicher Nutzung bzw. Verwendung des Buches gibt der Autor nachstehendes an:
Wir geben dieses Praxishandbuch in der digitalen Fassung kostenlos ab, weil wir glauben, dass wir kein Recht auf seinen Inhalt haben. Wir sind selbst von Gott durch die Bibel beschenkt worden und freuen uns jeden Tag neu an dem, was Gott uns persönlich durch sein Wort zu sagen hat. ABER – EINE BITTE: Wer sich das Praxishandbuch als pdf-Dokument nicht nur herunterlädt, um es kurz anzuschauen, sondern um davon zu profitieren, der verpflichtet sich dazu, es für JEDEN DOWNLOAD an DREI (als Zahl: 3) befreundete Christen weiterzuleiten. Das Verbreiten ist der Preis fürs Runterladen.
Eine faire Praxis. Als Appetitmacher kann man sich hier einen Vortrag des Autors zum Thema Erziehung anhören:
Jürgen Fischer: Ziele der Kindererziehung

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<itunes:subtitle>Erziehungsbücher und Ratgeber sind keine Mangelware. Auch aus biblischer Perspektive gibt es heute empfehlenswerte Literatur, auf welche ich auch schon gelegentlich hingewiesen habe.  Dieses Buch möchte ich jedoch besonders empfehlen. Nicht nur [...]</itunes:subtitle>
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		<title>Feindesliebe</title>
		<link>http://www.apologet.de/?p=2307</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 15:26:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>apologet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Nicht selten ist zu hören, der Gott des Alten Testaments sei ein unbarmherziger, ja ein grausamer Gott. Der Gott des Neuen Testaments dagegen ein Gott der Liebe, sogar der Feindesliebe. Dieser Vorwurf kommt nicht nur von ausgesprochenen Atheisten oder erklärten Gegnern des Christentums, nein, auch unter Christen ist diese Meinung zuweilen unterschwellig vorhanden. Man zitiert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://www.glaube.com/fileadmin/templates/images/community/wolke.gif" alt="" width="100" height="100" />Nicht selten ist zu hören, der Gott des Alten Testaments sei ein unbarmherziger, ja ein grausamer Gott. Der Gott des Neuen Testaments dagegen ein Gott der Liebe, sogar der Feindesliebe. Dieser Vorwurf kommt nicht nur von ausgesprochenen Atheisten oder erklärten Gegnern des Christentums, nein, auch unter Christen ist diese Meinung zuweilen unterschwellig vorhanden. Man zitiert die Bergpredigt und meint dort zu lesen, daß das Alte Testament durchaus Hass auf Feinde toleriere. Kann das wirklich sein?<span id="more-2307"></span></p>
<p>Abgeleitet wird dieses Denken aus den <em><strong>Antithesen </strong></em>der Bergpredigt: <em>Töten, Ehebruch, Ehescheidung, Schwören, Wiedervergeltung </em>und <em>Feindesliebe</em>.</p>
<blockquote><p><em>Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.</em> <strong>Mt5,43-48</strong></p></blockquote>
<p>Christus konfrontiert hier jedoch nicht den alten mit dem neuen Bund, sondern natürliches Denken mit dem göttlichen Gebot, menschliche Gerechtigkeit mit der Gerechtigkeit Gottes. Christus tadelt die Pharisäer und Schriftgelehrten vielmehr dahingehend, daß sie menschliche Überlieferungen – ihre eigene Gerechtigkeit (Röm 10,3) – über die Gebote, das Wort Gottes gestellt haben. Gott war und ist jedoch derselbe.</p>
<p>Zu definieren wäre zunächst der Begriff &#8220;Liebe&#8221;. Dieser Begriff hat durchaus eine gewisse <em>Bedeutungsbandbreite</em>. Heute und in der westlichen Kultur allgemein, wird darunter zumeist ein <strong><em>romantisches Gefühl</em></strong> verstanden. Die Bibel definiert &#8220;Liebe&#8221; jedoch etwas völlig anderes:</p>
<blockquote><p><em>Meine Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.</em> <strong>1Joh.3,18</strong></p></blockquote>
<blockquote><p><em>Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.</em><em> </em><strong>1.Kor13,4-7</strong></p></blockquote>
<p>Mit &#8220;<em>Liebe</em>&#8221; und erst recht der &#8220;Feindes<em>liebe</em>&#8221; sind demnach keine Gefühle, wie beispielsweise die Zuneigung oder Vertrautheit zu seiner Frau, Familie oder Freunde gemeint. Gemeint ist vielmehr eine grundsätzliche <em><strong>Haltung</strong>, <strong>Einstellung </strong></em>bzw.<em><strong> </strong></em><em><strong>Verhalten</strong></em>.</p>
<p>Wenn wir z.B. mitbekommen, daß ein Feind einen Nachteil oder Schaden erleidet, wir ihn darauf aufmerksam machen sollen, so dass er den Nachteil nicht erleidet. Wenn also ein unbequemer Kollege/Chef/Nachbar beisplw. Geld verliert und wir das mitbekommen, wir ihm das Geld aufheben und geben. Unzählige Beispiele denkbar&#8230;</p>
<p>Nie etwas tun, was unseren Feinden schadet, keine Rache üben. Wir sind also keinesfalls primär gefordert Feinde inniglich zu lieben. Feindesliebe bedeutet, das wir ihn dennoch respektieren, weil er ein Geschöpf Gottes ist. Genau diese Fordeung Gottes bestand schon im Alten Testament.</p>
<blockquote><p><em>Wenn du das Rind deines Feindes oder seinen Esel umherirrend antriffst, sollst du sie ihm auf jeden Fall zurückbringen.</em> <strong>2Mo23,4</strong></p>
<p><em>Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot, dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser, denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt häufen, und der HERR wird dir&#8217;s vergelten.</em> <strong>Spr25,21-22</strong></p></blockquote>
<p>Das meint Feindes<em>liebe</em>. Klar und deutlich geht aus Gottes Wort hervor, das Gottes <strong>Verhalten</strong> (bis zum Gericht), keinen Unterschied zwischen Gläubigen und Gottlosen macht. Er läßt die Sonne scheinen und es regnen für alle Menschen.</p>
<p>Genauso sollen sich Seine Kinder verhalten. &#8220;Feindes<em>liebe</em>&#8221; üben, vollkommen sein wie Gott vollkommen ist. Wir sollen uns nicht rächen, keine Vergeltung üben, Schaden abwenden, sondern Gutes an jedermann tun.</p>
<blockquote><p><em>Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.</em> <strong>Gal 6,10</strong></p></blockquote>
<p>Schließlich und endlich sollte uns bewußt sein, das Gott uns durch Christus mit sich versöhnt hat, <strong>als wir noch Feinde waren!</strong></p>
<blockquote><p><em>Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind.</em> <strong>Röm5,10</strong></p></blockquote>
<p>sdg<br />
apologet</p>
<p><strong>Predigt zu Thema</strong><br />
Jürgen Fischer: Geliebter Feind (Mt 5,43-48)<br />
</p>
<p><strong>ähnliche Artikel</strong><br />
Bible-only.org: <a href="http://www.bible-only.org/german/handbuch/Feindesliebe.html" target="_blank"><em>Feindesliebe</em><br />
</a></p>
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	<itunes:summary>Nicht selten ist zu hören, der Gott des Alten Testaments sei ein unbarmherziger, ja ein grausamer Gott. Der Gott des Neuen Testaments dagegen ein Gott der Liebe, sogar der Feindesliebe. Dieser Vorwurf kommt nicht nur von ausgesprochenen Atheisten oder erklärten Gegnern des Christentums, nein, auch unter Christen ist diese Meinung zuweilen unterschwellig vorhanden. Man zitiert die Bergpredigt und meint dort zu lesen, daß das Alte Testament durchaus Hass auf Feinde toleriere. Kann das wirklich sein?
Abgeleitet wird dieses Denken aus den Antithesen der Bergpredigt: Töten, Ehebruch, Ehescheidung, Schwören, Wiedervergeltung und Feindesliebe.
Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist. Mt5,43-48
Christus konfrontiert hier jedoch nicht den alten mit dem neuen Bund, sondern natürliches Denken mit dem göttlichen Gebot, menschliche Gerechtigkeit mit der Gerechtigkeit Gottes. Christus tadelt die Pharisäer und Schriftgelehrten vielmehr dahingehend, daß sie menschliche Überlieferungen – ihre eigene Gerechtigkeit (Röm 10,3) – über die Gebote, das Wort Gottes gestellt haben. Gott war und ist jedoch derselbe.
Zu definieren wäre zunächst der Begriff “Liebe”. Dieser Begriff hat durchaus eine gewisse Bedeutungsbandbreite. Heute und in der westlichen Kultur allgemein, wird darunter zumeist ein romantisches Gefühl verstanden. Die Bibel definiert “Liebe” jedoch etwas völlig anderes:
Meine Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. 1Joh.3,18
Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. 1.Kor13,4-7
Mit “Liebe” und erst recht der “Feindesliebe” sind demnach keine Gefühle, wie beispielsweise die Zuneigung oder Vertrautheit zu seiner Frau, Familie oder Freunde gemeint. Gemeint ist vielmehr eine grundsätzliche Haltung, Einstellung bzw. Verhalten.
Wenn wir z.B. mitbekommen, daß ein Feind einen Nachteil oder Schaden erleidet, wir ihn darauf aufmerksam machen sollen, so dass er den Nachteil nicht erleidet. Wenn also ein unbequemer Kollege/Chef/Nachbar beisplw. Geld verliert und wir das mitbekommen, wir ihm das Geld aufheben und geben. Unzählige Beispiele denkbar…
Nie etwas tun, was unseren Feinden schadet, keine Rache üben. Wir sind also keinesfalls primär gefordert Feinde inniglich zu lieben. Feindesliebe bedeutet, das wir ihn dennoch respektieren, weil er ein Geschöpf Gottes ist. Genau diese Fordeung Gottes bestand schon im Alten Testament.
Wenn du das Rind deines Feindes oder seinen Esel umherirrend antriffst, sollst du sie ihm auf jeden Fall zurückbringen. 2Mo23,4
Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot, dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser, denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt häufen, und der HERR wird dir’s vergelten. Spr25,21-22
Das meint Feindesliebe. Klar und deutlich geht aus Gottes Wort hervor, das Gottes Verhalten (bis zum Gericht), keinen Unterschied zwischen Gläubigen und Gottlosen macht. Er läßt die Sonne scheinen und es regnen für alle Menschen.
Genauso sollen sich [...]</itunes:summary>
<itunes:subtitle>Nicht selten ist zu hören, der Gott des Alten Testaments sei ein unbarmherziger, ja ein grausamer Gott. Der Gott des Neuen Testaments dagegen ein Gott der Liebe, sogar der Feindesliebe. Dieser Vorwurf kommt nicht nur von ausgesprochenen Atheisten [...]</itunes:subtitle>
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		<title>Martyn Lloyd-Jones &#8211; biblische Evangelisation</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 23:27:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Einer der bekanntesten und einflussreichsten evangelikalen Prediger Londons,  Martyn Lloyd-Jones beteiligte sich nicht an der Großevangelisation, welche Billy Graham 1954 in dieser Metropole durchführte. Später, 1966, kam es zu einem Gespräch zwischen beiden, bei welchem Graham Lloyd-Jones den Vorsitz eines evangelistischen Kongresses antrug. Lloyd-Jones schlug Graham einen &#8220;Handel&#8221; vor. Wenn Graham erstens auf die Unterstützung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.apologet.de/wp-content/uploads/2010/01/lloyd-jones.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2283" title="lloyd-jones" src="http://www.apologet.de/wp-content/plugins/image-shadow/cache/c81b4a3c8934d65e6e6591f14c867ee5.jpg" alt="" width="100" height="150" /></a>Einer der bekanntesten und einflussreichsten evangelikalen Prediger Londons,  Martyn Lloyd-Jones beteiligte sich nicht an der Großevangelisation, welche Billy Graham 1954 in dieser Metropole durchführte. Später, 1966, kam es zu einem Gespräch zwischen beiden, bei welchem Graham Lloyd-Jones den Vorsitz eines evangelistischen Kongresses antrug. Lloyd-Jones schlug Graham einen &#8220;Handel&#8221; vor. Wenn Graham erstens auf die Unterstützung und das Sponsoring liberaler und katholischer Theologen und zweitens auf das &#8220;Invitation-System&#8221;, den &#8220;Altarruf&#8221; verzichten würde, wäre er dazu bereit. Es waren inhaltliche, geistliche Gründe die Lloyd-Jones davon Abstand nehmen ließen die Methoden Graham&#8217;s zu übernehmen. Dr. Wolfgang Nestvogel führt in zwei praktischen Vorträgen nicht nur die Gründe aus die dagegen sprechen, sondern versteht es auch hervorragend an dem historischen Beispiel Lloyd-Jones einerseits und dem Zeugnis der Schrift andererseits zu erläutern, was die Bibel unter biblischer Evangelisation versteht. <span id="more-2282"></span></p>
<ol>
<li><em><strong>Was </strong></em><strong><em>ist </em></strong>biblische Evangelisation</li>
<li><em><strong>Worauf </strong></em><strong><em>zielt </em></strong>biblische Evangelisation</li>
<li><em><strong>Wodurch </strong></em><strong><em>wirkt </em></strong>biblische Evangelisation</li>
<li><em><strong>Worauf </strong></em><strong><em>verzichtet </em></strong>biblische Evangelisation</li>
<li><em><strong>Wer </strong></em><strong><em>trägt </em></strong>die biblische Evangelisation</li>
</ol>
<blockquote><p><em>Manchmal sollten wir denken, dass vieles an den modernen Erweckungsveranstaltungen mehr Fluch als Segen bringt, denn es hat Tausende zum Frieden geführt, bevor sie Zerbruch erlebten; der verlorene Sohn kann erst dann Wiederherstellung im Hause des Vaters erfahren, wenn er bekannt hat: „Vater, ich habe gesündigt.“ Wie kann jemand geheilt werden, der gar nicht krank ist, oder mit dem Brot des Lebens gesättigt werden, wenn er keinen Hunger hat. Die altmodische Weise, von Sünde überführt zu werden, wird heute verachtet; was daraus folgt, ist, dass ein Glaubensleben errichtet wird, bevor die Fundamente ausgehoben wurden. Alles in diesem Zeitalter ist oberflächlich. Es gibt fast niemand mehr, der sein Netz nach Fischen in der Tiefe auswirft, was menschliche Seelen angeht. Die Folge davon ist, dass Menschen sich in Religion stürzen, um sich alsbald wieder davon abzuwenden. Ohne Demut kommen sie in die Gemeinde, ohne Demut bleiben sie in der Gemeinde, und ohne Demut verlassen sie die Gemeinde wieder.</em> <strong>C. H. Spurgeon, The Sword and the Trowel, 1882</strong></p></blockquote>
<p><strong>Martyn Lloyd Jones</strong> &#8211; Schrittmacher und Mutmacher für bibeltreue Evangelisation &#8211; Teil 1/2 &#8211; KfG Herbstkonferenz 2001<br />
</p>
<p><strong>Martyn Lloyd Jones</strong> &#8211; Schrittmacher und Mutmacher für bibeltreue Evangelisation &#8211; Teil 2/2 &#8211; Fragen und Antworten &#8211; KfG Herbstkonferenz 2001<br />
</p>
<p><strong>ähnliche Artikel</strong><br />
<a href="http://www.apologet.de/?p=1597"><em>“…niemand kann sie aus meiner Hand reissen.”</em></a><br />
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<a href="../?p=1049" target="_blank"><em>Wie wirkt der Geist Gottes?</em></a><br />
<a href="http://www.apologet.de/?p=1277"><em>Zucht und Ordnung</em></a><br />
<a href="http://www.bibelbund.de/htm/2000-1-034.htm" target="_blank"><em>Pro Christ 2000 &#8211; der Weg geht weiter</em></a></p>
<p><strong>Buchveröffentlichung</strong><br />
Erwählung und / oder Bekehrung? Das Profil der evangelistischen Predigt und der Testfall Martyn Lloyd-Jones<a href="http://www.cbuch.de/product_info.php/info/p750_Nestvogel--Erw-hlung-und---oder-Bekehrung-.html" target="_blank"><br />
<img class="alignnone" src="http://www.apologet.de/wp-content/plugins/image-shadow/cache/3ed3e18e9ffdc027e2f888d01f8ded94.jpg" alt="" width="100" height="150" /></a></p>
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	<itunes:summary>Einer der bekanntesten und einflussreichsten evangelikalen Prediger Londons,  Martyn Lloyd-Jones beteiligte sich nicht an der Großevangelisation, welche Billy Graham 1954 in dieser Metropole durchführte. Später, 1966, kam es zu einem Gespräch zwischen beiden, bei welchem Graham Lloyd-Jones den Vorsitz eines evangelistischen Kongresses antrug. Lloyd-Jones schlug Graham einen “Handel” vor. Wenn Graham erstens auf die Unterstützung und das Sponsoring liberaler und katholischer Theologen und zweitens auf das “Invitation-System”, den “Altarruf” verzichten würde, wäre er dazu bereit. Es waren inhaltliche, geistliche Gründe die Lloyd-Jones davon Abstand nehmen ließen die Methoden Graham’s zu übernehmen. Dr. Wolfgang Nestvogel führt in zwei praktischen Vorträgen nicht nur die Gründe aus die dagegen sprechen, sondern versteht es auch hervorragend an dem historischen Beispiel Lloyd-Jones einerseits und dem Zeugnis der Schrift andererseits zu erläutern, was die Bibel unter biblischer Evangelisation versteht. 

Was ist biblische Evangelisation
Worauf zielt biblische Evangelisation
Wodurch wirkt biblische Evangelisation
Worauf verzichtet biblische Evangelisation
Wer trägt die biblische Evangelisation

Manchmal sollten wir denken, dass vieles an den modernen Erweckungsveranstaltungen mehr Fluch als Segen bringt, denn es hat Tausende zum Frieden geführt, bevor sie Zerbruch erlebten; der verlorene Sohn kann erst dann Wiederherstellung im Hause des Vaters erfahren, wenn er bekannt hat: „Vater, ich habe gesündigt.“ Wie kann jemand geheilt werden, der gar nicht krank ist, oder mit dem Brot des Lebens gesättigt werden, wenn er keinen Hunger hat. Die altmodische Weise, von Sünde überführt zu werden, wird heute verachtet; was daraus folgt, ist, dass ein Glaubensleben errichtet wird, bevor die Fundamente ausgehoben wurden. Alles in diesem Zeitalter ist oberflächlich. Es gibt fast niemand mehr, der sein Netz nach Fischen in der Tiefe auswirft, was menschliche Seelen angeht. Die Folge davon ist, dass Menschen sich in Religion stürzen, um sich alsbald wieder davon abzuwenden. Ohne Demut kommen sie in die Gemeinde, ohne Demut bleiben sie in der Gemeinde, und ohne Demut verlassen sie die Gemeinde wieder. C. H. Spurgeon, The Sword and the Trowel, 1882
Martyn Lloyd Jones – Schrittmacher und Mutmacher für bibeltreue Evangelisation – Teil 1/2 – KfG Herbstkonferenz 2001

Martyn Lloyd Jones – Schrittmacher und Mutmacher für bibeltreue Evangelisation – Teil 2/2 – Fragen und Antworten – KfG Herbstkonferenz 2001

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<itunes:subtitle>Einer der bekanntesten und einflussreichsten evangelikalen Prediger Londons,  Martyn Lloyd-Jones beteiligte sich nicht an der Großevangelisation, welche Billy Graham 1954 in dieser Metropole durchführte. Später, 1966, kam es zu einem Gespräch [...]</itunes:subtitle>
	</item>
		<item>
		<title>Käßmann &#8211; Neujahrspredigt, oder Neujahrsrede?</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 20:23:44 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Homilie]]></category>
		<category><![CDATA[Käßmann]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Neujahrspredigt]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt oder Rede]]></category>
		<category><![CDATA[Themenpredigt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Neujahrspredigt der EKD-Vorsitzenden (vollständiger Text), Fr. Käßmann, stand und steht in der Kritik. Im Mittelpunkt dieser Kritik steht überwiegend ihre Äußerung zur militärischen und politischen Afghanistan-Strategie der Bundesregierung: &#8220;Nichts ist gut in Afghanistan&#8221;. Mein Kritikansatz ist ein anderer&#8230; Ich meine: die Rede von Fr. Käßmann war überhaupt keine &#8220;Predigt&#8221;. Als Ausgangstext ihrer Rede wählte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 172px"><img class=" " src="http://www.apologet.de/wp-content/plugins/image-shadow/cache/0492562a3ece378f4eda8a6cfde0ac1a.jpg" alt="" width="162" height="105" /><p class="wp-caption-text">©Foto Monika Lawrenz/ LVH</p></div>
<p>Die <a href="http://www.ekd.de/predigten/2010/100101_kaessmann_neujahrspredigt.html" target="_blank"><em>Neujahrspredigt der EKD-Vorsitzenden</em></a> (vollständiger Text), Fr. Käßmann, stand und steht in der Kritik. Im Mittelpunkt dieser <a href="http://www.evangelisch.de/themen/politik/kaessmann-weist-kritik-an-neujahrspredigt-zurueck9284" target="_blank"><em>Kritik </em></a>steht überwiegend ihre Äußerung zur militärischen und politischen Afghanistan-Strategie der Bundesregierung: <em>&#8220;Nichts ist gut in Afghanistan&#8221;</em>. Mein Kritikansatz ist ein anderer&#8230;<span id="more-2188"></span></p>
<p>Ich meine: die Rede von Fr. Käßmann war überhaupt keine &#8220;Predigt&#8221;. Als Ausgangstext ihrer Rede wählte sie zwar mit der Jahreslosung einen biblischen Text:</p>
<blockquote><p><em>Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubet an Gott und glaubet an mich! </em><strong>Joh14:1</strong></p></blockquote>
<p>aber dem Anspruch einer Rede &#8220;Predigt&#8221; zu sein, genügt nicht, lediglich einen Bibelvers zum Motto zu haben. Möglich wäre ohne Zweifel auch ein anderer Text z.B. nach dem <em><a href="http://www.apologet.de/?p=1403" target="_blank">liturgischen Kalenderjahr</a></em> gewesen. Letztlich scheint der Bibeltext als solches hier jedoch offensichtlich keine entscheidende Rolle zu spielen, lediglich Aufhänger für die politische Botschaft <em>&#8220;Nichts ist gut in Afghanistan&#8221;</em> zu sein.</p>
<p>Wodurch wird eine Rede zur Predigt? Welche <em>Rahmenbedingungen</em>, oder <em>Elemente </em>und vor allem, welche <em>Inhalte </em>machen eine Predigt unterscheidbar, zeichnen diese als Verkündigung aus? Ein paar kurze Gedanken dazu:</p>
<p><strong>A. Äußere Rahmenbedingungen</strong><br />
Eine Predigt unterscheidet sich äußerlich primär dadurch von anderen Vortragsarten, das diese geistlich-sakraler und öffentlich-kirchlicher Natur d.h. gottesdienstliche Rede ist. Nach reformatorischem Verständnis konstituiert sich Kirche hauptsächlich in und durch die Predigt.</p>
<blockquote><p><em>“Wo auch immer wir das Wort Gottes unverfälscht gepredigt und gehört, die Sakramente gemäß der Einsetzung Christi ausgerichtet sehen, dürfen wir nicht zweifeln, dass dort eine Kirche Gottes existiert.”</em> <strong>Johannes Calvin</strong>, Institutio, Buch IV.1.9.</p></blockquote>
<p>Ein weiterer Aspekt ist das Lehramt. Auch wenn nicht selten &#8211; insbesondere in der evangelikalen Bewegung &#8211; das allgemeine Priestertum spiritualistisch missverstanden wird, kennt die Schrift selbstverständlich besonders berufene Lehrer.</p>
<blockquote><p><em>Es muss hier der Satz gewagt werden, dass die Schrift wesentlich dem Predigtamt zugehört, der Gemeinde aber die Predigt. Die Schrift will ausgelegt und gepredigt sein. Sie ist ihrem Wesen nach nicht ein Erbauungsbuch der Gemeinde. Der ausgelegte Predigttext gehört der Gemeinde und von ihm aus gibt es ein:»<em>Suchen in der Schrift, ob es sich also verhält</em>«, (Akta 17) wie die Predigt es verkündigt hat, gibt es also im Grenzfall die Notwendigkeit des Widerspruchs gegen die Predigt aufgrund der Heiligen Schrift.</em><a href="http://www.theologie-examen.de/exzerpte/ethik/bonhoefferethik.htm" target="_blank"> <em>D. Bonhoeffer</em></a></p></blockquote>
<blockquote><p><em>Damit sich nun also unruhige und aufrührerische Menschen nicht ohne Grund eindrängen, um zu lehren oder zu regieren – was sonst geschehen würde – , so ist ausdrücklich verboten, dass sich jemand ohne Berufung ein öffentliches Amt in der Kirche aneignet. Will also jemand als wahrer Diener der Kirche angesehen werden, so muss er zuerst rechtmäßig berufen (rite vocatus) sein, ferner muss er aber auch seiner Berufung entsprechen, das heisst: er muss die ihm übertragenen Aufgaben anfassen und ausführen </em><strong>Institutio IV,3,10</strong></p></blockquote>
<p>Predigt ist von Kirche und ordinierten Lehrern nicht trennbar. Womit über die innere Gestaltung der jeweiligen Predigt noch lange nichts gesagt ist. Sowohl private Reden, wie auch allgemeine öffentliche Reden über Gott sind aber nicht allein schon um des religiösen Inhalts wegen &#8220;Predigt&#8221; zu nennen. Im Lehr- bzw. Predigtamt findet letztlich das Prophetenamt seine Fortsetzung und Entsprechung (vgl. Institutio IV,3,4-9).</p>
<p><strong>B. Predigtelemente</strong><br />
Als wesentliche Elemente einer Predigt wären</p>
<ul>
<li> der biblische Text selbst,</li>
<li> die Auslegung und</li>
<li> die Anwendung zu nennen.</li>
</ul>
<p>Diese Bestandteile liegen prinzipiell jeglicher Predigtart zugrunde.</p>
<p>In seiner klassischen Form ist die Predigt, <em>eine <a href="http://www.kfg.org/download/artikel/mayhue-auslegungspredigt.pdf" target="_blank">Auslegungspredigt</a></em> (Homilie). Hier spielt der Bibeltext die Hauptrolle, welcher aus dem Kontext heraus, fortlaufend ausgelegt und auf die jeweilige Situation bzw. den Anlass Anwendung findet.</p>
<blockquote><p><em>„Und sie lasen aus dem Buch, aus dem Gesetz Gottes, abschnittsweise vor, und gaben den Sinn an, so dass man das Vorgelesene verstehen konnte“</em> (Neh 8,8)</p></blockquote>
<p>Als weiteres ist die katechetische Predigt zu nennen. Unter Zuhilfenahme eines Katechismus, konfessioneller Bekenntnisse bzw. des liturgischen Kalenders wird das Evangelium zusammenhängend und systematisch verkündigt.</p>
<p>Die wohl häufigst anzutreffende Predigtart, ist die Themenpredigt. Auf Grundlage einer Themenstellung werden vereinzelte Bibeltexte zur Begründung einer Argumentation herangezogen.</p>
<p>Wie deutlich zu erkennen, sind in allen Arten die vorgenannten Elemente (Text, Auslegung, Anwendung) durchaus vorhanden, jedoch in unterschiedlicher Reihenfolge und Gewichtung. Auch wenn Themenpredigten ohne Zweifel ihre Berechtigung haben, stehen diese stärker in Gefahr vorgefasste Meinungen in die Schrift hineinzulegen, als es bei Auslegungspredigten der Fall ist.</p>
<p><strong>C. Predigtinhalt</strong><br />
Inhalt und Grundlage einer Rede, die sich Predigt nennt, ist ausnahmslos das Wort Gottes, das Evangelium! Man möchte meinen, von erkennbaren Irrlehren einmal abgesehen, das jedem deutlich ist, was damit gemeint ist, jedoch stellt man in Diskussionen fest, das dem nicht so ist.<br />
Untersucht man das NT darauf, was es mit dem Evangelium auf sich hat, wie es sogar konkret bezeichnet wird, stellt man fest, das es nahezu vollständig als das Evangelium Gottes bzw. des Sohnes, Jesu Christi, oder des Reiches genannt wird.</p>
<p>Nicht der Mensch oder die Welt steht im Mittelpunkt, sondern Gott! Sein Sohn, die Herrlichkeit Gottes, Sein Reich, Seine Herrschaft und Sein Frieden!</p>
<blockquote><p><em>Und ich, als ich zu euch kam, Brüder, kam nicht, um euch mit Vortrefflichkeit der Rede oder Weisheit das Geheimnis Gottes zu verkündigen. Denn ich nahm mir vor, <strong>nichts anderes unter euch zu wissen als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt.</strong> Und ich war bei euch in Schwachheit und mit Furcht und in vielem Zittern;  und meine Rede und meine Predigt bestand nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft beruhe. </em><strong>1Kor1,1-5</strong></p></blockquote>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Kommen wir zurück auf die Neujahrspredigt der EKD-Vorsitzenden Käßmann, die exemplarisch für viele sogenannten &#8220;Predigten&#8221; steht. Hört oder liest man diese unter Berücksichtigung der vorgenannten Erwägungen, muss man konstatieren, daß diese zwar den äußeren Rahmen einer Predigt besitzt, formal sogar die wesentlichen Elemente enthält, jedoch inhaltlich den Anspruch nahezu vollständig verfehlt bzw. nicht erfüllt.</p>
<p>Der Mensch mit seinen Bedürfnissen, der äußere, menschliche Friede untereinander steht in Mittelpunkt dieser Neujahrsrede. Ja, Gott und sogar der Auferstandene Christus werden durchaus  &#8211; beiläufig &#8211; erwähnt, spielen jedoch nur als Nebenfiguren eine Rolle, als Erfüllungsgehilfen für eine gerechtere, friedvollere Welt.</p>
<p>Einer Welt, welcher dieser diesseitigen Philosophie folgend nur Veränderung, keine Erlösung und somit auch keinen Erlöser braucht. Christus sagt jedoch:<em> </em></p>
<blockquote><p><em>&#8220;Mein Reich ist nicht von dieser Welt&#8221;</em> und im Kontext des Redenmotto&#8217;s: <em>&#8220;Den Frieden lasse ich euch, <strong>meinen Frieden gebe ich euch. </strong><strong>Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt</strong>. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.&#8221; </em><strong>Joh14:27</strong></p></blockquote>
<p>Eine solche Rede ist keine Predigt. Das eigentliche Problem ist nicht der Krieg in Afghanistan, sondern der Unfrieden des Menschen mit Gott. Aber dies erwähnt Fr. Käßmann nicht mit einem Wort.</p>
<blockquote><p><em>„Wenn wir das Evangelium verkündigen, sollten wir uns nicht als Vertreter für Öffentlichkeitsarbeit betrachten, die ein gutes Einvernehmen zwischen Christus und der Welt schaffen wollen. Wir sollten uns nicht als Personen betrachten, die Christus für die Wirtschaft, die Presse, die Welt des Sports oder das moderne Bildungswesen akzeptabel machen. Wir sind keine Diplomaten, sondern Propheten, und unsere Botschaft besteht nicht aus einem Kompromiss, sondern aus einem Ultimatum.“</em> <strong>A. W. Tozer</strong></p></blockquote>
<p><em>&#8220;Nichts ist gut in Afghanistan?&#8221;</em> Es muß heißen: Nichts ist gut zwischen Mensch und Gott!</p>
<p>sdg<br />
apologet</p>
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TheoBlog: <a href="http://www.theoblog.de/gelobt-sei-das-ich/8287/" target="_blank"><em>Gelobt sei das Ich</em></a><br />
<a href="http://www.apologet.de/?p=1955"><em>Multi-Ethik-Blabla</em></a><br />
<em><a href="http://www.apologet.de/?p=1892">Kinderkatechismus – Biblische Glaubenslehre für Kinder</a></em><br />
<a href="http://www.apologet.de/?p=428"><em>Verlustanzeige: Das verkündigte Wort</em></a></p>
<p><strong>Video zur Weihnachts&#8221;<em>predigt</em>&#8220;</strong></p>
<p><a href="http://www.apologet.de/?p=2188"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
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	<itunes:summary>©Foto Monika Lawrenz/ LVH
Die Neujahrspredigt der EKD-Vorsitzenden (vollständiger Text), Fr. Käßmann, stand und steht in der Kritik. Im Mittelpunkt dieser Kritik steht überwiegend ihre Äußerung zur militärischen und politischen Afghanistan-Strategie der Bundesregierung: “Nichts ist gut in Afghanistan”. Mein Kritikansatz ist ein anderer…
Ich meine: die Rede von Fr. Käßmann war überhaupt keine “Predigt”. Als Ausgangstext ihrer Rede wählte sie zwar mit der Jahreslosung einen biblischen Text:
Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubet an Gott und glaubet an mich! Joh14:1
aber dem Anspruch einer Rede “Predigt” zu sein, genügt nicht, lediglich einen Bibelvers zum Motto zu haben. Möglich wäre ohne Zweifel auch ein anderer Text z.B. nach dem liturgischen Kalenderjahr gewesen. Letztlich scheint der Bibeltext als solches hier jedoch offensichtlich keine entscheidende Rolle zu spielen, lediglich Aufhänger für die politische Botschaft “Nichts ist gut in Afghanistan” zu sein.
Wodurch wird eine Rede zur Predigt? Welche Rahmenbedingungen, oder Elemente und vor allem, welche Inhalte machen eine Predigt unterscheidbar, zeichnen diese als Verkündigung aus? Ein paar kurze Gedanken dazu:
A. Äußere Rahmenbedingungen
Eine Predigt unterscheidet sich äußerlich primär dadurch von anderen Vortragsarten, das diese geistlich-sakraler und öffentlich-kirchlicher Natur d.h. gottesdienstliche Rede ist. Nach reformatorischem Verständnis konstituiert sich Kirche hauptsächlich in und durch die Predigt.
“Wo auch immer wir das Wort Gottes unverfälscht gepredigt und gehört, die Sakramente gemäß der Einsetzung Christi ausgerichtet sehen, dürfen wir nicht zweifeln, dass dort eine Kirche Gottes existiert.” Johannes Calvin, Institutio, Buch IV.1.9.
Ein weiterer Aspekt ist das Lehramt. Auch wenn nicht selten – insbesondere in der evangelikalen Bewegung – das allgemeine Priestertum spiritualistisch missverstanden wird, kennt die Schrift selbstverständlich besonders berufene Lehrer.
Es muss hier der Satz gewagt werden, dass die Schrift wesentlich dem Predigtamt zugehört, der Gemeinde aber die Predigt. Die Schrift will ausgelegt und gepredigt sein. Sie ist ihrem Wesen nach nicht ein Erbauungsbuch der Gemeinde. Der ausgelegte Predigttext gehört der Gemeinde und von ihm aus gibt es ein:»Suchen in der Schrift, ob es sich also verhält«, (Akta 17) wie die Predigt es verkündigt hat, gibt es also im Grenzfall die Notwendigkeit des Widerspruchs gegen die Predigt aufgrund der Heiligen Schrift. D. Bonhoeffer
Damit sich nun also unruhige und aufrührerische Menschen nicht ohne Grund eindrängen, um zu lehren oder zu regieren – was sonst geschehen würde – , so ist ausdrücklich verboten, dass sich jemand ohne Berufung ein öffentliches Amt in der Kirche aneignet. Will also jemand als wahrer Diener der Kirche angesehen werden, so muss er zuerst rechtmäßig berufen (rite vocatus) sein, ferner muss er aber auch seiner Berufung entsprechen, das heisst: er muss die ihm übertragenen Aufgaben anfassen und ausführen Institutio IV,3,10
Predigt ist von Kirche und ordinierten Lehrern nicht trennbar. Womit über die innere Gestaltung der jeweiligen Predigt noch lange nichts gesagt ist. Sowohl private Reden, wie auch allgemeine öffentliche Reden über Gott sind aber nicht allein schon um des religiösen Inhalts wegen “Predigt” zu nennen. Im Lehr- bzw. Predigtamt findet letztlich das Prophetenamt seine Fortsetzung und Entsprechung (vgl. Institutio IV,3,4-9).
B. Predigtelemente
Als wesentliche Elemente einer Predigt wären

 der biblische Text selbst,
 die Auslegung und
 die Anwendung zu nennen.

Diese Bestandteile liegen prinzipiell jeglicher Predigtart zugrunde.
In seiner klassischen Form ist die Predigt, eine Auslegungspredigt (Homilie). Hier spielt der Bibeltext die Hauptrolle, welcher aus dem Kontext heraus, fortlaufend ausgelegt und auf die jeweilige Situation bzw. den Anlass Anwendung [...]</itunes:summary>
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		<title>Weihnachten im Makro – die persönliche Perspektive aus 1Tim 1,15</title>
		<link>http://www.apologet.de/?p=2074</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Dec 2009 23:44:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>apologet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. W. Nestvogel]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten im Makro]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.apologet.de/?p=2074</guid>
		<description><![CDATA[Predigt von Dr. W. Nestvogel &#8211; Wozu das alles? 1Tim1,15 Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu retten, von welchen ich der erste bin. Der Sinn von Weihnachten lässt sich in 3 Sätzen beschreiben. Können Sie diesen ganz persönlich zustimmen? 1. Jesus ist gekommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Predigt von Dr. W. Nestvogel &#8211; Wozu das alles?<br />
</p>
<blockquote><p><em>1Tim1,15 Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu retten, von welchen ich der erste bin.<span id="more-2074"></span></em></p></blockquote>
<p>Der Sinn von Weihnachten lässt sich in 3 Sätzen beschreiben. Können Sie diesen ganz persönlich zustimmen?<br />
1. Jesus ist gekommen<br />
2. Sünder werden gerettet<br />
3. Ich gehöre dazu</p>
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<em><a href="http://www.apologet.de/?p=1934">Weihnachten im Weitwinkel – die kosmische Perspektive aus Offenbarung 12</a></em></p>
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	<itunes:summary>Predigt von Dr. W. Nestvogel – Wozu das alles?

1Tim1,15 Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu retten, von welchen ich der erste bin.
Der Sinn von Weihnachten lässt sich in 3 Sätzen beschreiben. Können Sie diesen ganz persönlich zustimmen?
1. Jesus ist gekommen
2. Sünder werden gerettet
3. Ich gehöre dazu
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<itunes:subtitle>Predigt von Dr. W. Nestvogel – Wozu das alles? 1Tim1,15 Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu retten, von welchen ich der erste bin. Der Sinn von Weihnachten lässt sich in 3 Sätzen [...]</itunes:subtitle>
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