Bill Hybels – …Für mich ist das immer noch eins der größten Rätsel

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CrossChannel.de sprach für den Willow YouthPod mit Pastor Bill Hybels am Willow Creek Leitungskongress Karlsruhe (28.-30. Januar 2010) über das Thema Jugendarbeit und Mentoring. William Hybels, Gründer und leitender Pastor der Willow Creek Gemeinde in South Barrington, einem Vorort von Chicago und Hauptvertreter einer besucher- und bedürfnissorientierten Evangeliumsvermittlung.

Das kann einen verrückt machen, nicht? Manche Jugendliche sind aus irgendeinem Grund wie auf Knopfdruck Feuer und Flamme für Gott. Und direkt daneben sitzt jemand, und bei dem macht es einfach nicht „Klick“. Vielleicht betest du gleich viel für beide und widmest ihnen gleich viel Zeit …Für mich ist das immer noch eins der größten Rätsel – nicht nur in der Jugend-, sondern auch in der Erwachsenenarbeit! Warum klappt es bei manchen und bei anderen nicht? Hybels

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Quelle: Willow Youth Pod

Das Gleichnis des Sämann’s  aus Matthäus 13 (s.a. Mk4; Lk8) löst das Rätsel Hybels. Dort ist die Rede von verschiedenen Böden.

Der Same als das Wort vom Reich (V19, vgl. auch Lk8:11). Christus greift damit u.a. ein Bild aus dem AT auf:

Denn wie der Regen fällt und vom Himmel der Schnee und nicht dahin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt, sie befruchtet und sie sprießen lässt, dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot dem Essenden, so wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird bewirken, was mir gefällt, und ausführen, wozu ich es gesandt habe. Jesaja 55:10ff

Dieser Same besitzt die gesamte Dynamik (vgl. auch Jak1:18), eben wie bei dem biologischen Prozeß, welchen Christus hier als Anschauungsbespiel benutzt.

Desweiteren beschreibt der Herr verschiedene Böden, auf welche der Samen fällt:

  • felsiger Boden (V20) ist menschlich-emotionaler bzw. religiöser Scheinglaube welcher nicht echt ist. Man kann diesen daran erkennen, das solche Menschen solange „dabei“ sind, solange kein Problem, Schwierigkeit oder Leid auftaucht
  • unter Dornen (V22) oberflächliche Scheinglaube ohne echte Umkehr. Man kann diesen daran erkennen, das er nicht mit der Welt brichet.
  • gutes Erdreich (V23) ist der echte Glaube. Nicht alle Gläubigen sind gleich fruchtbar, aber alle sind fruchtbar.

Deutlich wird, das sich dieses Gleichnis unzweideutig an dem normalen biologischen Vorgang orientiert. Die Art des Bodens entscheidet darüber, ob der Same überhaupt austreibt bzw. wieviel Frucht er bringt.

Nicht der Boden entscheidet über seine Natur als felsiger, dorniger oder guter Boden, sondern Gott selbst erwählt – in einer grundsätzlich gefallenen Schöpfung – bestimmte Böden, die Er wieder fruchtbar macht.

Man könnte auch das Gleichnis des guten Hirten aus Johannes 10 anführen.

Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, 15 wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. […] 26 Aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen. 27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; Joh10:14

Wer nicht zu den Schafen gehört, hört weder die Stimme Jesu, noch ist Er für diese Menschen gestorben. Deutlicher geht es kaum. Jesus ist für die Erwählten Gottes in der gesamten menschlichen Geschichte gestorben – nicht für alle Menschen. Die Lehraussage der begrenzten Versöhnung  (siehe hier) fasst diese und diverse andere Aussagen der Schrift in einem prägnanten Satz zusammen.

Oder wir schauen uns Johannes 17 an.

Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir gegeben hast. Sie waren dein und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. …9 Ich bitte für sie und bitte nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein. Joh17:6

Der natürliche Mensch ist tot in seinen Sünden (Eph2:1ff; Kol2:13)  bzw. kann als ein natürlicher Mensch ohne Christi Sinn nichts von Gott vernehmen (1Kor2:14).

sdg
apologet

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