Friedlicher Jahreswechsel?

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Deutschland. Der Jahreswechsel ist friedlich, zumindest „weitgehend“ friedlich verlaufen. Ja, es hat zwar Verletzte sogar einige Tote aufgrund von Silvesterfeuerwerk oder Alkoholmißbrauch gegeben… aber wir leben in einem wie auch immer gearteten „Frieden“. Dieser Friede ist jedoch für die Gemeinde Jesu lediglich ein oberflächlicher „Friede“, ein Friede den diese Welt geben kann. Die Gemeinde Jesu wird verfolgt. Nachfolger Christi werden überall auf der Welt wegen ihres Glaubens getötet.

Eine schlaglichtartige, keineswegs vollständige Bestandsaufnahme zeugt von 22 Toten und 43 Verletzten bei einem Selbstmordanschlag in Ägypten, in Nigeria sind seit Heiligabend nach nigerianischen Presseberichten weitere 43 Menschen getötet worden. Bei einem Bombenanschlag während der Weihnachtsmesse sind auf einem Polizeigelände auf der philippinischen Insel Jolo elf Menschen verletzt worden. Untersuchungen belegen, daß ca. 100 Millionen Christen von Diskriminierung, Schikanen oder Gewalt betroffen sind. Dies trifft die Gemeinde keineswegs unvorbereitet, aber für uns Christen in der westlichen Welt ist diese Realität weit entfernt. Warum läßt Gott dies zu?

Die Macht Gottes ist herrlich, nicht nur darin, daß er seine Gemeinde bewahrt und den Geist seiner Diener in ihren schlimmsten Heimsuchungen erhebt, sondern auch, indem er durch sie seine Gemeinde baut (vermehrt). Wenn es schon wunderbar ist, daß sie in ihnen gehalten wird, so ist es noch viel wunderbarer, daß sie durch die gebaut wird. „Je mehr wir bedrängt werden, umso mehr beharren wir“, sagt Tertullian. Die Gemeinde ist nie so schnell gewachsen wie in der Zeit ihrer größten Bedrängnis. Sulpitius sagt von den Christen in den früheren Zeiten, daß sie so begierig nach dem Martyrium strebten wie die Menschen in seiner Zeit nach der Bischofskrone. Das Blut der Märtyrer war der Same der Kirche. Plinius erzählt von der Lilie, die durch ihren eigenen Saft zum Wachstum angeregt wird, der auf sie tropft, und genauso verhält es sich mit der Gemeinde. Sie Ist die Lilie, die unter Dornen wächst; eben dieses Blut, welches auf sie tropft, lässt sie wachsen; das Leiden eines Einzelnen zeugt viele, die die Wahrheit lieben. John Knox … berichtet von einem Edelmann, einem gewissen John Lindsay, der mit Bischof Bettoune bekannt war. Bei der Verbrennung von Patrick Hamilton sagte er zu dem Bischof: „Mein Herr, wenn Ihr noch einen weiteren verbrennt, zerstört Ihr Euch selbst; wenn Ihr sie verbrennen wollt, dann lasst sie in leeren Kellern verbrennen, denn der Rauch von Mr. Patrick Hamilton hat alle infiziert, auf die er geweht ist.“ Von einer gewissen Cecilia wird berichtet, dass ihre Treue und ihre  Ermahnungen vor und nach ihrem Martyrium Mittel zur Bekehrung von Vierhundert Menschen waren. „Durch Blut und Gebet bekehrt die Kirche die ganze Welt“, sagt Luther. Jeremiah Burroughs

Niemand wünscht sich Verfolgung und wir sind gefordert für unsere Geschwister zu beten. Für ihre Bewahrung, vor allem aber auch für ihr Ausharren. Und wir sollten darum bitten, daß ihr Beispiel uns motiviert, nein herausfordert aus unserer geistlichen Starre zu erwachen. Gewiss dürfen wir wissen, das niemand, keine Regierung, keine Ideologie oder Religion Gottes Plan im Weg steht.

Aber auch ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen, und die Pforten des Totenreichs werden nicht fester sein als sie. Mt 16:18

Was kann der Einzelne tun? In erster Linie beten und selbst Gott treu in jeder Situation zu bekennen. Die Organisation Opendoors berichtet über bedrängte und verfolgte Christen und will diese darin unterstützen, trotz Verfolgung ihr Christsein zu leben, ihre Gemeinden zu stärken und auch in einer feindlich gesinnten Umwelt das Evangelium zu verkünden.

sdg
apologet

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