„Pfarrer im Netz“ oder „Dr. Sommer“?

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Der Leiter des Medienhauses der hessen-nassauischen Kirche, Pfarrer Helwig Wegner-Nord empfiehlt in dem Kirchenmagazin „echt“ Sex vor der Ehe. Nun ist diese Ansicht keine Seltenheit mehr unter Angehörigen der verschiedensten christlichen Konfessionen. Als „Sünde“ wird es nur noch selten angesehen, und wenn, dann als „lässlich„. Dennoch überrascht die Direktheit des Pfarrers.Vor zwei Monaten habe ich hier über dieses Thema geschrieben. Den wenigen dürren Worten des Pfarrers ist nicht viel mehr zu entnehmen, als das er Sex vor der Ehe mit 1. Korinther 16,13 rechtfertigt. Eine exegetische Tragödie.

Wer sich unmittelbar an Pfarrer Helwig Wegner-Nord wenden will kann das über die Email-Adresse h.wegner-nord@ev-medienhaus.de oder redaktion@echt-online.de tun.

sdg
apologet

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2 Kommentare

  1. Drei interessante und fundierte Leserbriefe sind bei Idea zu dem „Echt-Artikel“ von Pfarrer Helwig Wegner-Nord zu finden. Den einen möchte ich hier abdrucken:

    Vorsichtige Distanz

    Ich frage ich mich ernsthaft, wie es um das Bibelwissen von Pfarrer Wegner-Nord steht, wenn die offensichtliche, dreimalige (!) Warnung der liebenden Sulamith: „Weckt nicht, stört nicht auf die Liebe“ (Hohelied 2,7; 3,5; 8,4) unverstanden verhallt. Grundlage für eine auf Dauer angelegte, von Sinnlichkeit und Romantik durchdrungene, reife Ehe ist nach dem Hohelied eine Verlobungszeit, die von Enthaltsamkeit, Respekt, dem Erlernen echter Bewunderung und vorsichtiger Distanz geprägt ist. Sulamith ist eine „Mauer“ (Hohelied 8,10), die ihren Salomo nicht vor der Hochzeitsnacht „ran lässt“ (Hl 4,16); und Salomo kann sich in der Hochzeitsnacht darüber freuen, dass seine Braut ein „verschlossener Garten“ ist (Hohelied 4,11). Das Zentrum des Hohenliedes bilden Gottes begeisterte Worte in Hohelied 5,1: „Esst, Freunde, trinkt und berauscht euch an der Liebe!“ Unser Gott ist ein Gott sexueller Ekstase, aber bitte in den von ihm vorgegebenen, ehelichen Grenzen, damit das Feuer der Liebe (vergleiche Hohelied 8,6.7) nicht außer Kontrolle gerät und Leben zerstört. Es mag sein, dass die Struktur des Hohenlieds sich nicht jedem Leser sofort erschließt, aber als Beleg für „Sex vor der Ehe“ taugt es wirklich nicht.

    Jürgen Fischer, Berlin

  2. Das Wort Gottes ist leider nicht mehr die gültige Grundlage der Verkündigung, sondern nur noch der Zeitgeist. Paulus schrieb an Timotheus, dass er das Wort zur Zeit und zur Unzeit austeilen soll, denn es werden Zeiten kommen, wo die Menschen nur das hören wollen, was ihnen recht ist, was in ihren Ohren kitzelt. Diese Zeit haben wir erreicht. In den Predigten wird nicht davon gesprochen, was Gott den Gemeindegliedern zu sagen hat, sondern eigene Vorstellungen und Programme.
    Die wichtigste Botschaft vom Jerusalemer Konzil für die Heiden war, dass sie sich der Unzucht fernhalten sollten und kein Blut trinken sollten. Also eine klare Anweisung zum Handeln, die bis heute noch nicht aufgehoben wurde. Sie wird einfach ignoriert, nicht mehr gelehrt!!! Was nicht gelehrt wird, kann kein Schüler wissen. Eine Prüfungsfrage nach nicht vermitteltem Stoff wird keiner beantworten können, geschweige danch handeln können.
    Die Quittung bekommen wir jeden Tag von den vielen lebensuntüchtigen Menschen, die alle Regeln missachten und so in den Tag hineinleben, dass der Staat für sie sorgen muss.
    Die Eigenverantwortung für das Erlernen von Lebensregeln muss wieder eingeführt werden. Früher galt einmal, Torheit schützt vor Strafe nicht. Heute ist es umgekehrt, jeder beweist, dass er nicht für sein Tun verantwortlich ist, weil es die Umstände so ergeben haben. Jeder Tor geht straffrei aus und den Schaden muss die Gesellschaft begleichen. So wurde auch die Unzucht salonfähig gemacht, privat und in der Öffentlichkeit.
    Bei allem Zeitgeist bleibt Gottes Wort gültig, und JAHWEH wird jeden zur Rechenschaft ziehen, der das Blut seines Sohnes nicht zur Tilgung seiner Sünden in Anspruch genommen hat.

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