Stolpersteine der Schriftauslegung

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Jeder Leser der Bibel geht mit einem mehr oder weniger fassbaren Vorverständnis an das Buch der Bücher heran. Dieses „Vorverständnis“ wird geprägt durch eine jeweils individuelle geistliche Sozialisation. Oberflächliche Kenntnisse der Ausgangssprachen oder allzu großes Vertrauen in Bibelkommentare führen schnell, zu kleinen oder großen Irrtümern. D. A. Carson gelingt es in seinem BuchStolpersteine der Schriftauslegung diverse Problemfelder der Exegese auszuleuchten. Dieses Buch ist bei Studenten unter dem englischen Originaltitel „Exegetical Fallacies“ sehr bekannt. Viele von ihnen haben es mit immensen Gewinn in ihrem Studium gelesen und dabei gelernt, wie man die typischen Fehler bei der Exegese vermeidet und stattdessen sorgfältig mit dem Bibeltext arbeitet und ihn „in gerader Richtung schneidet“ (2Tim 2,2).

Inhalt:
Kapitel 1: Fehlschlüsse bei Wortstudien
Kapitel 2: Grammatikalische Fehlschlüsse
Kapitel 3: Logische Fehlschlüsse
Kapitel 4: Falsche Voraussetzungen und historische Fehlschlüsse
Kapitel 5: Schlussgedanken

Leseprobe: Stolpersteine der Schriftauslegung

Prayer Changes Things—Or Does It? (Exodus 32:1-14)
[podcast]http://s3.amazonaws.com/tgc-audio/carson/20090624_prayer1_Exod_32.1-14.mp3[/podcast]

Mark Driscoll interviews DA Carson

2 Kommentare

  1. Für mich vermag ich auszusagen, daß ich mich hüten werde, „mit einem mehr oder weniger fassbaren Vorversändnis an das Buch der Bücher heran (-zugehen)“. Eine „jeweils individuelle geistliche Sozialisation“ mag es bei mir tatsächlich geben, hier konkret eine jahrzehntelange Tätigkeit als Mathematik- und Physiklehrer. Damit achte ich bei der Lektüre des AT bzw. des NT sehr sorgfältig darauf, was sich jeweils unbestreitbar als Gotteswort bzw. als Menschenwort erweist. In diesem Zusammenhang gilt es, sorgfältig auf den Kontext bzw. auf Parallelen zu achten und jeden Widerspruch oder sonstigen Unfug säuberlich herauszuarbeiten. Sofern man bereit ist, sich ohne Scheuklappen dieser Mühe zu unterziehen, gehen einem eines Tages die Augen auf, wer hier alles seine Finger im Spiel gehabt hat.

    Worum es hier letztlich geht, hat eine Leserbriefschreiberin der F.A.Z. Nr. 89 vom 17.04.2009 unter dem Titel „Was ich meiner Tochter rate“ wie folgt auf den Punkt gebracht: „Lernt fleißig, damit Ihr nicht alles glauben müsst, was Euch erzählt wird.“

    CUI BONO?

    1. Dem darf man erwidern, das es sich bei Deinem „achten“, sehr wohl um ein fassbares Vorverständnis handelt. Offenbar um einen – wenn auch nicht starr reglementierten, aber erkennbaren – historisch-kritischen Ansatz in der Hermeneutik. Der Hinweis auf die berufliche Tätigkeit, weist zudem auf ein eher materialistisches Weldbild hin. Als Reformierter mit grammatisch-historischem Schriftverständnis meine ich da durchaus „Scheuklappen“ zu verorten… 😉

      sdg
      apologet

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