Die doppelte Aktualität der Berliner Erklärung

Warum das Dokument auch mit 90 Jahren noch nicht “zum alten Eisen” gehört
(von Pastor Wolfgang Nestvogel, im September 1999)

Einleitung: Fluch? Historie? Segen?

Was haben die Berliner Erklärung (BE) und die Berliner Mauer gemeinsam? Beide sind in unserer Generation “gefallen”. So sieht es zumindest die Initiative Berliner Erklärung. Diese Vereinigung hatte es sich seit Jahren zum Ziel gesetzt, die Autorität der BE auszuhebeln und ihre offizielle Zurücknahme durchzusetzen. Mit dem Zustandekommen einer gemeinsamen Kasseler Erklärung (1996) zwischen der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) und dem Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) hält die Initiative ihr Hauptziel für erreicht. Damit sei “die Ära der Berliner Erklärung…endgültig vorbei”, auch wenn beide Seiten noch zusammenwachsen müßten: “Wie mit dem Fall der Berliner Mauer 1989…ein teilweise schwieriger Integrierungsprozeß begann, so hat mit dem Fall der Berliner Erklärung in Kassel [1996] für Pietisten und Charismatiker die ‘Wiedervereinigung’ ebenfalls erst begonnen.”1 In dieser Formulierung zeigt sich die Hoffnung, daß die Wirkung der Kasseler Erklärung (KE) weit über den Kreis der beteiligten Organisationen – DEA und BFP – hinausreichen werde. Es geht um “Pietisten und Charismatiker [denen mit der KE] …die Basis für ein geeintes Miteinander geschenkt” worden sei.

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weiterführende Artikel
Zur Entstehung der Berliner Erklärung von 1909 – 90 Jahre Berliner Erklärung: Ihre Vorgeschichte
Berliner Erklärung

verschiedene Texte
[1. Die Berliner Erklärung 2. Die Mülheimer Erklärung (1909) 3. Die Kasseler Erklärung (1996) 4. Gemeinsame Erklärung des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und des Mülheimer Verbandes (2009)]

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