The Time 100 – Evangelikaler Pastor dabei

Zusammen mit Barak Obama, Angela Merkel und anderen Bekannten aus Politik, Wirtschaft und den Medien, wird aktuell auch ein evangelikaler Pastor zu den 100 einflußreichsten Persönlichkeiten gerechnet. Was zunächst erfreulich klingt, mag bei genauerem Hinsehen bedenklich stimmen. Denn der evangelikale Pastor heißt Rob Bell.

Georg Walter schreibt auf seinem Blog:

Bells neuestes Buch Love Wins ist in den USA ein Bestseller und wurde rechtzeitig vor dem Willow Creek Jugendplus Kongress 2011, der vom 6. – 8. Mai 2011 stattfand, vom Brunnen Verlag, Gießen, in der deutschen Übersetzung mit dem Titel Das letzte Wort hat die Liebe herausgebracht. Rob Bell war auf dem diesjährigen Jugendplus Kongress einer der Hauptredner.

Ironischerweise steht der Titel der deutschen Ausgabe im Widerspruch zu Rob Bells postmodernen Denken, das in der Emerging Church vorherrschend ist. Letztgültige, absolute Aussagen kann man aus ihrer Sicht nicht machen. Das letzte Wort in einer Sache kann demnach niemand und nichts in dieser zeitlichen Ordnung haben – kein Mensch “kann wissen, wie alles endet.” Wie will Bell, der “nicht weiß, wie alles endet,” also wissen, dass die Liebe das letzte Wort haben wird? weiterlesen bei DistomosBlog

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6 thoughts on “The Time 100 – Evangelikaler Pastor dabei

  • 10. Mai 2011 um 10:46
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    Da stellt sich natürlich wieder die allgegenwärtige, niemals totzukriegende Frage: wer oder was definiert, was ein “evangelikaler” Pastor ist?

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    • 10. Mai 2011 um 11:06
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      Da bereits der Begriff “evangelikal”, sowohl aus der Innen- wie Außenperspektive, so unterschiedlich verstanden wird, wohl niemand wirklich mehr. Bei der Times wird Bell jedenfalls so eingeordnet… 😉

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      • 12. Mai 2011 um 15:16
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        Wobei die Times ja englisch ist und englisch “evangelical” kann deutsch sowohl “evangelikal” als auch “evangelisch” bedeuten.

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        • 12. Mai 2011 um 17:04
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          Damit hast Du recht. Aber ich schätze, das Autor und Times-Leser das richtig einordnen können… 😉

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  • 10. Mai 2011 um 13:06
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    Wahrscheinlich könnte man ihn mit (fast) genauso gutem Recht auch als buddhistischen Priester bezeichnen: er mag Jesus, glaubt nicht wirklich an die Hölle, hat einen subjektiven, recht sinnentleerten Glauben, etc.

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    • 10. Mai 2011 um 16:04
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      Es spielt auf jeden Fall keine große Rolle, da er ja die Auffassung vertritt, das ein Buddhist als Buddhist, ein Hindu als Hindu etc. gerettet wird. Ich glaube das nennt man “anonymous Christianity”…

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