Existiert Homosexualität?

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Homosexualität. Derzeit gibt es diverse Debatten rund um dieses Thema in der evangelischen Kirche. Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren, „Homo-Paare“ in Pfarrhäusern. Altbischöfe, wie der pensionierte nordelbische Theologe und Bischof Ulrich Wilckens haben sich dazu in einem offenen Brief an die Mitglieder der Synoden der Evangelischen Kirche in Deutschland gewand. Existiert aus Homosexualität jedoch überhaupt?

Aus biblisch-christlicher Erwägung ist der Mensch grundsätzlich als gegengeschlechtliche Spezies, als Mann und Frau mit der Fähigkeit der sexuellen Betätigung, primär um sich fortzupflanzen, erschaffen worden. Mit dem Sündenfall ist jedoch jeder Aspekt menschlichen Lebens, auch der der Sexualität – in jeglicher Hinsicht – pervertiert worden. Gott hat keineswegs „homosexuelle“ oder „heterosexuelle“ Menschen erschaffen, sondern Menschen, welche Sexualität in Seinem Sinne schöpfungsgemäß, oder eben nicht schöpfungsgemäß ausüben können.

Das mag sich nichtglaubenden Menschen nicht immer erschließen… stößt bei dem einen oder anderen auch an Verständnisgrenzen, ist aber aus biblisch-christlicher Perspektive schlicht so.

  1. Die Schrift kennt grundsätzlich keine „homosexuellen Beziehungen“ geschweige denn „Homo-“ bzw. „Heterosexualität“, sondern ausschließlich zwei unterschiedliche, entgegengesetzte bzw. zu- und füreinander geschaffene Geschlechter: Mann und Frau, die für eine partnerschaftliche Beziehung miteinander in Frage kommen. Egal wo in der Schrift, überall wird dies schlicht vorausgesetzt oder deutlich herausgestellt. D.h. in biblisch-ethischer Hinsicht existiert überhaupt keine „Homosexualität“, sondern  homosexuelle Handlungen.
  2. Die Schrift ist dabei im Bezug auf Sexualität vollkommen eindeutig: Die beiden Geschlechter sind in vielerlei Hinsicht (körperlich, seelisch und geistig) komplementär und bilden erst in der Vereinigung eine Einheit, werden wieder „ein Fleisch“.
  3. 1Mo2:24 steckt dabei bereits gleich zu Beginn einige eindeutige Kriterien ab. Eine vor Gott legitime partnerschaftliche Beziehung kann nur zwischen Mann und Frau bestehen. Die Trennung vom Elternhaus führt zur Bildung eines eigenen, gemeinsamen Hausstandes. Dies ist der konkrete Rahmen, einer von Gott eingesetzten Institution, mit eindeutiger Außenwirkung und Verbindlichkeits- und Versorgungscharakter. Innerhalb dieses Rahmens findet Sexualität statt. Lebensgemeinschaft, Verbindlichkeit, Treue, Bund, Ehe… alle diese Aspekte schwingen bereits in diesem kurzen Abschnitt mit, auf welchen sich beispielsweise Christus in seiner Antwort an die Pharisäer – im Bezug auf Scheidung – bezieht.

Man kann somit der Schrift bereits zu Beginn unmittelbar entnehmen, daß zu dem biblischen Gebot des „ein Fleisch“ werdens:

  • zwei Geschlechter „Mann und Frau“ unabdingbar sind
  • ein gesellschaftsrechtlicher Rahmen, die „Ehe“ gehört,
  • welche lebenslang und verbindlich
  • eine Lebensgemeinschaft
  • und eine Wirtschaftsgemeinschaft sein soll.

Wenn dem so ist, geht jede außerehelich ausgeübte Sexualität an dem Gebot Gottes vorbei und ist Sünde.

Ergo: Sexualität ist ein primärer Aspekt innerhalb der von Gott eingesetzten Institution Ehe zwischen Mann und Frau, aber nicht deren einziger Gesichtspunkt. Auch andere Aspekte können eine solche Partnerschaft begründen und sind u.U. auf die Ehe begrenzt.

Die Bibel geht dabei nicht von modernen psychologischen Kategorien bzw. einer soziologisch-psychologischen Unterscheidung sexueller Veranlagung aus. Die Bibel geht nicht mal von der westlichen Kozeption des Verliebtseins aus. Homosexuallität respektive Heterosexuallität als wesensimmanente Teile der menschlichen Persönlichkeit entspricht nicht dem biblischen Menschenbild, stellen lediglich moderne Thesen dar. Die Bibel kennt jedoch geschlechtliche Handlungen der unterschiedlichsten Art und Weise und beurteilt diese jeweils eindeutig. Daran kann man nichts drehen und wenden.

Die oftmals zu hörende Behauptung, daß die „bedingungslose Liebe Jesu“ auch Regelabweichungen zuließe kann und muß aus biblisch-christlicher Sichtweise eindeutig widersprochen werden. Es existiert kein Argument dafür. Regelabweichungen gleich welcher Art – in diesem Fall Unzucht – führen regelmäßig, wenn sie nicht vergeben werden zur Verdammnis. Dafür steht das Kreuz und die Forderung: Sündige hinfort nicht mehr.

Liebe und Sexualität stehen dabei absolut in keiner synonymen Beziehung. Beides ist jeweils ohne oder mit dem anderen denk- und praktizierbar. Zudem unterliegen beide „Kategorien“ der zerstörerischen Wirkung des Sündenfalls. Liebe ist dabei primär völlig asexuell, Sexualität im besten Sinne nur eine mögliche Ausdrucksweise derselben.

Gott hat den Menschen keineswegs (in der Weise, wie wir es heute erleben) als „sexuelle Wesen erschaffen“. Der Mensch selbst hat sich im Zuge seines Falles (immer weiter ) „sexualisiert“. Das was heute mit unter in den Kirchen und von der liberalen Theologie vertreten ist,  ist ein moderner psychologischer Ansatz mit völlig anderen weltanschaulichen Quellen (welche selbst aus der gefallenen Natur des Menschen stammen), welcher u.a. auch Dinge wie die sogenannte „sexuelle Orientierung“ oder „sexuelle Bedürfnisse“ etc. impliziert.

Nicht zuletzt aus diesem Grund wird sündhaft ausgelebte Sexualität oft in den Briefen thematisiert.

Wenn, dann spricht die Schrift davon, daß Gott den Menschen nach Seinem Bild/Wesen geschaffen hat. Dies wiederum beinhaltet Liebe, die sich in Gemeinschaft, Zuwendung etc. ausdrückt. Letztlich spielt Sexualität in der Ewigkeit keine Rolle mehr, jedoch Liebe, welche immerwährend sein wird.
sdg
apologet

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empfohlene Literatur
Dr. Jürgen-Burkhard Klautke: Gegen die Schöpfung Homosexualität im Licht der Heiligen Schrift

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