Die NeueLuther Bibel

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Nach 26 Jahren soll eine „behutsame Neufassung“ der Lutherbibel in Angriff genommen  werden (hier). Neue Textfunde solle die Lutherbibel „modernisieren“… Es gehe um Texttreue, sprachliche Anpassungen aber auch um die Hoffnung auf völlig neue Erkenntnisse. Martin Rösel, Alttestamentler an der theologischen Fakultät der Universität Rostock hegt weitreichende Hoffnungen..

Auch bei der Geschichte um Kain und Abel vermuten wir: Da fehlt noch was…

Auch vor 26 änderte sich die Textgrundlage. Luther übersetzte ausgehend vom Textus Receptus, die seit der byzantinischen Zeit vereinheitlichte und weit verbreitete, schließlich von Erasmus in Druck gegebene Textgestalt des Neuen Testaments. Die moderne Textkritik sammelt und bewertet demgegenüber die vielen Papyrusfragmente aus älterer Zeit, die zum Teil einen anderen Text (insb. den Nestle-Aland) bieten.

Vor zwei Jahren wurde bereits, relativ unbeachtet, eine neu überarbeitete Lutherbibel, auf Basis der  Lutherbibel von 1912 herausgegeben. Die Herausgeber dieser Übersetzung verfolgen das Ziel, sich möglichst genau an den Grundtext der Reformation zu halten.

Die NeueLuther® von 2009 (La Buona Novella Inc. Bible Publishing House) ist eine Überarbeitung des Alten Testaments durch die Herausgeber der „Luther 98“. Im Alten Testament wurden veraltete Begriffe und Ausdrucksweisen dem gegenwärtigen Sprachgebrauch angepasst. Ziel dabei war einerseits möglichst nah am Urtext zu bleiben, andererseits die kraftvolle Sprache Luthers beizubehalten und damit eine gut verständliche, in unsere Zeit sprechende Übersetzung zu schaffen.

Bestellt werden kann die NeueLuther® beispielsweise hier

weiterführender Artikel hier

2 Kommentare

  1. Die NeueLuther Bibel kann man wirklich nur empfehlen! Seit ich sie mir im Herbst 2010 angeschafft habe, ist sie meine „Hauptbibel“, da mir der Text an manchen Stellen genauer und verständlicher erscheint als der Text der Schlachter 2000. Jedoch benutze ich auch immer eine Nestle-Aland Bibel als Zweitbibel. So falsch wird es schon nicht sein, da auch Erasmus damals Probleme mit dem Text (bspw. der Offenbarung) hatte. Eine ausgewogene Benutzung von Textus Receptus und Nestle-Aland ist, denke ich mal, nicht verkehrt. Das Heil und das geistige Leben kann unmöglich von TR oder NA abhängig sein. Keiner der beiden ist der genaue Grundtext, jedoch scheint der TR weniger Fehler zu haben als NA (dieser wirkt eher wie ein Puzzle). Deshalb habe ich auch einen Hang zum TR.
    SDG
    Nils

    1. Hi Nils,
      habe meiner Frau aus demselben Grund auch eine NeueLuther gekauft und benutze selbst eine Schlachter 2000 😉 Bin aber wie Du kein Fundamentalist und schätze andere Bibelübersetzungen durchaus. Kritisch sehe ich Erwartungshaltungen wie der, völlig neue Erkenntnisse zu erhalten bzw. das man durch neu aufgetauchte Fragmente zu neuen Einsichten bei der Auslegung zentraler Passagen kommt.
      sdg
      Andreas

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