Gerüchte

Gerüchte

Das Internet ist ein Medium, durch welches diverse Gerüchte verbreitet werden. Manchmal beinhalten diese Gerüchte “Wahrheit”, manchmal sind es glatte Lügen. Oftmals beides. In den meisten Fällen jedoch, bedeuten Gerüchte Schaden und Rufschädigung für andere Personen.

Neben Gerüchten, einzelne Personen betreffend, werden auch unzählige Verschwörungstheorien- mit der Bitte, diese doch wiederum dringend weiter zu verteilen- in die Welt gesetzt.

Gerüchte und Verschwörungstheorien sind letztlich nichts anderes als perfide und zersetzende Zerstörungsmittel. Methoden, die Menschen seit Anfang an benutzen, sei es zwischenmenschlich, oder unter Staaten, in der Politik oder im Krieg, um andere Menschen zu vernichten.

Gerüchte vergiftet den Geist des Menschen, fördert Mißtrauen und verursachen Spaltung!

Gerüchte dienen dazu, eigene und selten offen kommunizierte Interessen subtil durchzusetzen, “unliebsame Gegner” anderer Meinung mundtot zu machen.

Wie sollen wir uns als Christen dazu verhalten?

Jesus Sirach, kein inspirierter Autor, jedoch Verfasser manch weisen Wortes, hat dazu u. a. folgendes hinterlassen:

  1. Erzähl nie ein Gerücht weiter, dann kann dir auch kein Schaden daraus entstehen.
  2. Rede über keinen, weder Freund noch Feind!
  3. Du darfst nur dann etwas bekannt machen, wenn du durch Schweigen schuldig würdest.
  4. Wenn du über jemand redest und er erfährt es, dann traut er dir nicht mehr und bald hasst er dich.
  5. Wenn du ein Gerücht hörst, nimm es mit ins Grab!
  6. Hab keine Angst, du wirst nicht davon platzen!
    Jesus Sirach 19,7-10

Luther über Jesus Sirach und andere Apokryphen:

“Das sind Bücher, so der Heiligen Schrift nicht gleich gehalten und doch nützlich und gut zu lesen sind.”

 

Auslöser der Reformation

Auslöser der Reformation

Ein Auslöser der Reformation war der Ablasshandel.

Am 31. Oktober 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche angeschlagen; dieses Datum gilt als Auftakt zur Reformation, dem Beginn einer Veränderung, welche die Kirche und damit die damalige Welt in vielerlei Hinsicht erfasst und nachhaltig geprägt hat.

Kern der Reformation war und ist Martin Luthers Erkenntnis, dass der sündige und gottlose Mensch allein durch Glauben gerettet wird, aus göttlicher Gnade, nicht durch irgendwelche guten Werke, sondern durch Zurechnung des leiblich-geschichtlichen Sühnetodes von Gottes eigenen Sohn.

Aus Angst vor der römischen Lehre des Fegefeuers, kauften viele Leute Ablassbriefe. Die römische Kirche lehrte, das wenn man einen Ablassbrief kauft, man von seinen Sünden befreit wäre. Der Preis für einen Ablaß lag bei unterem und mittlerem Einkommen etwa bei einem durchschnittlichen Monatslohn.

Tetzels Ablaßpredigt
Es geschah im Jahr 1517, daß ein Predigermönch namens Johann Tetzel, ein großer Schreier, von sich reden machte, Herzog Friedrich hatte ihn früher einmal in Innsbruck vom Sack erlöst, denn Maximilian hatte ihn zum Ersäuftwerden im Inn verurteilt, vermutlich um seiner großen Tugend willen. Herzog Friedrich leg in daran erinnern, als er uns Wittenberger so zu lästern anfing; er gab es auch offen zu.
Derselbe Tetzel ging nun mit dem Ablaß hausieren und verkaufte Gnade ums Geld aus Leibeskräften, so teuer oder so wohlfeil er konnte. Zu der Zeit war ich hier im Kloster Prediger und ein neugebackener Doktor, von heißer Liebe zur Heiligen Schrift erfüllt.
Als nun viel Volks von Wittenberg dem Ablaß nachlief nach Jüterbog und Zerbst usw., ich aber – so gewiß mich mein Herr Christus erlöst hat – nicht wußte, was der Ablaß war (wie es auch sonst kein Mensch wußte), fing ich vorsichtig an zu predigen, man könne wohl etwas Besseres tun, das gewisser sei als Ablaßlösen. Schon früher hatte ich hier auf dem Schlosse gegen den Ablaß gepredigt, aber bei Herzog Friedrich keine Gnade verdient; denn er hatte sein Stift auch sehr lieb. Nun um zur rechten Ursache des “lutherischen Lärms” zu kommen – ließ ich zunächst alles so gehen, wie es ging. Indes wird mir berichtet, Tetzel habe greuliche, schreckliche Artikel gepredigt, von denen ich diesmal einige nennen will
Er hätte solche Gnade und Gewalt vom Papst, daß er es vergeben könnte, wenn einer gleich die Jungfrau Maria, Gottes geschwächt oder geschwängert hätte, wenn derselbe nur in den Kasten lege, was sich gebührt.
Weiter: Das rote Ablaßkreuz mit dem Wappen das in den Kirchen aufgerichtet werde, sei ebenso kräftig wie das Kreuz Christi.
Ferner: Wenn St. Peter jetzt hier wäre, hätte er keine größere Gnade oder Gewalt, als er habe.
Ferner: Er wollte im Himmel mit St. Peter nicht tauschen, denn er hätte mit [seinem] Ablaß mehr Seelen erlöst als St. Peter mit seinem Predigen.
Ferner: Wenn einer Geld für eine Seele im Fegefeuer in den Kasten lege, führe die Seele aus dem Fegefeuer in den Himmel, sobald der Pfennig auf den Boden fiele und klänge.
Ferner: Die Ablaßgnade sei eben die Gnade, durch welche der Mensch mit Gott versöhnt werde.
Ferner: Es sei nicht nötig. Reue, Leid oder BuBe für die Sünden zu tun, wenn einer den Ablaß oder die Ablaßbriefe kaufte (eigentlich sollte ich sagen: gewönne). Er verkaufte auch [Ablaß für] künftige×Sünden. Derlei Dinge trieb er greulich viel; es war ihm dabei nur ums Geld zu tun.
Ich wußte aber zu jener Zeit noch nicht, für wen dies Geld bestimmt war. Da kam ein Büchlein heraus, gar herrlich unter dem Wappen des Bischofs von Magdeburg, in dem einige dieser Artikel den Ablaß-krämern zu predigen aufgetragen wurden. Da kam’s an den Tag, das Bischof Albrecht diesen Tetzel gedungen hatte, weil er ein so großer Schreier war…
Aus >Wider Hans Worst<. (1541). Was 51,538,23 ff”
Quelle: Heinrich Fausel, Dr. Martin Luther Sein Leben und Werk 1483 -1521

Verfolgung der letzten Christen im Irak

Verfolgung der letzten Christen im Irak

Die Christen Iraks (einem Teil des ehem. Mesopotamiens), zu meist Angehörige der indigenen ethnischen Minderheit der syrisch-aramäisch sprachigen Bevölkerung (vergleichbar den Kopten in Ägypten), werden seit jeher mehr oder weniger durch den Islam verfolgt. Zur Zeit werden diese Christen entweder zur Konvertierung zum Islam gezwungen, aus ihren Häusern vertrieben, ohne Besitz mit nur den Sachen die auf ihrem Leib tragen, oder grausam massakriert.

Die Häuser der Christen werden- wie in dem nachfolgend eingebetteten Beitrag erläutert- mit einem Symbol (ن) gekennzeichnet, damit die Djihadisten ihrem grausamen Werk des “islamischen Friedens” nachgehen können.

Dieser “Friede des Islam” – wird erst dann erreicht, wenn die gesamte Menschheit zum Islam konvertiert ist – oder durch Akzeptanz des Dhimmi-Status (ahl al-dhimma) und Zahlung der Djizya d.h. der Kopfsteuer.

Sure 47:35: “…und ladet sie nicht ein zum Frieden, während Ihr die Oberhand habt”
Sure 9:5 “…dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf. Wenn sie aber bereuen und das Gebet verrichten und die Zakah entrichten, dann gebt ihnen den Weg frei.”

arabisch NWie können wir sie mehr als nur symbolisch, mit einem Bildchen, unterstützen? Wer weiß von seriösen Organisationen, die eben diese Menschen jetzt unterstützt? Wenn ja bitte hier und anderswo darauf hinweisen! So wie die jerusalemer Urgemeinde Unterstützung brauchte und bekam, dürfen wir unsere Geschwister dort nicht allein lassen!

  • Positiv hervorheben muss man die Autonome Region Kurdistan, in der viele Flüchtlinge, u. a. die vertriebenen Christen des Iraks Aufnahme und Schutz gefunden haben. Hier könnte man seine Abgeordneten auffordern, für weitere und stärkere Unterstützung der Autonomen Region Kurdistan zu sorgen.
  • Das Auswärtige Amt kann und muss mehr Gelder für Hilfs- und Schutzmaßnahmen für die Vertriebenen im Irak bereitstellen.
  • Weiterhin sollte ein eigenes Flüchtlingskontingent für verfolgte Christen aus dem Irak geschaffen werden. Die Auslöschung des orientalischen Christentums muss verhindert werden und den verfolgten Christen eine sichere Zuflucht ermöglicht werden!

Im Internet benutzen seit kurzem viele das arabische Symbol bzw. den arabischen Buchstaben ن als Avatar.

ن stellt den arabischen Buchstabe “N” dar… dieser wiederum steht für den Begriff “Nazarener”, was im Arabischen die Bezeichnung für Christen ist. Mit diesem Buchstaben beschmieren islamische Terroristen die Häuser von Christen in ihrem Machtbereich. Alle Personen die in diesen Häusern gefunden werden, müssen entweder zum Islam konvertieren, eine Sondersteuer zahlen oder werden getötet.

Gerne schließe ich mich dem an und zeige meine Verbundenheit mit den Christen im Machtbereich der Terroristen, indem dieses “N” auch für mich gilt. Wer mag, bitte teilen.

Evangelikale (BEFG) diskutieren über Haltung bezüglich Homosexualität!

Im Jahr 2010 wurde die Frauenordination im Bund der Freien evangelischen Gemeinden (BFEG) (hier & hier ) eingeführt. Die Ordination von Frauen für den Dienst als Pastor oder im Ältestendienst ist mittlerweile akzeptierte Praxis nicht nur im BFEG, sondern auch im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG). Dort bereits sogar seit 1992. Zwei der großen evangelikalen Gemeindebünde in Deutschland haben somit einen großen Schritt in Richtung Liberalisierung getan. Dies gilt ebenso für den Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) und diverse anderer evangelikaler Bünde (siehe Wikipedia).

Im Rahmen der damaligen Diskussionen wurde dies von konservativen Stimmen immer wieder als “Dammbruch”- auch im Hinblick auf andere Themen u. a. der Haltung gegenüber Homosexualität- empfunden und auch so bezeichnet. Eindeutige Aussagen der Schrift werden mit weitreichenden Konsequenzen ignoriert bzw. bibelkritisch umgedeutet und sich dem postmodernen Zeitgeist der Gesellschaft angepasst.
Bereits damals wurde vermutet, dass vergleichbar den Evangelischen Landeskirchen, in denen diese Trends Jahrzehnte davor umgesetzt wurden, auch das Thema Homosexualität auf der Tagesordnung erscheinen werde. Vereinzelte evangelikale Stimmen in dieser Richtung, wurden in Deutschland bereits ein Jahr nach der Zulassung der Frauenordination in dem BFEG laut (hier & hier).
Pastor Fritz Holdinghausen bezweifelte bereits in einem Leserbrief, dass die Bibel homosexuelle Partnerschaften eindeutig ablehnt. Damals verwies mich der Pressesprecher des BFEG auf die damalige Mehrheitsposition innerhalb des BFEG, die sich einer Stellungnahme aus dem Jahre 2004 nach, nicht an der veränderten Bewertung durch die Gesellschaft orientiere (hier).
Nun ist bekannt, dass sich “Mehrheitsverhältnisse” in den Gremien dieser Gemeindebünde mit der Zeit ändern können. Im BEFG zeichnet sich derzeit eine solche Veränderung ab, womit dieser erneut eine Vorreiterrolle einnimmt. IDEA berichtet aktuell darüber, dass deren Bundesratstagung in einer “kontroversen Diskussion über deren Haltung zum Thema Homosexualität ringe“.

 

“Wie am Rande des Treffens vom 29. bis 31. Mai in Kassel bekannt wurde, haben 80 Pastoren in einer Erklärung unter dem Motto „Unser Ja zu Gottes Ebenbild als Mann und Frau“ festgehalten, dass Homosexualität in der Heiligen Schrift keinerlei Wertschätzung finde und stets als Sünde bezeichnet werde. […] Der Präsident der Freikirche, Hartmut Riemenschneider (Pinneberg), bestätigte den Eingang der Erklärung. Er ging aber nicht auf den Inhalt ein. Auslöser für die Debatte über die Homosexualität auf der Tagung war ein Offener Brief des Präsidiums vom Februar 2013. Darin hatte sich das Leitungsgremium der Freikirche für die ehrenamtliche Mitarbeit homosexuell lebender Mitglieder in der Gemeinde ausgesprochen, aber praktizierte Homosexualität unter Geistlichen abgelehnt. […]  In der Aussprache wurde deutlich, dass es unter den 570 Delegierten eine große Bandbreite an Überzeugungen gibt. Sie reiche von der Segnung homosexueller Paare bis zur strikten Abgrenzung von homosexuellen Praktiken. (Quelle: IDEA)

In einigen Gemeinden des BEFG, gebe es laut Idea bereits Homosexuelle in der Gemeindeleitung. Zum Thema Homosexualität habe ich bereits vor längerem einen ausführlichen Artikel veröffentlicht (hier).
Mir stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob rechtfertigende Gründe dafür existieren, in solchen Bünden als Ortsgemeinde zu verbleiben? Ich meine nein.
SDG
Andreas

Berechtigte Kritik und Verlust der Glaubwürdigkeit

Dr. Michael Brown, Radiomoderator eines christlichen Radio-Brodcasts kritisierte im Zuge der Strange-Fire-Konferenz die “Brandmarkung” der charismatisch-pfingstlichen Bewegung als “falsche Kirche”, “gefährlichen Kult” bzw. “Häresie” und bestand darauf, das diese Kritik nur für eine “winzige Minderheit” berechtigt wäre:

 

“This is divisive and destructive language based on misinformation and exaggeration, as Pastor MacArthur attributes the extreme errors of a tiny minority to countless hundreds of thousands of godly leaders worldwide.” -DrBrown

 

Diese Kritik war zunächst einmal ernst zunehmen. Tragisch, aber leider nicht unerwartet: Nur kurze Zeit nach dieser Kritik, traf DrBrown einen extremen Irrlehrer, Benny Hinn, einen Angehörigen dieser von ihm als  “winzige Minderheit” bezeichneten Gruppe innerhalb der Pfingst-/Charismatischen Bewegung. Leider widersprach er dessen Irrlehren nicht, sondern bezeichnete dessen TV-Shows sogar als wundervoll:

 

“I just recorded five wonderful TV shows with Benny Hinn on Jesus in the OT, repentance, holiness, the fear of the Lord, and hyper-grace. They’re scheduled to air the week of January 13th, so watch them and then share your thoughts.” -DrBrown (Quelle)

DrBrown
Die Schrift ist in dieser Frage klar und benennt konkret die Gründe warum Irrlehrer wie Benny Hinn gemieden werden sollen:

Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn nicht ins Haus auf und grüßt ihn nicht! Denn wer ihn grüßt, nimmt teil an seinen bösen Werken. 2Joh 10-11

Für mich ebenso tragisch und nicht nachzuvollziehen ist, dass im Grunde sehr vernünftige und solide Geschwister, nicht weniger unkritisch, weiterhin DrBrown’s Beiträge auf Facebook “liken” und damit wiederum ihre eigene Glaubwürdigkeit verspielen.
Womit festzustellen ist, dass sowohl die Strange Fire Konferenz, wie auch das gleichnamige Buch berechtigte Kritik an der Pfingst-/Charismatischen Bewegung und Lehre übt. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann ab sofort das im Betanien-Verlag verlegte Buch von John MacArthur, “Fremdes Feuer” bestellen: hier
sdg
Andreas

Sieben Konzile: Das Erste Konzil von Konstantinopel (Challies.com)

Situation & Absicht

Das Erste Konzil von Konstantinopel fand in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, Türkei statt. Es wurde von Theodosius I., der zu dieser Zeit Kaiser des Oströmischen Reiches war, einberufen. Das Konzil traf sich von Mai bis Juli des Jahres 381.

Das Konzil wurde einberufen um den Versuch zu unternehmen, die Kirche, welche in der Frage der Natur Christi und dessen Verhältnis zum Vater geteilten geblieben war, zu einen. Obgleich das Erste Konzil von Nicäa bereits versucht hatte einen Konsens zu erreichen, der Arianismus und anderen heterodoxen Auffassungen hinterließen Schlachtfelder in allen Regionen des Reiches.

Hauptcharaktere 
150 Ost-Bischöfe waren auf dem Konzil anwesend und unter diesen waren eine Handvoll wichtiger Persönlichkeiten.
Meletius, Bischof von Antiochien, war der erste Vorsitzende des Konzils, starb jedoch kurz nach dem dieses begann.
Gregor von Nazianzus, zu Beginn des Konzils zum Bischof von Konstantinopel gewählt, übernahm nach dem Tod von Meletius den Vorsitz. Doch kurz darauf, wurde die Rechtmäßigkeit seiner Wahl, basierend auf einer Regel des Konzils von Nicäa, nachdem Bischöfe nicht von einem Bistum zu einem anderen Bistum versetzt werden durften (Gregory war zuvor Bischof in Sasima), in Frage gestellt. Dieser Streit veranlasste Gregory von dem Bistum und dem Vorsitz zurückzutreten.
Nectarius ein städtischer Beamter, wurde schnell getauft, so dass er als Bischof von Konstantinopel und Vorsitzender des Konzils übernehmen konnte als Gregory zurücktrat.
Der Konflikt
Das Hauptaugenmerk des Konzils lag darauf, die Lehre, welche in dem Glaubensbekenntnis von Nicäa festgelegt worden war, wieder herzustellen. Sie taten dies, indem sie ein neues Bekenntnis verfassten, in welchem einige Formulierungen des Nizäanischen Bekenntnisses, welche sich als umstritten und problematisch erwiesen hatten, entfernen. Sie fügten ebenfalls Klärungen an Stellen hinzu, an welcher die kirchliche Lehre ein wenig weiter entfaltet, oder wo Orthodoxie in Frage gestellt wurde.
Ein spezieller Bereich, an welchem die kirchliche Lehre eine Entfaltung erfahren hatte, war im Bezug auf den Heiligen Geist. Das Konzil stellte vier Dinge zum Heiligen Geist fest:

  • den göttlichen Titel “Herr”,
  • dessen göttliche Funktionen, Leben zu geben welches er von Natur aus besitzt, und die Propheten inspiriert zu haben
  • seinen Ursprung aus dem Vater, nicht durch Schöpfung, sondern durch Hervorgehung
  • höchste Verehrung dem Vater und Sohn gleich “dargebracht” (von Leo Donald Davis, Die ersten sieben Ökumenischen Konzilien).

Das Konzil versuchte eine möglichst biblische Sprache bei der Beschreibung des Geistes zu verwenden, um die Lehre den Anwesenden so schmackhaft wie möglich zu machen. Dennoch verließen sechsunddreißig mazedonische Bischöfe das Konzil, weil diese nicht bereit waren, eine solch hohe Sprache für den Heiligen Geist zu akzeptieren. Eustathius von Sebaste repräsentiert deren Sichtweise, als er sagte: “Ich für meinen Teil wähle weder, den Heiligen Geist Gott zu nennen, noch wage ich ihn ein Geschöpf zu nennen.

Das Ergebnis
Das wichtigste Ergebnis des Konzils war das Glaubensbekenntnis von Konstantinopel. Es war dem Niceanischen Glaubensbekenntnis sehr ähnlich, aber es entfernt den Bannfluch gegen den Arianismus.
Wir* glauben an den einen Gott
den Vater den Allmächtigen
der alles geschaffen hat Himmel und Erde
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus
Gottes eingeborenen Sohn
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott Licht vom Licht
wahrer Gott vom wahren Gott
gezeugt nicht geschaffen
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden .
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus
hat gelitten und ist begraben worden
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit
zu richten die Lebenden und die Toten;
und seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist
der Herr ist und lebendig macht
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird
der gesprochen hat durch die Propheten
und die eine heilige katholische** und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt. Amen
* Der Originaltext hat durchgängig die Einzahl: Ich glaube…
** oder: allgemeine
Neben der Bekräftigung des Glaubens von Nicäa behandelte das Konzil einige weitere Themen. Am auffälligsten war, das dass Kirchengesetz festlegte, das “Der Bischof von Konstantinopel ein Ehrenprimat nach dem Bischof von Rom habe, weil Konstantinopel das neue Rom ist.” In der Zeit zwischen Nicäa und Konstantinopel, war Konstantinopel durch Konstantin wieder aufgebaut und als neue Hauptstadt des römischen Reiches eingeweiht worden. Vorausgesetzt wurde, das eine solche Autorität für den Bischof von Konstantinopel eine Bedrohung für Rom und der Macht ihres Bischofs war. Dies wurde als eine schwere Beleidigung aufgefasst, da keine geistliche Bedeutung Konstantinopel existierte (während Roms Bischofsamt beanspruchte, von Petrus auszugehen). Diese scheinbar kleine Veränderung führte zu allerlei Kummer in den darauffolgenden Jahrhunderten.
Bleibende Bedeutung
Das Erste Konzil von Konstantinopel war sowohl theologisch wie administrativ signifikant. Davis fasst dies jeweils trefflich zusammen: “Theologisch steht es auf der Logik des Konzils von Nicäa und wendet behutsam die Argumentation des Konzils hinsichtlich der Beziehung des Sohnes zum Vater, auf den Heiligen Geist an, wenngleich sich beschränkend in der Ausführung auf biblische Terminologie. Administrativ führte das Konzil die östliche Praxis der Anpassung der kirchlichen Organisation, an die zivile Organisation des Reiches fort, die Saat der Zwietracht säend unter den vier großen Bischofssitzen in Ost und West, durch die Erhöhung des kirchlichen Status Konstantinopels, um dessen Position des neuen Rom’s zu entsprechen.”

 

Das Konzil war bedeutend, jedoch viele Konzile würden notwendig sein, bevor es zu einer einheitlichen christlichen Lehre kam.

Übersetzung aus dem Englischen
Mit freundlicher Genehmigung
von Tim Challis (Quelle)

1. Gottesdienst einer presbyterianischen Gemeindegründung

Am 16. Februar 2014 findet versuchsweise zwei erste Gottesdienste der reformierten Gemeindegründung in Berlin statt. Johannes Müller (hat in Hannover und London Theologie studiert) wird sich als deutscher Kandidat vorstellen und so Gott will, ab Sommer 2014 vollzeitlich die Gemeindegründung in Berlin mitgestalten; der Gottesdienst ist eine gute Gelegenheit, presbyterianische Liturgie kennen zu lernen und den Verantwortlichen aus England ein Feedback zu Johannes und seiner Predigt zu geben. Mehr Informationen hier

UPDATE

Wir danken Gott für einen gesegneten Tag des Herrn, mit zwei guten Gottesdiensten, einigen Gästen (morgens 27, abends knapp 20 Teilnehmer ->weitere Bilder) und auch einem jungen Mann, der zum ersten Mal das Evangelium hören durfte!

Unserem gnädigen Gott allein gebührt alle Ehre!

Die Predigten (hier) von Johannes Müller waren herausfordernd und ermutigend, und die Teilnehmer durften die schlichte Schönheit eines reformierten Gottesdienstes (hier) erleben.

Wir sind Gott sehr dankbar und ermutigt für die Zukunft!

Drei junge Männer aus England, Dan & Peter Winch und Liam Richardson, ebenso die ehemaligen Kommilitonen von Johannes Müller, Gottfried Rühle, Raphael und Simon Schuster und weitere Gäste haben uns sehr unterstützt. Wir danken für alle Gebete die uns begleitet haben und die freundlichen Grüße aus Heidelberg, Hannover, Osnabrück und dem RTS!

Bitte betet weiter für Gottes Werk in Berlin. Johannes Müller ist dabei sein Studium am LTS zu beenden und ein Praktikum in Sheffield zu absolvieren. So Gott will, wird er im Sommer diesen Jahres in Berlin die Gemeindegründungsarbeit vor Ort begleiten. Bitte betet für die bereits jetzt und zukünftig beteiligten Geschwister vor Ort und Kevin Bidwell, der die Arbeit weiter betreuen wird!

 

Sieben Konzile: Das Erste Konzil von Nicäa (Challies.com)

Situation & Absicht
Das Erste Konzil von Nicäa wurde im Jahr 325 durch den römischen Kaiser Konstantin einberufen. Konstantin hatte gehofft, sein Reich unter dem Banner des Christentums zu vereinen, sah nun aber die Einheit durch einen theologischen Grabenkrieg bedroht. Hosius von Cordoba empfahl ein Konzil, als Mittel, die sich zusammen brauende Kontroverse an zu gehen und Konstantin reagierte darauf, indem er die Kirchenführer zu Nicäa in Bithynien (heute Iznik, Türkei) zusammenrief. Irgendwo zwischen 250 und 318 Bischöfe aus dem gesamten römischen Reich kamen, und der Rat begann seine formalen Beratungen am 20. Mai.
Das Hauptproblem welches der Rat anzupacken hatte, war die Natur der Gottheit Christi, insbesondere die Beziehung zwischen dem Vater und dem Sohn. Als Nebensache diskutierte das Konzil die Feier des Osterfestes.
Hauptcharaktere
Die beiden wichtigsten Persönlichkeiten auf dem Konzil, waren Athanasius, ein junger Diakon, der als Begleiter des Bischof Alexander von Alexandria kam und Arius, ein umstrittener Presbyter und Pfarrer aus Alexandria. Konstantin war als Beobachter ohne Stimme anwesend.
Der Konflikt
Der Konflikt im Herzen des ersten Konzils von Nicäa beschäftigte sich mit der Natur Gottes Sohn in Beziehung zu Gott, dem Vater. Auf der einen Seite des Konflikts waren diejenigen, die befanden, dass Jesus Christus vom Vater geschaffen, auf der anderen Seite diejenigen, die befanden, dass Jesus Christus vom Vater gezeugt wurde.
Arius war der führende Verfechter der Position der Schöpfung. Er meinte, dass der Sohn Gottes, Gottes erste Schöpfung war, und dass durch ihn alles andere gemacht wurde (Kolosser 1,15). Das machte den Sohn zur einzig direkten Schöpfung des Vaters und damit einzigartig unter der ganzen Schöpfung, als das erste und größte geschaffene Wesen. Er glaubte, dass des Vaters Gottheit größer als des Sohn war, und zitiert Johannes 14:28 zur Unterstützung seiner Position: “Ich gehe hin, und ich komme zu euch ‘” Sie hörte mich sagen zu Ihnen, Wenn du mich lieb, so würdet ihr euch freuen, weil ich zum Vater gehe, denn der Vater ist größer als ich”. Arius sagte: “Wenn der Vater den Sohn gezeugt hat, hat der, welcher gezeugt wurde einen Beginn der Existenz, und von diesem Punkt aus wird deutlich, dass es eine Zeit gab, als der Sohn nicht war.”
Alexander von Alexandria und sein Schützling Athanasius befanden, dass Christus gezeugt, nicht geschaffen war, und daher dem Vater vollständig gleich war. Das Konzil stimmte mit dieser Ansicht überein und verstand, dass der Arianismus die Einheit der Gottheit untergrub, so dass der Vater größer als der Sohn ist und widersprachen mit Schriftstellen wie Johannes 10,30 und Johannes 1,1. Im Laufe des Konzils, kam die große Mehrheit der Delegierten mit Athanasius zur der Übereinstimmung, dass der Sohn eine Ableitung (Derivat) des ewigen Vater sei, aber nichtsdestoweniger gleich ewig und gleichermaßen göttlich. Athanasius erklärte: “Ich weiß, dass Jesus als meinen Erlöser nicht weniger als Gott sein kann.”
Das Ergebnis
Die Debatte dauerte vom 20. Mai bis zum 19. Juni, an diesem ​​Punkt formulierte das Konzil eine erste Form des Nicäanischen Bekenntnisses welches ausdrücklich die Position der Zeugung bekräftigte und den Arianismus verurteilte. Alle bis auf zwei der Teilnehmer stimmten zu ihren Gunsten und diese beiden, wurden zusammen mit Arius exkommuniziert und nach Illyrien verbannt. Alle Schriften des Arius wurden gesichtet, beschlagnahmt und verbrannt.
Hier ist die ursprüngliche Version des Glaubensbekenntnisses (welche auf dem Zweiten Ökumenischen Konzil in Konstantinopel im Jahre 381 angepasst wurde).
Wir¹ glauben an einen Gott
den allmächtigen Vater
den Schöpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren.
Und an den einen Herrn Jesus Christus
den Sohn Gottes
der als einziggeborener aus dem Vater gezeugt ist d.h. aus dem Wesen des Vaters
Gott vom Gott Licht vom Licht
wahrer Gott vom wahren Gott
gezeugt nicht geschaffen
eines Wesens mit dem Vater;
durch den alles geworden ist was im Himmel und was auf Erden ist;
der für uns Menschen und wegen unseres Heils herabgestiegen und Fleisch geworden ist
Mensch geworden ist
gelitten hat und begraben worden ist
und am dritten Tage auferstanden ist
und aufgestiegen ist zum Himmel
und kommen wird um die Lebenden und die Toten zu richten;
Und an den Heiligen Geist.
Diejenigen aber die da sagen “es gab eine Zeit da er nicht war” und “er war nicht bevor er gezeugt wurde” und er sei aus dem Nichtseienden geworden oder die sagen der Sohn Gottes stamme aus einer anderen Hypostase oder Wesenheit oder er sei geschaffen oder wandelbar oder veränderbar die verdammt die allgemeine Kirche.
¹ Im Originaltext durchgängig Einzahl: Ich glaube…
Das Konzil einigte sich auch auf einen Zeitpunkt, wann Ostern zu feiern sei. In einem Rundschreiben, welches Konstantin nach dem Konzil herausgab, erklärte er: “Auf dem Konzil haben wir auch die Frage unseres heiligsten Tages, Ostern betrachtet, und es wurde einvernehmlich festgestellt, dass jeder, überall es an ein und demselben Tag feiern sollte.”
Bleibende Bedeutung
Das Erste Konzil von Nicäa ist von höchster Bedeutung bei der Behandlung der  grundlegenden Frage im Bezug auf die Gottheit und Menschheit Jesu Christi. Jesus Christus wurde erkannt als, ewig und göttlich, gleich mit dem Vater, und unendlich größer zu sein als ein geschaffenes Wesen. Das Konzil ist auch bedeutsam als erster Versuch, einen Konsens unter allen Christen durch eine Debatte zwischen den Vertretern von sich wiedersprechenden Seiten zu erzielen. Es stellt einen Präzedenzfall dafür dar, Konzile abzuhalten um sonstige lehrmäßige und praktische Angelegenheiten der Kirche zu entscheiden, und diese Entscheidungen in Glaubensbekenntnissen und Kirchenrecht umzusetzen.
Es dauerte 56 Jahre bis zu dem nächsten Konzil, dem Ersten Konzil von Konstantinopel.
Übersetzung aus dem Englischen
Mit freundlicher Genehmigung
von Tim Challis (Quelle)

Liveblogging Tim Challies: Zusammenfassung der Strange Fire Vorträge

Zusammenfassung der Strange Fire Vorträge durch Tim Challies
Tim Challies

 

Update: Der Betanien-Verlag überlässt aktuell- und in Zukunft auch stetig erweitert- diverses gute Material umsonst! Mit dabei, eine deutsche Übersetzung der oben verlinkten Artikel. Vielen Dank dafür!

Der direkte Link zum PDF: hier klicken!

Antwort auf Dr. Brown (In the line of fire) und seiner Kritik an der Strange Fire Konferenz

In einem, nach eigenen Angaben zig-tausendmal geteiltem Artikel (hier), richtet sich Dr. Michael Brown, Radiomoderator eines christlichen Radio-Brodcasts, an Pastor J. MacArthur bzw. reagiert auf dessen Buch und gleichnamige Konferenz “Strange Fire” (hier).

Solche Reaktionen waren zu erwarten und sind im Hinblick auf eine notwendige Debatte über das Phänomen der Charismatischen Bewegung/Pfingstbewegung bzw. der “Cessationism vs. Continuationism” Kontroverse, ausdrücklich zu begrüßen.

Ohne seine Sichtweise zu begründen, setzt Dr. Brown bereits zu Beginn seines Artikel, die in Frage stehenden Phänomene- innerhalb der charismatisch-pfingstlichen Bewegung- mit dem biblisch überlieferten Wirken des Heiligen Geistes gleich. Es sind genau solche Verfahrens- und Argumentationsweisen, welche von cessationalistischer Seite fundamental kritisiert werden. Phänomene wie Glossolalie, Heilungen und andere Vorkommnisse lassen sich verifizierbar religions- und kultübergreifend beobachten. Das Vorhandensein solcher Phänomene im gemeindlichen, respektive christlichen Kontext, bedarf grundsätzlich einer schriftgemäßen Begründung. Eine solche liefert Dr. Brown jedoch nicht.

Er kritisiert die “Brandmarkung” der charismatisch-pfingstlichen Bewegung als “falsche Kirche”, “gefährlichen Kult” bzw. “Häresie”. Diese Kritik ist ernstzunehmen und auf der einen Seite nachvollziehbar. Im Sinne jeder fruchtbaren Debatte, ist es nicht hilfreich, bereits zu Beginn ein abschließendes Urteil zu fällen. Auf der anderen Seite ist festzustellen, dass die Debatte nicht erst mit dem Erscheinen dieses Buches bzw. Ankündigung der nun stattfindenden Konferenz begonnen hat. sondern bereits hundert Jahre alt ist.

Sein Vorwurf, J. MacArthur lehne das heutige Zeugnis des Wortes Gottes respektive Wirken des Heiligen Geistes ab, ist eine ebenso harte Aussage, wie die Aussage, die charismatisch-pfingstlichen Phänomene, seien keine Wirkungen des Heiligen Geistes und nicht vereinbar mit dem Zeugnis der Schrift. Seine Bitte, Gott möge J. MacArthur vergeben, klingt vordergründig fromm, stellt jedoch- in der Form öffentlich geäußert- nichts anderes als einen versteckten Angriff dar.

Ein weiterer- nicht berechtigter Vorwurf Browns ist der, J. MacArthur nehme eine ganze Bewegung in Kollektivhaft für die Verirrungen einer Minderheit. Es ist im Gegensatz absolut berechtigt, eine Bewegung für Irrtümer und Verirrungen in den eigenen Reihen zu kritisieren. Diese steht, im eigenen Interesse, in der Verantwortung Fehler, Fehlentwicklungen und Versäumnisse zu korrigieren. Dies geschieht jedoch leider viel zu selten und wenn, dann oft nur halbherzig bzw. inkonsequent. Es sind- im Gegensatz zu Dr. Browns Behauptung leider keine Fehlinformationen oder Übertreibungen, das im Namen des Heiligen Geistes tagtäglich falsche Prophetien und Lästerungen Gottes ausgesprochen werden. Dies muss thematisiert werden, wenn nicht von den Leitern der pfingst-charismatischen Bewegung, dann von anderen.

Fakt ist: Entweder irrt der Cessationism oder der Continuationism. Und damit wird entweder das Zeugnis der Schrift respektive Wirken des Heiligen Geistes geleugnet oder verfälscht. Wer von beiden auch immer recht hat, die Feststellung, das dafür “die Worte fehlen wie schmerzhaft dies ist” ist berechtigt, wenn auch unzureichend.

Dr. Brown führt fünf Argumente ins Feld auf die ich kurz eingehe:

  1. Bizarre, unbiblische Praktiken seien die Ausnahme. Diese Wahrnehmung mag aus Sicht des Continuationism nachvollziehbar sein, aus cessationistischer Sicht ist sie es nicht. Jede Prophetie, jedes Wort der Erkenntnis, jede Zungenrede im Namen Gottes ist aus cessationistischer Sicht unbiblisch und ja, auch bizarr, die angeführten Extreme sogar offenkundig blasphemisch.
  2. Der Vergleich der Situation in Korinth mit den modernen Phänomenen des Continuationism verkennt erstens, dass dies aus cessationistischer Perspektive unzulässig ist, da man die Übereinstimmung mit den biblischen Charismen und damit deren Echtheit ablehnt. Zweitens ist der Vorwurf, ein grundsätzlicher Zusammenhang zwischen den Skandalen respektive dem Umgang mit denselben und dem wirksamen Geist sei nicht herstellbar m. E. nicht berechtigt. Dies aus dem Grund, dass wenn sich die Phänomene nicht auf das Wirken des Heiligen Geistes zurückführen lassen, das Wirken des Heiligen Geistes dadurch sogar auf unbiblische Weise nachgemacht wird, dieser zumindest daran gehindert wird den jeweiligen Menschen zur Umkehr zu führen. 
  3. Der Vorwurf eines zu “laxen Umgangs mit der Schrift” gegenüber der Pfingst-/Charismatischen Bewegung gründet schlicht auf dem genuin reformatorischen Sola-Scriptura Verständnis des Cessationism: Die Schrift allein! Der Heilige Geist hat nach diesem Verständnis durch die Vorsehung die Texte und Schriften erhalten und zusammengestellt. Die Schrift allein ist demzufolge die einzige, unfehlbare Quelle schriftlicher und mündlicher göttlicher Offenbarung, die allein einzige das Gewissen binden darf. Die Bibel allein lehrt alles, was zur Rettung von Sünde nötig, der Standard, an dem alles christliche Verhalten gemessen werden muss und von woher Leitung für das persönliche Leben erwartet werden kann. Der Heilige Geist spricht niemals unabhängig von oder gegensätzlich zu den Inhalten der Bibel, persönliche geistliche Erfahrungen, Stimmen oder ähnliche können niemals Mittel der Offenbarung sein.
    Dem widerspricht das Sola Scriptura Verständnis des Continuationism, bei dem je nach Ausprägung, es von der erwarteten “persönlichen Führung” bis hin zu der regelrechten Anmaßung sogenannter “Propheten”, welche für Personen, Gemeinden und gesamte Länder “Offenbarungen” erhalten, geht. In dem Extrem, welches eben schlicht die logische Konsequenz und Folge darstellt, steht die aktuelle Offenbarung sogar neben oder über der historischen Offenbarung.
  4. Es ist in der Tat nicht richtig, das 90% der Pfingst-/Charismatischen Bewegung faktisch zur Wort des Glaubens Bewegung (mit indiskutablen Irrlehren) gehören bzw. einem Wohlstandsevangelium folgen. Fakt ist jedoch auch, dass bspw. die Überzeugung, Gott heile auch heute noch regelmäßig, auf spektakuläre, übernatürliche Weise eine starke Tendenz in die Richtung der vorgenannten Bewegungen darstellt.
  5. Damit kommen wir zu einem entscheidenden Punkt: Dem Wesen wahrer Anbetung Gottes! Ohne dies hier weiter zu behandeln: diese hat- vorsichtig ausgedrückt- äußerst wenig mit “neuen, kraftvollen Lobpreisliedern oder langwährenden Versammlungen” zu tun!

Abschliessend: Ein Debatte dieser Thematik ist und bleibt notwendig. Allerdings ausschließlich auf Grundlage des Wortes. Ich erhoffe mir von dieser Konferenz einen inhaltlich konstruktiven Beitrag. Und danach erhoffe ich mir eine gleichermaßen konstruktive Antwort seitens des Continuationism.

sdg

Andreas

Update: So tragisch wie nicht unerwartet: Nicht lange nach seiner Kritik hat DrBrown die oben angeführten extremen “Minderheit” (Benny Hinn) hoffiert d. h. dieser einen Persilschein ausgestellt. 

“I just recorded five wonderful TV shows with Benny Hinn on Jesus in the OT, repentance, holiness, the fear of the Lord, and hyper-grace. They’re scheduled to air the week of January 13th, so watch them and then share your thoughts.” (Quelle)

DrBrown

Strange Fire conference – Livestream

Die Strange Fire conference (fremdes Feuer) in der Zeit vom 16-18 Oktober 2013.

“Der Herr ruft sein Volk auf ihn zu ehren, ihn zu heiligen. 3. Mose 3:29ff schildert die Konsequenzen wenn man dies nicht tut, ihm fremdes Feuer darbringt.

In den letzten hundert Jahren bietet die charismatische Bewegung ein fremdes Feuer im Hinblick auf die dritte Person der Gottheit -des Heiligen Geistes an. Und evangelikale Kirchen haben sich entschieden zu schweigen oder gleichgültig in dieser Angelegenheit zu bleiben. Dies hat die Kirche, den Geist der Kirche nicht geehrt.

Wie sollte unsere Antwort lauten?

Strange Fire conference ist eine Konferenz, die darlegen will, was die Bibel wirklich über den Heiligen Geist sagt, und wie dies mit der charismatischen Bewegung zusammenhängt. Wir werden dieses Thema, welches viele heute als Randthema ansehen, in einer biblischen, unkomplizierten Weise angehen. Denn ganz Gegenteil, die Sicht auf den Heiligen Geist beeinflusst unsere Beziehung zu Gott, die persönlichen Heiligkeit und das Engagement für Kirche und Evangelisation.” Übersetzung aus dem Englischen

Ablauf
Alle Zeiten sind als CET (Central European Time) angegeben

Donnerstag, 17. Oktober 2013
18:00 – Testing the Spirits – John MacArthur

19:45 – A Case for Cessationism – Tom Pennington

23:00 – Breakout Session (Hauptsaal) – Nathan Busenitz, Phil Johnson oder Justin Peters

Freitag, 18. Oktober 2013

00:45 – Q&A (Fragen und Antworten) – John MacArthur, Todd Friel, Steve Lawson, Tom Pennington, Justin Peters

04:00 – The Puritan Commitment to Sola Scriptura – Steve Lawson

18:00 – The Spirit Africa (and America) Really Needs – Conrad Mbewe

19:45 – Breakout Session (Hauptsaal) – Nathan Busenitz, Phil Johnson oder Justin Peters

Samstag, 19. Oktober 2013

04:00 – An Appeal to My Continuationist Friends – John MacArthur

Livestream (mit Übersetzung)

 

Waren Adam und Eva reale Menschen?

 

Bedenke folgendes:

  • Moses glaubte, dass sie real waren (1Mo 5, etc.)
  • Der Autor der Chronik glaubte, dass Adam real gewesen ist: 1. Chronik 1:1
  • Lukas glaubte, dass Adam real gewesen ist: Lukas 3:38
  • Der Herr Jesus glaubte, dass sie real gewesen ist: Mattheus 19:4-5
  • Paulus glaubt, dass Adam real gewesen ist: Römer 5:12 ff, 1. Kor. 15:22,45, 1. Timotheus 2,12-14
  • Judas glaubte, dass Adam real gewesen ist: Judas 14

Bedenke weiterhin:

Alle oben genannten Autoren wurden bei dem was sie über Adam und Eva schrieben und glaubten durch den Heiligen Geist inspiriert (2 Petrus 1:21 und 2. Timotheus 3,16).

Deshalb:

Wenn wir glauben, dass die Bibel das inspirierte Wort Gottes, müssen wir glauben, dass Adam und Eva echte, historische Personen waren.

Außerdem:

Was wären die Folgen, wenn wir leugnen, dass sie echte Menschen waren?

  1. Wir verleugnen die Inspiration der Heiligen Schrift und widersprechen dem, was die Schrift über sich selbst lehrt und damit auch, was die Kirche über Schrift bekennt (Belgisches Bekenntnis Artikel 3).
  2. Wir sagen, dass der Herr Jesus (Matthäus 19) log, verrückt oder fehlerhaft gewesen ist.
    Was auch immer wir sagen, ein solcher Mann kann nicht unser Retter sein denn er hätte sich nur als ein weiterer Mensch erwiesen.
  3. Wenn es nicht wirklich ein Mann und eine Frau gewesen sind, welche am Anfang gesündigt haben, wäre die Lehre des Paulus in Römer 5 über Jesus Christus Unsinn.
  4. Die Lehre von der Erbsünde, durch verschiedene Stellen in der Heiligen Schrift belegt (und wiedergegeben/bekannt in den Bekenntnissen der Kirche), wäre nicht wahr.
  5. Der Mensch könnte daher etwas zu seiner Rettung beitragen.
  6. Gottes Herrlichkeit wäre beraubt.

Quelle:  yinkahdinay.wordpress.com (Blog von Dr. Wes Bredenhof)

Heidelberger Konferenz für Reformatorische Theologie

Vom 18.–21. Juli 2013, dem Jahr des 450. Geburtstages des Heidelberger Katechismus, feiert eine Jubiläumskonferenz den »Heidelberger«. Programm und weitere Details sind auf der Konferenzseite zu finden.

Referenten sind u. a.: Dr. Michael Horton, Dr. Joel Beeke & Dr. Victor D’Assonville

Dr. Horton ist Professor für Systematische Theologie und Apologetik am Westminster Seminary in Kalifornien.

 

 

Dr. Beeke ist Präsident und Professor für Systematische Theologe, Kirchengeschichte und Homiletik am Puritan Reformed Theological Seminary. Beide sind außerdem ordinierte und aktive Pastoren.

 

 

 

 

Dr. Victor D’Assonville ist Rektor des Reformatorisch-Theologischen Seminars (Hannover) und Dozent an der Theologischen Fakultät der University of the Free State Bloemfontein, Südafrika

 

 

 

Reformation heute

In vier Jahren wird man in der evangelischen Welt 500 Jahre Reformation bzw. den Beginn der sogenannten Lutherdekade feiern. Ausgangspunkt ist Luthers Thesenanschlag am 31. Oktober 1517. Dies war der Beginn einer Veränderung, welche die Kirche und damit die damalige Welt in vielerlei Hinsicht erfasst und nachhaltig geprägt hat.

Kern der Reformation war und ist Martin Luthers Erkenntnis, dass der sündige und gottlose Mensch allein durch Glauben gerettet wird, aus göttlicher Gnade, nicht durch irgendwelche guten Werke, sondern durch Zurechnung des leiblich-geschichtlichen Sühnetodes von Gottes eigenen Sohn.

Nicht nur der Sühnetod an sich, darüber hinaus viele weitere evangelische Positionen werden heute vielerorts, ob in der landeskrichlich-evangelischen oder der freikirchlich-evangelikalen Welt in Frage gestellt, kritisiert und sogar geleugnet. 500 Jahre Reformation- das hat leider weder von Anfang an, noch über die Jahrhunderte bis heute ständige Reformation am und durch das Wort Gottes bedeutet, sondern oftmals leider das genaue Gegenteil.

Ein neues Magazin- Reformation heute- hat es sich das Ziel gesetzt, das ursprüngliche Anliegen der Reformation aufzugreifen und in die Gemeindelandschaft zu transportieren:

Reformation Heute ist eine Zeitschrift, die das Anliegen der Reformation für die Erneuerung der Kirche heute fruchtbar machen will.

 

Träger bzw. Herausgeber des Magazins ist das Reformatorisch-Theologische Seminar. Zur Redaktion gehören Sebastian Heck, Dr. d’Assonville, Matthias Mangold und Raphael Schuster. Die Autoren der ersten Ausgabe sind Sebastian Heck, Dr. V. d’Assonville, Dr. B. Kaiser, Carl Trueman und als besonderer Gastautor: Johannes Calvin.

Ich wünsche diesem Magazin, deren Herausgebern und noch mehr dem genannten Anliegen, Gottes Segen und Gelingen!

Das Jahresabonnement der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift wird mit € 12,00 sehr günstig, zudem die ersten beiden Hefte kostenlos sein. Um auf dem Laufenden zu bleiben einfach auf Facebook und Twitter folgen.