Bereits in den ersten Jahren der Reformation begann eine interne Auseinandersetzung über das Taufverständnis. Die Tauffrage scheint demnach keine Nebensächlichkeit zu sein. Denn wenn Paulus den Ephesern von der Berufung zu “einem” Herrn, “einem” Glaube und “einer” Taufe schreibt (Eph4,4u.5), scheint das rechte Verständnis diesbezüglich sogar von grundlegender Bedeutung zu sein. Schaut man jedoch heute in die Gemeinden und Kirchen, meint man nicht eine Taufe, sondern eine Vielzahl von Taufen zu erblicken. Neben offensichtlich unbiblischen Lehren wie der rönisch-katholischen Taufwiedergeburt, existieren auch im Protestantismus unterschiedliche Lehren. Entweder die Glaubenstaufe, oder die Kindertaufe und manchmal beides nebeneinander. Mehr…
KategorienAllgemein, Calvin, TheoLOGIA Tags: Calvin, Dr. W. Nestvogel, Geisttaufe, Genfer Katechismus, Heidelberger Katechismus, Kindertaufe, Martin Luther, Sakrament, Taufe, Wassertaufe, Westminster Bekenntnis
“Johannes Calvin wäre in diesem Sommer 500 Jahre alt geworden. Aus diesem Grund haben verschiedene Kirchen 2009 zum Calvin-Jahr gemacht. Die Erinnerungen an den Genfer Reformator gehen aber nicht ganz reibungslos über die Bühne: Vor allem in den Medien scheint ein eher dusteres Bild über Calvin vorzuherrschen. ERF.de hat mit Professor Dr. Armin Sierszyn gesprochen, um herauszufinden, ob Calvin zu Recht so ein negatives Image hat.” Mehr…
Gemeinde Jesu oder eigenmächtiger christlicher Verein?
von Benjamin Kilchör
Konkurrenz belebt das Geschäft. In Anbetracht von Ortschaften mit 2500 Einwohnern und acht evangelischen Kirchen und Freikirchen, von ständig neuen Kirchengründungen in den frömmsten – und mit Kirchen am dichtesten besäten – Gebieten des christlichen Europas, während die Anzahl an Christen in denselben Gebieten nicht etwa zunehmend ist, sondern stagniert, ist es meines Erachtens wieder einmal an der Zeit zu fragen, ob denn Kirche eigentlich ein Geschäft ist, das durch Konkurrenz belebt werden muss. Kann man eine Gemeinde einfach so gründen wie einen Fussballverein oder wie eine Gesellschaft zur Erhaltung der Biervielfalt? Wird dabei das Wort Jesu, dass ER seine Gemeinde bauen will, nicht zu einer leeren Farce? Aber wenn Jesus andererseits sagt, dass er da, wo zwei oder drei sich in seinem Namen versammeln, mitten unter ihnen ist (Mt 18,20), reicht es dann nicht aus, wenn sich zwei bis drei Christen treffen, um Gemeinde zu sein? Mehr…
KategorienAllgemein, Calvin, TheoLOGIA Tags: B. Kilchör, Barth, Calvin, christlicher Verein, Ekklesia, Gemeinde, Kirche, sichtbare Kirche, Spiritualismus, unsichtbare Kirche
Auch wenn man die pfingstlich-charismatischen Sonderlehren und -praktiken beiseite lässt, existieren innerhalb der evangelikalen Welt, in weiten Teilen sehr unterschiedliche Ansichten über das Wirken des Heiligen Geistes. Zumeist jedoch wird darunter eine subjektiv-erfahrbare, im Wesen des Gläubigen vorhandene Präsenz des Heiligen Geistes verstanden. Dies war weder immer so, noch gehört dieses Gedankengut zur ursprünglich reformatorischen Lehre.
Wie aber sind verschiedene Textstellen zu verstehen, die u.a. davon sprechen, das der Geist Gottes “Wohnung” in dem Gläubigen nimmt?Kernaussage reformatorischer Lehre dazu ist, die untrennbare Verbindung zwischen Geist und Wort Gottes. Luther formulierte es auf seine anschauliche Weise so: Mehr…
Die geistliche Realität und Existenz einer universalen Kirche, wird selbst von, der Kirche fernstehenden Christen (gleich welcher Konfession oder Denomination), grundsätzlich positiv wahrgenommen. Man versteht sich als Glied am Leib Christi. Anders sieht dies jedoch mit lokalen Ortsgemeinden, Leitungsstrukturen oder Ämtern aus. Immer öfter begegnet man Christen, welche die Institution “Kirche” nicht nur in berechtigten Fehlentwicklungen kritisieren, sondern fundamental ablehnen. Gruppen wie die Hauskirchenbewegung, die ooCC (out of church christians) zeugen von dieser Entwicklung. (->hier ) Mehr…
Calvins missionarisches Denken und Praxis
von Mark Pogson aus “The Banner of Truth”
(übersetzt von Markus Walter, Limbach-Oberfrohna)
Es wurde viel zu häufig gesagt, dass Johannes Calvin kein Interesse an Mission gehabt hätte. Solche Stellungnahmen entstehen meist aus Unkenntnis, unabsichtlich: eine bekannte Geschichte wird wiederholt. In manchen Fällen jedoch entsteht so eine Meinung, weil der Maßstab des Urteils nicht ganz fair ist, denn es basiert auf moderner missionarischer Aktivität und Organisation. Mehr…
Heiter und frohen Herzens – Die Diakonie bei Calvin
von Pastor Dr. Bartolt Haase
Boldelschwingsche Anstalten Bethel
Johannes Calvin war ein Flüchtling, als er 1536 zum ersten Mal nach Genf kam. Als Protestant konnte er in seinem Heimatland Frankreich nicht mehr sicher leben. Die südliche Schweiz, insbesondere die Stadt Genf, wurde damals von vielen Anhängern der Reformation aus Frankreich als Zufluchtsort gewählt. Sie alle wollten in Genf eine Unterkunft finden, genug zu Essen und eine Arbeitsstelle haben. Mehr…
Calvin privat – Der große Reformator war eher schüchtern
von Dr. Achim Detmers
Hinter dem großen Reformator Johannes Calvin verbirgt sich auch der „Mensch Calvin“. Diese privaten Seiten des Genfer Reformators werden selten erwähnt.
Schon die Verhältnisse seines Elternhauses sind vielen unbekannt: Calvins Vater war ein sozialer Aufsteiger, der es bis zum Kirchenanwalt des Domkapitels in Noyon brachte. Seine Ehefrau starb sehr früh, sodass Calvin mit insgesamt fünf Geschwistern von seiner Stiefmutter großgezogen wurde. Mehr…
Auf dem Blog: Christozentrisch bin ich gerade in eine interessante Diskussion (hier) eingestiegen, in welcher es um die Definition dessen geht, was Mission „ist“ bzw. „ausmacht“. Ausgangspunkt war der kritische Fernseh-Beitrag des ZDF (Frontal 21 vom 4. August 2009). Inhalt des Diskurses ist die Frage, inwieweit, oder ob überhaupt Diakonie Bestandteil von Mission ist. Man bezeichnet diesen Standpunkt, bei dem Mission in Kerygma (Verkündigung) einerseits und Diakonie (Liebesdienst) andererseits subsummiert wird, als “ganzheitliche Mission“. Mehr…
Besucht man Gemeinden und Kirchen, findet man vielerorts eine breite Pallette von Gestaltungselementen und Liturgien an. Auch das gesprochene Wort – die “Predigt” – kommt nicht zu kurz. Jedoch ersetzen Anspiele, Bildmeditationen, Gespräche, Lieder, Tänze, Pantomimen und anderes immer mehr die schlichte Predigt von der Kanzel. Findet diese dennoch statt, fühlt man sich jedoch oft an psychologische Vorträge oder Motivationsseminare erinnert.
Predigten mit einem “Motto” oder “Thema“, welche mehr oder weniger die vorgefasste Meinung des Predigers, in der Verbindung mit vielen Zitaten aus der Schrift wiedergeben. Die klassische Auslegungspredigt (Homilie) trifft man selten an. Mehr…
Phillip Jenson, Dekan der St. Andrew’s Kathedrale und Direktor des “Ministry Training and Development” (MT&D) der evangelikalen Sydney Diözese der anglikanischen Kirche (Sydney) stellt in einem Interview deutlich heraus, das dies ein Paradoxon darstellt. Zwei verschiedene theologische Systeme stehen sich unüberbrückbar gegenüber. Lediglich durch Umdefinierung feststehender Begrifflichkeiten und Lehren ist eine Vereinbarkeit konstruierbar. Dies kann ich aus persönlicher Perspektive als Ex-Pfingstler nur ausdrücklich bestätigen. Mehr…
…oder wie war das noch mit dem „freien Willen”?
Nachdem ich mich das letzte Mal mit der Frage nach dem “freien” bzw. “unfreien Willen” beschäftigt habe, will ich heute über das Thema Prädestination nachdenken. Vorweg jedoch noch ein kleiner Rückblick und paar ergänzende Gedanken zum Thema “Wille des Menschen”. Mehr…