Tim Keller – The Prodigal God

Veröffentlicht von

Hat Ron Kubsch (TheoBlog) gerade heute erst auf ein neu – auf Deutsch – erscheinendes Buch von Tim Keller »The Reason for God: Belief in an Age of Skepticism« hingewiesen, lese ich von einem weiteren Buch das im Herbst  im Brunnenverlag (Basel) nun auch auf Deutsch erscheint wird: »The Prodigal God: Recovering the Heart of the Christian Faith«. Tim Keller hat in seinem Buch nicht – wie so oft – nur den „verlorenen Sohn“ im Blick, sondern legt legt den Text aus Lk 15:1-3, 11-32 genauer aus.

„Wir werden Gott nicht finden, es sei denn er sucht uns zuerst. Aber wir sollten immer im Auge behalten, dass er dies auf recht unterschiedliche Weise tun kann. Manchmal rennt uns Gott regelrecht entgegen, wie er es im Fall des jüngeren Sohnes getan hat. Dann spüren wir ein ganz tiefes Gefühl seiner Liebe. Manchmal redet er still und geduldig mit uns und versucht uns zu überzeugen, obwohl wir uns weiter von ihm abwenden, wie im Fall des älteren Sohnes […]

Wie weiß man nun, ob Gott gerade bei am Wirken ist? Wenn man anfängt, etwas von der eigenen Verlorenheit zu spüren und auf einmal merkt, wie sehr man sich wünscht, diesem Zustand zu entkommen. Dann sollte es einem spätestens klar werden, dass dieses Verlangen etwas ist, was man nicht selbst hervorbringen kann […]

Was müssen wir also tun, um errettet zu werden? Um Gott zu finden, müssen wir umkehren und die Dinge hinter uns lassen, die wir falsch gemacht haben. Aber wenn das alles ist, dann kann es gut sein, dass man nicht mehr ist als ein älterer Bruder. Um wirklich Christ zu werden, müssen wir auch Buße tun für die Motive, aus denen heraus wir all unsere guten Taten getan haben. Pharisäer bereuen nur ihre Sünden. Christen bereuen auch all die Dinge, mit denen sie versucht haben, ihre eigene Gerechtigkeit zu begründen. Wir müssen lernen, wie wir die Sünde bereuen, die sich hinter all unseren Sünden verbirgt, und auch hinter all unserer eigenen Gerechtigkeit.

Wir müssen zugeben, dass wir unsere Hoffnung und unser Vertrauen letztlich in andere Dinge und nicht in Gott gesetzt haben. Und wir müssen letztlich zugeben, dass wir sowohl durch unsere schlechten wie auch durch unsere guten Taten versucht haben, um Gott herum zu kommen. Oder versucht haben, ihn dadurch zu kontrollieren und zu manipulieren, damit er uns hilft, an all die Dinge heranzukommen, die wir wirklich wollen.“ Tim Keller


TheProdigalGod.com

Rezension
Der verlorene Sohn

ähnliche Artikel
TheoBlog: Tim Keller

2 Kommentare

  1. Hallo! »The Reason for God: Belief in an Age of Skepticism« ist nicht neu, sondern schon 2008 erschienen. Es soll, wie mir mitgeteilt wurde, aber 2010 auf Deutsch erscheinen.
    Liebe Grüße, Ron

    1. Hi Ron!
      Dankeschön für den Hinweis… das hatte ich bei Dir auch so gelesen… aber nicht richtig wiedergegeben… 😉
      Liebe Grüße
      Andreas

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.