Erlösung – Das Werk des Vaters – Bedingunslose Erwählung

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Es besteht kein Zweifel daran, jeder wahrhaft Gläubige kennt seinen Erlöser: Jesus Christus. Dennoch muß festgestellt werden, daß die Wahrheit über die Erlösung in vielen Gemeinden nur sehr unzureichend und unvollständig gelehrt bzw. sogar bekannt ist. Wird Jesus in vielen Chorussen, Lobpreis- und Anbetungslieder der evangelikalen Bewegung für sein Erlösungswerk am Kreuz verherrlicht – der Vater wird dabei zumeist vergessen…

Dabei ist „Erlösung“ das Werk des dreieinen Gottes!

Evangelikale Sichtweise – universale Genugtuung

In der evangelikalen – und somit arminianischen – Theologie, bleibt für das Erlösungshandeln des Vater wenig bzw. gar kein Raum. Christus sei „für alle Menschen gestorben“ (so die Hypothese der universalen Genugtuung) und das Heil wird den Menschen durch die Verkündigung des Evangeliums angeboten.

Die biblischen Aussagen zur Erwählung und Vorherbestimmung werden mit dem Begriff der „Vorhersehung“ erklärt, damit jedoch das Werk des Vaters bei der Erlösung grundlegend ignoriert bzw. verleugnet.

Erwählung“ ist damit nur noch eine fromme Worthülse für ein unbestimmtes Vorherwissen des Vaters darum, welche Menschen aus freien Stücken an das Evangelium glauben würden. Der Glaube, den Gott vorhersah und auf welchem „Erwählung“ basiert, wurde dem Sünder nicht durch Gott gewirkt, sondern resultiert einzig und allein auf dem Willen des Menschen.

Die biblische Sichtweise – Bedingungslose Erwählung (Unconditinal Election)

Die Erwählung zum Heil vollzieht sich ausschließlich nach des Vaters souveränem, unerforschlichen Ratschluß. Nach Seinem freien Willen, erwählt Er bestimmte Menschen aus Gnade zu ewigem Heil und belässt andere nach Maßgabe Seiner Gerechtigkeit in ewiger Verdammnis. Er ist es, der bestimmte Menschen von Ewigkeit her erwählt hat.

Für diese hat Gott bestimmt, dass sie Ihn, erkennen werden, und für sie hat Er auch Kindschaft und die Auferstehung zum ewigen Leben vorhergesehen. Die Übrigen bleiben unwissend in Bezug auf Gott und das Evangelium.

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, daß wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten; in seiner Liebe hat er uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten.Eph1:3-6

Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir, du hast sie mir gegeben, und sie haben sich nach deinem Wort gerichtet. […]  Für sie bete ich. Ich bete nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein Eigentum. Joh17:6u.9

Die Erwählung durch den Vater ist, wie man hier und in anderen Bibeltexten lesen kann, noch vor der Erschaffung des Universums getroffen worden und somit erst recht vor der Geburt jedes einzelnen Menschen. Zudem völlig unabhängig und losgelöst von irgendwelchen menschlichen Entscheidungen, Gehorsamsakten, wie z.B. Glaube, Buße, etc..

Der Grund, warum Gott einige erwählt, liegt allein bei Gott selber und nicht in irgendwelchen guten Werken von Seiten des Erwählten. Die Erwählung ist nicht an irgendwelche in der Person des Erwählten liegenden Bedingungen geknüpft (Römer 9,15.21).

Das Niederländische Bekenntnis 1561 lehrt dazu:

Wir glauben, dass Gott, nachdem die ganze Nachkommenschaft Adams so durch die Schuld des ersten Menschen in Verderben und Untergang gestürzt war, sich so gezeigt und bewährt habe, wie er wahrhaft ist, nämlich barmherzig und gerecht. Barmherzig nämlich, indem er von der Verdammnis und dem Untergange diejenigen befreite und erlöste, welche er in seinem ewigen und unveränderlichen Ratschlusse aus reiner und unverdienter Güte durch Jesum Christum, unsern Herrn, erwählte, ohne irgendeine Rücksicht auf gute Werke derselben. Gerecht aber, indem er andere in ihrem Falle und ihrer Verderbnis ließ, wohinein sie sich selbst gestürzt haben. Artikel 16

Es ist demnach des Vaters Entscheidung für bestimmte Sünder, denen Er gnädig, aus Liebe ist, nicht die Entscheidung des Sünders für Christus, die Ursache für Erlösung

sdg
apologet

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