{"id":1597,"date":"2009-11-24T21:53:10","date_gmt":"2009-11-24T20:53:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.apologet.de\/?p=1597"},"modified":"2009-11-24T21:53:10","modified_gmt":"2009-11-24T20:53:10","slug":"niemand-kann-sie-aus-meiner-hand-reissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.apologet.de\/index.php\/2009\/11\/24\/niemand-kann-sie-aus-meiner-hand-reissen\/","title":{"rendered":"&quot;&#8230;niemand kann sie aus meiner Hand reissen.&quot;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/8\/8c\/Ernst_Meissner_Sch%C3%A4fer.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"100\" \/>Viele Gl\u00e4ubige stellen sich die Frage, ob sie sich ihres Heils tats\u00e4chlich gewiss sein k\u00f6nnen, oder ob sie, durch verschiedene Lebensumst\u00e4nde verursacht, vom Glauben abfallen k\u00f6nnen. Fast jeder kennt <em>&#8222;abgefallene Christen&#8220;<\/em>. Verschiedene Aussagen (1Tim 4,1; 2. Thess2,3; Hebr3,12; Hebr10,19ff, Off2,1ff; Off3,14ff) in der Schrift werden zuweilen dahingehend verstanden. Besteht diese Bef\u00fcrchtung zurecht, oder kann man auf die Verheissungen Gottes vertrauen? <!--more-->Bei dem Versuch der Beantwortung essentieller, geistlicher Fragen &#8211; wie es die Frage nach der &#8222;<em>Heilsgewissheit<\/em>&#8220; eindeutig ist &#8211; tr\u00e4gt jedoch eine isolierte Betrachtung einzelner Textfragmente selten zu einer wirklichen Kl\u00e4rung bei. Zumal dann, wenn diese Thematik nicht im Mittelpunkt des Textes steht.<\/p>\n<p>Fest steht, das bei der Frage nach der Heilsgewissheit kein &#8222;dazwischen&#8220;, keine dritte M\u00f6glichkeit (<em>tertium non datur<\/em>) existiert.<\/p>\n<p>Grundlegende, klare Aussagen \u00fcber den Bestand (bzw. Gewissheit) des Heils trifft z.B. Paulus im <em><a href=\"http:\/\/www.bibel-online.net\/buch\/45.roemer\/8.html#8,1\" target=\"_blank\">R\u00f6merbrief Kapitel 8<\/a><\/em>, und schlie\u00dft nach einer umfassenden Argumentation mit der Feststellung: <strong><em>&#8222;nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes&#8220;<\/em><\/strong>!<\/p>\n<p>Ebenso Christus selbst, der im <em><a href=\"http:\/\/www.bibel-online.net\/buch\/43.johannes\/10.html#10,1\" target=\"_blank\">Johannesevangelium Kapitel 10<\/a><\/em> \u00fcber die Erl\u00f6sung spricht und unzweideutig feststellt:<strong><em> &#8222;niemand kann sie aus meiner Hand reissen.&#8220;<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Eindeutigkeit und Unmissverst\u00e4ndlichkeit dieser Verhei\u00dfungen k\u00f6nnen und d\u00fcrfen nicht ignoriert werden, woraus folgt, das sich scheinbar widersprechende Aussagen genauer betrachtet bzw. offensichtlich anders verstanden werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wenn Christus in Johannes 10 absolut feststellt, das Er den Schafen das ewige Leben gibt und diese nimmermehr umkommen, <em><strong>niemand <\/strong><\/em>diese aus Seiner Hand reissen wird, schlie\u00dft diese absolute Aussage auch das Schaf mit ein. Wenn Paulus in R\u00f6mer 8 final feststellt, das <em><strong>keine Kreatur<\/strong><\/em> uns von der Liebe Gottes scheiden kann, schlie\u00dft dies alle Kreaturen &#8211; einschlie\u00dflich den Gl\u00e4ubigen selbst &#8211; ein und keine aus.<\/p>\n<p>Die konkreten und expliziten Aussagen in Joh 10 und R\u00f6m 8, bilden lediglich den jeweiligen H\u00f6hepunkt einer explizit das Heil betreffenden Argumentation bei der in R\u00f6m 8 beispielsweise festgestellt wird, das die, welche ausersehen und vorherbestimmt, dem Sohne auch gleichgestaltet werden. Eine Aussage, die einen Zeitraum vor Grundlegung der Welt bis zur Auferstehung der Toten umfa\u00dft.<\/p>\n<p>Auch in Joh10 wird deutlich: Auschlie\u00dflich der, der zu Seinen Schafen geh\u00f6rt (Erw\u00e4hlung), erkennt dadurch \u00fcberhaupt erst die Stimme (Glaube durch Verk\u00fcndigung) des Hirten, wird durch diesen erkannt (Rechtfertigung durch Glauben) folgt Ihm (Bu\u00dfe, Heiligung etc.), erh\u00e4lt ewiges Leben, wird nie mehr sterben (Verherrlichung) und niemand kann sie aus der Hand Jesu bzw. sogar des Vaters, der gr\u00f6\u00dfer ist rei\u00dfen.<\/p>\n<p>Die vermittelte Unumkehrbarkeit wird \u00fcberdeutlich und durch Steigerungen betont. Ewiges Leben wird unmittelbar gegeben. Ewig bedeutet ohne Ende. Dennoch bekr\u00e4ftigt Christus dies noch und sagt nochmals: Sterben unm\u00f6glich! Der Sohn Gottes garantiert, da\u00df niemand daran etwas \u00e4ndern kann, weil niemand an Ihm vorbeikommt und selbst wenn, der Vater selbst uns festh\u00e4lt.<\/p>\n<p>&#8222;Niemand&#8220; steht im Zusammenhang dieser Argunentation als Kontrapunkt zu Gott selbst.<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDiejenigen, welche Gott in seinem Geliebten angenommen hat und die durch seinen Geist wirksam berufen und geheiligt sind, k\u00f6nnen weder v\u00f6llig noch endg\u00fcltig aus dem Stand der Gnade fallen; vielmehr werden sie mit Sicherheit darin beharren und auf ewig gerettet werden.\u201c<\/em><strong> (Westminster Bekenntnis 17,1)<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn also &#8211; isoliert grammatikalisch betrachtet &#8211; dieser Teilsatz eine vage M\u00f6glichkeit andeutet, ein Schaf k\u00f6nne sich selber losreissen, macht der Zusammenhang dies unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>Wenn man sich der M\u00fche unterzieht, das Johannesevangelium unter der Fragestellung der Heilssicherheit zu lesen, springt einem fast auf jeder Seite ins Auge, da\u00df, wer beispielsweise das Brot des Lebens i\u00dft, niemals mehr hungert oder d\u00fcrstet, sondern in Ewigkeit leben wird. Wer zu Ihm kommt, nicht nur keinesfalls hinausgesto\u00dfen, sondern auch <em><strong>niemand <\/strong><\/em>aus Christi Hand verloren gehen wird. Dies gilt jenen, die Ihm der Vater gegeben hat (Joh6) und es der Wille des Vaters ist.<\/p>\n<p>Christus sagt, wer sein Fleisch isst und Sein Blut trinkt, bleibt in Ihm und Er in Ihm, lebt in Ewigkeit und wird am J\u00fcngsten Tag auferstehen (Joh6). Jene, die glauben sind nicht von sich aus zu Christus gekommen, sondern, weil es ihnen vom Vater so gegeben wurde (Joh6) und sie wurden teuer bezahlt, &#8222;losgekauft&#8220;, geh\u00f6rten vorher einem anderen Herrn, standen unter einer anderen Herrschaft.<\/p>\n<p>Heute geh\u00f6ren wir Christus! Solange wie uns Christus nun nicht wiederum unter die S\u00fcnde verkauft, bleiben wir <em>&#8222;in Ihm&#8220;<\/em>. Wenn wir vorher geistlich tot waren, in unseren S\u00fcnden, hat uns Christus durch Seinen stellvertretenden Tod erkauft, dem endg\u00fcltigen geistlichen Tod den Stachel genommen. Nun aber, durch das Blut Jesu sind wir frei, sind auferstanden, wiedergeboren und haben ewiges geistliches Leben.<\/p>\n<p>Diese neue, zweite Natur ist \u00fcbernat\u00fcrlicher Art und unabh\u00e4ngig von meiner alten, nat\u00fcrlich-adamitischen Natur und dar\u00fcber hinaus unserem Zugriff v\u00f6llig entzogen.<\/p>\n<p>sdg<br \/>\napologet<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>weiterf\u00fchrende Artikel<\/strong><br \/>\napologet: <em>&#8222;<a href=\"http:\/\/www.apologet.de\/?p=1656\">Bleibt in mir&#8230;&#8220;<\/a><\/em><br \/>\nTheoBlog: <em><a href=\"http:\/\/www.theoblog.de\/?p=5145\">Calvin und die Festigkeit des Glaubens<\/a><\/em><br \/>\nChristozentrisch: <em><a href=\"http:\/\/christozentrisch.wordpress.com\/2008\/07\/26\/kann-ein-christ-verloren-gehen\/\" target=\"_blank\">Kann ein Christ verloren gehen?<\/a><\/em><br \/>\nKFG: <a href=\"http:\/\/www.kfg.org\/archiv\/pdf\/artikel\/068%20Plock%20Heilssicherheit.pdf\" target=\"_blank\"><em>Kann ein wiedergeborener Christ verloren gehen?<\/em><\/a><br \/>\nCalvinianium: <a href=\"http:\/\/www.calvinianum.de\/Artikel\/5_Punkte\/5_Beharrlichkeit.html\" target=\"_blank\"><em>Die Beharrlichkeit der Heiligen<\/em><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Gl\u00e4ubige stellen sich die Frage, ob sie sich ihres Heils tats\u00e4chlich gewiss sein k\u00f6nnen, oder ob sie, durch verschiedene Lebensumst\u00e4nde verursacht, vom Glauben abfallen k\u00f6nnen. 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